Bremen-Ligist TuS Schwachhausen

Mit 23 Akteuren in die neue Saison

Bremen. Eigentlich geht er immer etwas pessimistisch an diese Aufgabe heran. Wenn es um das Abschneiden seiner Mannschaft in der Fußball-Bremen-Liga geht, stapelte Thomas Laesch in den vergangenen Jahren lieber tief.
13.08.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye
Mit 23 Akteuren in die neue Saison

Im Frühjahr 2010 schoss er den SC Weyhe in die Bremen-Liga, demnächst spielt er für den TuS Schwachhausen: Gerrit Priven

Udo Meissner

Bremen. Eigentlich geht er immer etwas pessimistisch an diese Aufgabe heran. Wenn es um das Abschneiden seiner Mannschaft in der Fußball-Bremen-Liga geht, stapelte Thomas Laesch in den vergangenen Jahren lieber tief und rückte den Abstiegskampf ins Zentrum seiner Betrachtungen. Diesmal aber sieht der Trainer des TuS Schwachhausen sein Team gut aufgestellt, und das gibt Anlass zu einer hoffnungsvollen Prognose: "Wir haben den seit Jahren besten Kader und werden mit dem Abstieg nichts zu tun bekommen", sagt Laesch also.

Dabei hat man ihm auch diesmal "die besten Leute weggeholt". Mit Torhüter Benjamin Schimmel (Laesch: "Einer der Stärksten in der Bremen-Liga.") und Torjäger Adrian Chwiendacz verlor Schwachhausen absolute Leistungsträger. Sie werden nicht so leicht zu ersetzen sein. Eins zu eins sowieso nicht. Aber in der Breite. Nachdem er gleich zehn neue Spieler an die Konrad-Adenauer-Allee gelockt hat, verfügt Thomas Laesch über einen 23 Mann starken Kader, der nahezu ausgeglichen besetzt ist. "Wenn uns jetzt mal fünf Verletzte fehlen, ist das keine Katastrophe mehr", sagt der Trainer überzeugt.

Zudem hätten ja auch die neuen Spieler ihre Qualitäten: Femi Lepe etwa schoss als A-Jugendlicher bereits sieben Tore in der vergangenen Rückrunde der Bremen-Liga. Ihm wird im Oktober mit Gerrit Privenau ein weiterer "Topstürmer" zur Seite gestellt. In der vorletzten Saison hatte der noch den SC Weyhe zur Landesliga-Meisterschaft geschossen. Nach einem Kreuzbandriss soll Privenau im Herbst wieder vollständig hergestellt sein. Bis dahin dürften auch Joshua Marx (Weltreise) und Engin Kara (China) fit sein. Weil sie nun nach längeren Auslandsaufenthalten zurückgekehrt sind, sieht Thomas Laesch in diesen Kickern ebenfalls eine Art Neuzugänge. Es sieht also alles ganz gut aus.

Das muss es aber auch, findet der Schwachhauser Trainer. "Die Liga ist so stark wie seit Jahren nicht mehr", sagt er. Seine einfache Rechnung: Mit Weyhe, Melchiorshausen und dem FCO II hätten drei schwache Teams die Liga verlassen müssen. Mit dem Regionalliga-Absteiger FCO I und dem hoch gewetteten Landesliga-Meister Union 60 seien aber zwei richtig gute Teams hinzugekommen. "Wir werden erstmals eine Zwei- statt Dreiklassengesellschaft haben", meint Laesch. Neben den großen Vier (FCO, Werder III, BSV, SAV) sieht er auch Union sowie den OSC und den FC Bremerhaven "in einer anderen Liga" untergebracht. Damit geht es für den Rest bestenfalls um Platz acht. Thomas Laesch erwartet, dass deshalb auch einige Mannschaften Abstiegssorgen haben werden, die zurzeit noch gar nicht damit rechnen. Sein Team soll nicht dazu zählen.

TuS Schwachhausen

Zugänge: Paul Franke (TSV Ottersberg), Tommy Priem (TSV Eystrup), Nicolas Lappenberg, Murat Özbek (beide ATSV Sebaldsbrück), Janik Brüggemann, Sergej Niederhaus, Gerrit Privenau (alle FC Oberneuland), Femi Lepe, Okan Derim (beide TuSA-Jgd.), Artur Nazarenus (VfB Lübeck)

Abgänge: Benjamin Schimmel, Adrian Chwiendacz (beide TSV Ottersberg), Khais Sultani (Hamburg), Cenan Coscun (Vatan Sport); bereits während der letzten Saison: Dominique Droth (Hessen), Philip Krafft, Benni Alberti (beide unbekannt), Philip Morche ( TuS2. Herren)

Restaufgebot: Gael White Njeukam, Kim Wieditz, Mario Woltmann, Dennis Richter, Torsten Schwarz, Niels Walch, Daniel Schütten, Daniel Meyer, Alex Newrzela, Joshua Marx, Engin Kara, Martin Janke, Bastian Schroeter

Trainer: Thomas Laesch (wie bisher)

Co-Trainer: Sven Rossow

Saisonziel: gesichertes Mittelfeld

Meisterschaftstipp: FC Oberneuland, Werder Bremen

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