NBA «Mavs» schlagen zurück - Nowitzki hofft wieder

Frankfurt/Main. Machen Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks in der NBA das scheinbar Unmögliche doch noch möglich? Mit einer großen Energieleistung fegten die «Mavs» die San Antonio Spurs mit 103:81 aus dem American Airlines Center und verkürzten in der «Best-of-Seven»-Serie auf 2:3.
28.04.2010, 14:50
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste

Frankfurt/Main. Machen Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks in der NBA das scheinbar Unmögliche doch noch möglich? Mit einer großen Energieleistung fegten die «Mavs» die San Antonio Spurs mit 103:81 aus dem American Airlines Center und verkürzten in der «Best-of-Seven»-Serie auf 2:3.

Neue Hoffnung statt Saisonende heißt es nun für Deutschlands Basketball-Superstar und seine Kollegen. In San Antonio steht Spiel sechs des Achtelfinal-Duells an, eine möglicherweise entscheidende siebte Partie im Texas-Thriller würde wieder in Dallas stattfinden.

«Wir werden noch einmal nach Dallas zurückkommen, daran habe ich keinen Zweifel», sagte Jason Terry. «Die Serie ist noch nicht zu Ende, auch wenn das viele vorhergesagt haben», meinte Dallas' Coach Rick Carlisle. Nowitzki stimmte den Beiden zu. «Wir sind wieder im Rennen», sagte der Würzburger.

Nach drei Niederlagen am Stück waren die Mavericks in der amerikanischen Basketball-Öffentlichkeit bereits zerrissen worden. Die Mannschaft ein Looser-Team, Nowitzki zu weich und Trainer Rick Carlisle unfähig - die Kritiken, die auf den Vizemeister von 2006 einprasselten, waren verheerend.

Doch mit dem Rücken zur Wand schwangen sich die «Mavs» zu einer starken Teamleistung auf. Endlich einmal war das Spiel der Texaner nicht allein von Nowitzki abhängig, der mit 15 Punkten dieses Mal nur zweitbester Werfer seines Team war. Herausragender Akteur bei den Gastgebern war vor 20 557 zunächst skeptischen, dann begeisterten Zuschauern Caron Butler.

Der im Februar im Monster-Trade von den Washington Wizards losgeeiste Forward kam auf 35 Punkte - Playoff-Bestleistung für den 30-Jährigen, der zudem noch elf Rebounds pflückte und unermüdlich rackerte. «Wenn man in die Ecke getrieben wird, muss man anfangen zu kratzen und zu beißen. Wir müssen alles machen, was möglich ist», meinte Butler nach seiner Galavorstellung. «Ich spiele meinen besten Basketball, wenn ich böse bin.»

Und Butler und Co. waren böse. Von Beginn an zeigten die «Mavs» vor eigenem Publikum wieder jenes Gesicht, mit dem sie in der Hauptrunde zum zehnten Mal mehr als 50 Siege eingefahren hatten. Carlisle hatte den zuletzt glücklosen Center Erick Dampier in der Startformation durch Brendan Haywood ersetzt und damit ein glückliches Händchen bewiesen. Haywood kam zwar nur auf acht Punkte und acht Rebounds, setzte den Spurs mit seinem physischen Spiel aber extrem zu.

«Ich hatte das Gefühl, etwas ändern zu müssen und Brendan hat es sehr gut umgesetzt», sagte Carlisle nach der Partie erleichtert. Zwar steht sein Team weiter mit einem Bein in der Sommerpause und die Statistik, wonach nur acht von 189 Teams in den Playoffs jemals einen 1:3-Rückstand umgebogen haben, spricht weiter gegen Dallas.

Aber nach Sieg fahren die «Mavs» wieder erhobenen Hauptes nach San Antonio, wo sie die ersten beiden Duelle knapp verloren hatten. Zumal Dallas in der Hauptrunde mit 27 Siegen in der Fremde das beste Auswärtsteam war.

Auch als die Gastgeber gegen Ende des zweiten Viertels einen 17- Punkte-Vorsprung (46:29) fast wieder aus der Hand gaben und die Spurs angetrieben vom starken Tony Parker (18) auf sieben Zähler herankamen (46:53), behielten Nowitzki und Co. die Nerven. Der dritte Abschnitt ging mit 29:18 an die Mavericks, womit auch das Trauma des katastrophalen dritten Viertels aus Spiel vier (11:29) vertrieben wurde. (dpa)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+