Bremer Fußball-Schnack Absage vom Sportchef: Mulweme wechselt nicht zum Bremer SV

Das Spielerkarussell in der Bremen-Liga dreht sich immer schneller: Abgänge in Schwachhausen, Habenhausen und beim Bremer SV. Köhler verlängert in Arsten.
20.01.2021, 05:00
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Von Stefan Freye

Eigentlich ist die Fluktuation in diesen Tagen nicht besonders groß. Der TuS Schwachhausen verzeichnet allerdings gleich drei Abgänge. Während Mechak Nankishis neuer Verein noch unbekannt ist, wird sich Daniel Younis dem TuS Bersenbrück (Oberliga Niedersachsen) anschließen – und dort auf Franky Sembolo treffen, der zwischen 2006 und 2009 für den FC Oberneuland angetreten war. Daneben hat sich auch Marvin Ntamag in Schwachhausen verabschiedet. Einen Handlungsbedarf sieht TuS-Trainer Denis Spitzer trotz der Abgänge allerdings nicht: „Sie betreffen Positionen, auf denen wir mehr als gut besetzt sind.“

Für Marvin Ntamag gibt es womöglich bereits einen neuen Verein: Der Bremer SV ist sehr interessiert an dem Außenbahnspieler. Dagegen kommt es offenbar nicht zu einem Wechsel, den Kenner der Bremer Szene gerade für durchaus möglich halten. „Es gibt keine Gespräche“, sagt Sportchef Ralf Voigt zum Thema Herman Mulweme. Nachdem dieser seinen Rückzug beim Brinkumer SV angekündigt hatte, lag es nahe, dass sich der Stürmer und sein ehemaliger Trainer Benjamin Eta nun wieder beim BSV zusammenfinden. Schließlich hatte das Duo bis zum vergangenen Sommer erfolgreich in Schwachhausen zusammengearbeitet. In trockenen Tüchern ist dagegen der Abgang von Jonas Haubner. Der Innenverteidiger will sich in den kommenden Monaten auf seine berufliche Zukunft in der Immobilienbranche konzentrieren. Seine Rückkehr ist allerdings nicht ausgeschlossen. „Das kann passieren, wir werden Gespräche führen“, so Voigt. In Bilal Hoti gibt es schließlich einen weiteren Wechsel-Kandidaten. Der Angreifer soll nach längerer Verletzungspause Spielpraxis sammeln, danach aber zum Bremer SV zurückkehren. Ralf Voigt: „Wir glauben an den Jungen.“

Gleich zwei wesentliche Abgänge verzeichnet der Habenhauser FV: Neben Spieler Philipp Kowald steht auch Cotrainer Nico Seipel zukünftig nicht mehr zur Verfügung. „Das tut mir unheimlich leid, er war ein Gewinn für uns“, sagt Trainer Wilco Freund zum Abschied seines Assistenten. Seipel war erst im Sommer nach Jahren als Chefcoach der dritten Herren auf die Bank der ersten Herren gerückt, musste nun aber beruflich bedingt kürzer treten. „Er kriegt den Aufwand einfach nicht mehr hin“, so Freund. Der HFV-Coach befindet sich derzeit bereits in Gesprächen mit einem Nachfolger. Ob er den Verlust von Philipp Kowald (Kontakt zum SC Weyhe) auch bald kompensieren kann? Auf jeden Fall wurde Wilco Freund auch vom Abgang des Stürmers kalt erwischt: „Er geht auf eigenen Wunsch, ich hätte ihn gern im Kader behalten.“

Nach Seli Qorri hat sich der OSC Bremerhaven in Deniz Siga durch einen weiteren Spieler verstärkt. Der 31-Jährige kommt von Borussia Neuenkirchen (Saarland-Liga) nach Bremerhaven. „Ein Innenverteidiger mit viel Erfahrung“, sagt Björn Böning. Der zweite Zugang ist jedoch nicht die einzige Personalie, die für gute Laune beim OSC-Coach sorgt. Nach Gesprächen mit einem Dutzend Kicker des aktuellen Kaders gaben gleich zehn Spieler die Zusage für eine Zusammenarbeit über den Sommer hinaus – zwei erbaten sich eine Bedenkzeit. „Das ist eine gute Quote“, sagt Böning. Er kann nun unter anderen mit Leistungsträgern wie Maurice Hoeder, Justin Sauermilch, Ricardo Marafona, Mehmet Ari und Marcel Wagner planen.

Beim TuS Komet Arsten bleiben die Trainer. Neben Chefcoach Kevin Köhler verständigten sich auch dessen Assistenten Felix Seng, Yannick Böhling (Athletikcoach und Spieler) sowie Tim Meyer (Teammanager und Torwarttrainer) auf ein Engagement in der nächsten Saison. Lange überlegen musste das Quartett offenbar nicht. „Das war keine Frage, sondern sofort klar“, sagt Köhler. Schließlich würde das Trainerteam und den Verein eine „fantastische Zusammenarbeit“ verbinden. Derzeit werde zudem mit zahlreichen Spielern über die kommende Spielzeit gesprochen.

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