Volleyball LTV-Team verabschiedet sich Richtung Osterholz / VTV zieht ganz zurück

Bremen-Nord. Vor rund 20 Jahren lieferten sich die ersten Herrenmannschaften des Vegesacker TV und des Lüssumer TV (jetzt Lüssumer SV) heiße Duelle - nun verschwinden sie in Eintracht vorerst von der Nordbremer Volleyball-Bühne.
25.05.2010, 02:30
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Von Olaf Schnell

Bremen-Nord. Vor rund 20 Jahren lieferten sich die ersten Herrenmannschaften des Vegesacker TV und des Lüssumer TV (jetzt Lüssumer SV) heiße Duelle - nun verschwinden sie in Eintracht vorerst von der Nordbremer Volleyball-Bühne.

Das männliche VTV-Team, vor zwei Jahren noch in der Oberliga, stellte wie befürchtet ganz den Punktspielbetrieb ein. Nach der schöpferischen Pause von Coach Michael Döge und einem großen personellen Aderlass konnte anschließend auch der Döge-Nachfolger Frank Wyrwich den erneuten Abstieg aus der Verbandsliga nicht verhindern. Einige junge Vegesacker Spieler mussten so einfach zu früh ins kalte Wasser geschmissen werden. Als auch VTV-Zuspieler Erkin Calisir, der im männlichen Bereich nun die einzige verbliebene Jugend-Mannschaft punktspielmäßig betreut, sich nach einer missglückten Vorstellung bei Bremen 1860 Richtung Delmenhorst verabschiedete, bröckelte es im Vegesacker Herrenteam an allen Ecken und Enden, so dass man nicht mehr für die kommende Landesliga-Saison melden konnte.

Doch auch die LSV-Truppe hatte zuletzt mit großen Personalsorgen zu kämpfen. Als in der Saison 2008/09 die Lüssumer Damenmannschaft ihr Aus verkündeten, hielten die Lüssumer Herren um Spielertrainer Recep Divanoglu dem Verein noch die Treue - bis jetzt. 'Doch haben wir uns nun schweren Herzens entschieden, auch tschüss zu sagen. Aus personellen Gründen werden wir künftig in der Dritten bei VSK Osterholz-Scharmbeck aufschlagen. Die meisten Spieler kommen doch aus dieser Gegend und haben so auch eine wesentlich kürzere Anfahrt zum Training', meinte Recep Divanoglu. So kann der Ex-LSV-Spielertrainer Recep Divanoglu in Zukunft auch öfters mal mit seinem 16-jährigen Sohn Can in einer Mannschaft zusammen spielen. 'Ich trainiere beim VSK ein B-Jugendteam, in dem auch mein Sohn im Kader ist. So werden wir bei uns langsam den Nachwuchs integrieren und bei einem Engpass sie einsetzen - was in Lüssum nicht möglich war, weil hier keine Jugendlichen im Verein Volleyball spielen', äußerte sich Recep Divanoglu.

Was bleibt, sind die Erinnerungen. In der Saison 1977/78 fing es für Recep Divanoglu in Lüssum an. Unter anderem mit Thomas Kosak und Mathias Renftel wurde gemeinsam unter Leitung des damaligen Trainers Udo Kemper in einer Mannschaft gespielt. Rund zehn Jahre später zog es die Spieler Thomas Kosak, Mathias Renftel, Utz Jablonski und Recep Divanoglu zum TSV Lesum-Burgdamm, weil in Lüssum ein Übungsleiter fehlte und hier mit Heinz-Wilhelm Hegerfeld eine kompetente Fachkraft im Einsatz war.

In der Saison 1989/90 kehrten die vier Lüssumer wieder zurück zu den Wurzeln. Im Schlepptau hatten sie noch die Lesumer Peter Zimmermann und Claas Jappen an Bord und können seitdem auf 20 erfolgreiche Jahre zurück blicken.

'Gerne denke ich noch an die Derbys gegen den Neurönnebecker TV und Vegesacker TV, in denen wir uns ganz schön bekriegt haben. Aber leider gab es diese Begegnungen in der letzten Zeit nicht mehr', so Recep Divanoglu, der nun hofft, in Osterholz-Scharmbeck 'mit seinem Team noch lange Volleyball spielen zu können, denn so eine Mannschaft, geprägt von vielen langen Freundschaften, gibt es wohl kaum noch. Dennoch schmerzt es schon sehr, die Lüssumer nach 30 Jahre Volleyball nun zu verlassen' (Divanoglu).

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