Landesliga-Handballer der SG Bremen-Ost feiern gegen Spaden ersten Saisonsieg

Mutiger Auftritt

Hemelingen. Welch eine Erleichterung bei den Landesliga-Handballern der SG Bremen-Ost. Man hätte die Steine förmlich kilometerweit hören können, die dem Aufsteiger nach dem 26:19 (14:9)-Heimsieg über den TV Gut Heil Spaden lawinenweise vom Herzen fielen.
03.12.2015, 00:00
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Von Olaf Kowalzik
Mutiger Auftritt

Le nnart Bergmann war in der Landesliga-Partie der SG Bremen-Ost gegen den TV Gut Heil Spaden mit insgesamt sechs Treffern der beste Torschütze seines Teams.

OLAF KOLWALZIK, Olaf Kowalzik

Welch eine Erleichterung bei den Landesliga-Handballern der SG Bremen-Ost. Man hätte die Steine förmlich kilometerweit hören können, die dem Aufsteiger nach dem 26:19 (14:9)-Heimsieg über den TV Gut Heil Spaden lawinenweise vom Herzen fielen. Es war der erste Saisonsieg in der sechsten Liga.

„Das ist ein Zeichen dafür, dass wir in der Liga mithalten können“, sagte der SGBO-Coach Jörg Budelmann nach dem Spiel. Freude gemacht hatte ihm auch der mutige Auftritt seiner Mannschaft, die sich dieses Mal endlich nicht aus dem Tritt bringen ließ. Dafür wurde sie mit zwei Punkten und dem Vormarsch auf den vorletzten Rang belohnt.

Schon der Anfang verlief ganz nach dem Geschmack der Hausherren. Obwohl die Gäste körperlich haushoch überlegen waren und in ihrem Kader auch die größere Routine aufwiesen, waren es die jungen Wilden aus dem Bremer Osten, die den Ton angaben und über 3:0 klar auf 7:1 davonzogen. Damit hatten sie frühzeitig demonstriert, dass sie dieses Mal eindeutig gewillt waren, der Chef im Ring zu sein. Und das klappte gegen eine eigentlich kompakt stehende 6:0-Deckung der Spadener zweifelsohne gut.

Aufbauend auf eine aggressive, aber trotzdem faire Abwehr hielten sie die Niedersachsen von Beginn an in Schach. Davon profitierte wiederum Jörn Anders im Tor, der sich hinter der starken Verteidigung zu einer Glanzleistung heraufschwang. Die Kette der positiven Ereignisse wurde dadurch weiter vervollständigt, dass die Hausherren so immer wieder ihr flottes Tempospiel aufziehen konnten, mit dem sie ihrem Gegner tief sitzende Nadelstiche verpassten.

Im Angriff hatte „Bodo“ Budelmann den zuletzt glücklosen Felix Gerber aus dem Rückraum auf Rechtsaußen verschoben. Und Gerber gab dort zusammen mit seinem Gegenüber Lennart Bergmann auch prompt eine starke Flügelzange ab. Außerdem führte Sören Mews überlegt die Regie, während Lukas Niemeyer von Beginn an die Kelle auf halblinks auspackte. Auf halbrechts sorgte zu guter Letzt Frederik von Wildenradt für die nötige Unterstützung.

„Die Umstellung hat gefruchtet. Auf den Kampfgeist und die Leidenschaft meiner Spieler lässt sich aufbauen“, lobte Jörg Budelmann den Einsatz seines Teams. Seine Mannschaft war dem Gegner auch spielerisch überlegen und machte den ein oder anderen körperlichen Nachteil wieder wett, indem sie den Ball geduldig laufen ließen.

Dass der super Start beim Gastgeber nicht die ganze Partie über so weiter gehen würde, das war allen bewusst. Trotzdem nordete der Ostbremer Trainer seine Mannschaft beim 8:4-Zwischenstand noch einmal ein (16.), sodass sie ihren wichtigen Vorsprung bis zum Gang in die Halbzeitbesprechung verteidigte.

Nach dem Wiederanpfiff ließ die SG Ost zunächst den 14:10-Anschlusstreffer zu, sie setzte sich aber anschließend sicher auf 18:11 ab. Danach ließen sie einige gute Torchancen viel zu halbherzig aus, weshalb Jörg Budelmann erneut zur Auszeit griff (37.). Sorgen machen musste er sich diesmal jedoch nicht: Seine Mannschaft blieb spielbestimmend und feierte am Ende einen souveränen ersten Saisonsieg.

„Das wird meinen Spielern nun auch das wichtige Selbstvertrauen geben“, ist der SGBO-Trainer sicher. Trotzdem hängen die Trauben für seine Mannschaft am Sonnabend, 5. Dezember, hoch, wenn sie um 16 Uhr in der Geestlandhalle beim VfL Fredenbeck III aufläuft. Der VfL ist Spitzenreiter und weist mit 16:2 Zählern nahezu das umgekehrte Punktekonto wie der Aufsteiger aus dem Bremer Osten auf (2:14 Punkte).

SG Bremen-Ost: Anders, Heuer; Dieckmann (1/1), Maurer, Lückert (3), Schobess, Mews (5), Gerken, von Wildenradt (4), Gerber (3), Niemeyer (4), Bergmann (6)

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