4000 Läufer in Bremen erwartet Marathon startet erstmals auf dem Marktplatz

Bremen. Die Obernstraße kennt man eigentlich als Flaniermeile mit zahllosen Geschäften. Am Sonntag gehört sie jedoch den Läufern. Der 6. swb-Marathon nutzt die Einkaufsstraße als Start- und Zielgerade für Tausende von Teilnehmern.
17.09.2010, 20:10
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Bremen. Die Obernstraße kennt man eigentlich als Flaniermeile mit zahllosen Geschäften. Am Sonntag gehört sie jedoch den Läufern. Der 6. swb-Marathon nutzt die Einkaufsstraße als Start- und Zielgerade für Tausende von Teilnehmern auf den Strecken über zehn Kilometer, die Halbmarathon- und Marathondistanz.

Ein Novum in der Geschichte der Veranstaltung, fünf Jahre lang hatten Bürgerweide und Bremen Arena als Zentrum des Marathons gedient. Dabei ist der imposante Zieleinlauf durch die Schluchten der Obernstraße eigentlich ein Abfallprodukt einer ganz anderen Thematik: In diesem Jahr findet der swb-Marathon erstmals auf dem Bremer Marktplatz statt.

Ein schickes Ambiente, von dem sich die Veranstalter eine optische Aufwertung und mehr Beachtung versprechen. 'Die Bürgerweide war doch ein bisschen weg, jetzt ist der Marathon erstmals im Zentrum der Stadt angekommen', findet auch Ulrich Mäurer, der Senator für Inneres und Sport. Er ist eigentlich auf dem Rennrad zu Hause, will aber am Sonnabend immerhin beim AOK-Frühstückslauf über 5 Kilometer mitmachen - ein bisschen Laufen muss schließlich sein am Marathon-Wochenende. Deshalb wurde auch gleich die ganze Behörde zum Mitmachen verpflichtet.

Eine Vision wird Realität

Der Senator und ziemlich viele Zuschauer werden am Sonntag dann in Bremens guter Stube miterleben, wie die Teilnehmer auf die Strecken gehen. Dabei war das Spektakel zwischen Rathaus, Bürgerschaft und Schütting vielleicht mal eine Vision der Organisatoren vom Marathon-Club, keinesfalls aber fest geplant. Um den Umzug von der Bürgerweide anzuschieben, bedurfte es einer Terminkollision. Bereits im vergangenen Herbst war nämlich deutlich geworden, dass weder der 3. Oktober mit den Feierlichkeiten zum Einheitstag, noch der 26. September (wegen der entsprechenden Aufbauarbeiten) als Termin in Frage kommen würden.

Da man den angestammten Zeitraum Ende September/Anfang Oktober nicht verlassen wollte, kam nur der 19. September in Frage - der letzte Tag der HanseLife in den Messehallen auf der Bürgerweide. Messe und Marathon an einem Ort - das kann nicht funktionieren. Also wich der Marathon auf den Marktplatz aus.

Eine ganze Zeit lang musste der Marathon-Club allerdings noch suchen, bis er den Platz für seine Aufbauten gefunden hatte. Es hätte nämlich nicht so gut ausgesehen, wären die notwendiger Zelte gleich neben dem Roland aufgestellt worden. 'Wir pflastern den Marktplatz nicht zu, sondern wollen Bremen wirken lassen', sagt Utz Bertschy. Der Organisationsleiter des Marathons findet, dass die Veranstaltung deshalb 'zu 50 Prozent Stadtmarketing' ist.

Weil der Marktplatz aber weitgehend frei bleiben soll von Versorgungszelten oder Umkleidemöglichkeiten, hat sich der einst so kompakte Lauf aufgeteilt. Ein Teil der Bauten entsteht ab heute Nachmittag - nach Ende des Wochenmarktes - auf dem Domshof, auf dem Anskarikirchhof wurde bereits gestern die Messe aufgebaut. Dort können Läufer die Startunterlagen abholen und sich nachmelden. Das ist ein bisschen entfernt vom eigentlichen Zentrum, erfüllt aber die Anforderungen an die notwendige Logistik dieser Veranstaltung.

Die Organisation steht also, und bei rund 4000 Anmeldungen dürften auch ausreichend Läufer vorhanden sein. Wenn jetzt noch das Wetter mitspielt, wird der Bremer Marathon, was sich Utz Bertschy von ihm verspricht: 'Ein Gänsehaut-Ereignis.'

In der Sonnabend-Ausgabe des WESER-KURIER gibt es eine große Sonderseite zum Marathon-Wochenende in Bremen.

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