Kids-Day bei den Bremer Sixdays Mit Tröten und Klatschpappen am Rennoval

Bremen. Tausende Kinder haben die Fahrer bei den Sixdays am Sonnabend hautnah erlebt. "Kinder", so ÖVB-Hallenchef Peter Rengel, "sind dankbare Zuschauer und total begeisterungsfähig."
12.01.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Mit Tröten und Klatschpappen am Rennoval
Von Catrin Frerichs

Mit Radsport hat Jakob eher wenig am Hut. Er spielt lieber Fußball. Bei der F-Jugend des TSV St. Jürgen in der Nähe von Worpswede ist der Neunjährige Stürmer. Mit seiner Mannschaft ist er 2013 sogar Meister seiner Klasse gewonnen. Jetzt hat er die Arme über die Bande gelegt und verfolgt die Jagd auf dem Lattenoval. „Das ist toll, so nah dran an den Radfahrern, die immer am Kreis fahren“, sagt er.

Jakob ist einer von acht Jungs aus dem Team, das bei der Verlosung der Loge des WESER-KURIER den Zuschlag bekommen hat. „Am Mittwoch habe ich die Bombe platzen lassen“, erzählt der Betreuer Christian Reiter. Der 44-Jährige muss schreien, um sich verständlich zu machen. Viele von den Kids hätten gar nicht gewusst, was sie bei den Bremer Sixdays erwartet, erzählt er. „Ich dachte, wir sitzen oben auf der Tribüne“, sagt etwa Kapitän Luis (8). Denkste, im Innenraum direkt an der Bande ist es viel besser. Die Kinder sind von Anfang an voll dabei, ihre Scheu haben sie schnell überwunden. Die Fahrer hautnah zu erleben, das ist eben etwas Besonderes.

Peter Rengel ist Leiter der ÖVB-Arena und seit 18 Jahren dabei. Seitdem gab es immer auch den Kids-Day am Sonnabendnachmittag für Kinder und Jugendliche. „Wir haben heute auch den Südrang geöffnet, damit haben wir 5000 Sitzplätze plus den Innenraum“, sagt Rengel, der bei den 50. Bremer Sixdays die Projektleitung innehat. Bis zu 8000 Kinder und Jugendliche lassen es bei freiem Eintritt krachen. Mit Geschrei, Klatschpappen und Tröten.

„Kinder“, sagt Rengel, „sind dankbare Zuschauer und total begeisterungsfähig.“ Und das überträgt sich auch auf die Fahrer, die gut gelaunt auf den Rädern Tanzbewegungen zur lauten Hallenmusik machen oder sich beim Abklatschen mit den Kindern an der Bande Späße erlauben. Und das, obwohl sie eine lange Nacht hinter sich haben: Bis morgens um zwei sind sie in der Nacht zu gestern gefahren, morgens um zehn ging es erneut auf das Oval.

Das Programm von 12 bis 16.10 Uhr war vollgepackt: Erstmals konnten die Kids eine Jagd mitverfolgen. „Das ist richtig Radsport“, sagt Rengel. Jonah Reiter findet das großartig. Er war zwar schon ein paar Mal beim Kids-Day, hatte aber noch nie einen Platz so nah dran. „Ich finde die Location toll“, lobt der Elfjährige. „Und wenn die Fahrer schnell fahren, spürt man sogar den Fahrtwind im Gesicht.“

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Geboten werden aber nicht nur rasanter Radsport, laute Musik und Flammenwerfer entlang des Lattenovals. Ein weiterer Höhepunkt ist der Auftritt von Sarah Engels und Pietro Lombardi. Das Traumpaar aus „Deutschland sucht den Superstar“ steht Händchen haltend auf der Bühne. Zwischendurch gibt’s Küsschen. Mädchen kreischen, Smartphones werden in die Luft gehalten. Zum Schluss fotografieren die beiden sich selbst mit dem Publikum im Hintergrund. „Jetzt streckt mal alle die Arme hoch“, ruft Lombardi noch und winkt, dann geht es weiter zur Autogrammstunde ins Foyer, wo schon eine Menschenmenge wartet. Jakob und seine Mannschaftskollegen bekommen davon nichts mit. Sie warten gespannt auf das Derny-Rennen.

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