Tanzen Nach vielen Showauftritten startet die Grün-Gold-Formation in die Bundesligasaison

Bremen. Der Weltmeister ist nahezu ausgebucht. Fast jedes Wochenende sind die Tänzerinnen und Tänzer der Lateinformation des Grün-Gold-Clubs in Deutschland zu verschiedenen Showauftritten unterwegs. Am Sonnabend beginnt für die Tänzer die Bundesligasaison.
15.01.2010, 12:04
Lesedauer: 2 Min
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Nach vielen Showauftritten startet die Grün-Gold-Formation in die Bundesligasaison
Von Ruth Gerbracht

Bremen. Der Weltmeister ist nahezu ausgebucht. Fast jedes Wochenende sind die Tänzerinnen und Tänzer der Lateinformation des Grün-Gold-Clubs in Deutschland zu verschiedenen Showauftritten unterwegs. Über den hohen Beliebtheitsgrad des Teams freut sich vor allem der Schatzmeister. Denn so fließt regelmäßig Geld in die Vereinskasse, um den kostenintensiven Formationssport überhaupt finanzieren zu können.

Trainer Roberto Albanese sieht die Deutschland-Tournee seiner Mannschaft mit gemischten Gefühlen. Natürlich weiß auch er um die Bedeutung der Auftritte für den Verein – eine optimale Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison, die am Wochenende beginnt, sieht allerdings anders aus. „Das Problem ist, dass nie die komplette Turnierbesetzung tanzt“, erklärt der Coach.

Der Grund: Die Tänzer und Tänzerinnen müssen sich für die Reisen viel freinehmen, und das ist nicht immer bei allen gleichzeitig möglich. Also sind die Ersatzleute gefragt. Die Besetzung unterliegt so einem ständigen Wechsel. Zudem kommt es beim Bundesliga-Auftakt in Aachen am Sonnabend zu einer völlig ungewöhnlichen Vorbereitung für die Bremer.

Die Mannschaft fliegt am Freitag nach Dresden zu einem Show-Auftritt beim Semper-Opernball. Nach der mitternächtlichen Darbietung geht es am Sonnabend früh um 8 Uhr mit dem Flugzeug nach Köln, um dann schließlich gegen 11 Uhr in Aachen zu sein.

Nicht viel Zeit, wenn man um 18 Uhr ausgeruht und fit zum Sieg tanzen will. „Das wird schon gehen“, meint der Trainer dann doch. „Schließlich tanzen wir Siamo Noi in der zweiten Saison. Die Choreografie müsste auch so sitzen.“ In Aachen treffen dann auch die restlichen Mitglieder des WM-Teams ein, sodass Roberto Albanese beim Bundesliga-Auftakt auf seine beste Mannschaft zurückgreifen können müsste.

Eine Einschränkung gibt es allerdings doch noch. Jennifer Harms, die fest zum Ensemble gehört, bei der WM aber wegen einer Knieverletzung aussetzen musste, trainiert zwar wieder, soll aber erst beim zweiten Bundesligaturnier wieder zum Einsatz kommen.

Für sie springt Moira Roelle ein. Sechzehn Jahre jung, tanzt im C-Team des Grün-Gold-Clubs und ist, wie Roberto Albanese sagt, „ein ganz großes Talent.“ Für die Schülerin ist der Einsatz am Sonnabend ein mächtiger Sprung von der Landesliga direkt aufs Bundesligaparkett. Möglich ist dies, weil das C-Team des Vereins auch die Siamo-Noi-Choreografie tanzt.

Ein cleverer Schachzug des Clubs, A- und C-Team das Gleiche tanzen zu lassen. „So hast du immer die Möglichkeit, im A-Team auch mal improvisieren zu können, wenn einer ausfällt“, sagt der Trainer. Vor allem dann, wenn die Talente in den unteren Regionen sich für höhere Aufgaben empfehlen, wie im Fall Moira Roelle. „Natürlich ist sie unglaublich aufgeregt“, gibt Roberto Albanese zu. „Aber zusammen mit den Routiniers wird die Nervosität schon in den Griff zu kriegen sein.“

Seine Ziele für die Bundesliga hat der Bremer Trainer klar definiert. Er setzt ganz auf den Sieg seiner Mannschaft, und das bei möglichst allen fünf anstehenden Turnieren. Überraschungen wie beim Auftakt der Standardformationen, als Braunschweig den amtierenden Weltmeister Ludwigsburg geschlagen hat, gilt es zu vermeiden. „Aber da mache ich mir keine Sorgen. Auch wenn die Vorbereitung nicht ganz so optimal war. Die Mannschaft ist stark genug, um auch in der Bundesliga weltmeisterlich zu tanzen“, glaubt der Coach.

Platz eins wird es wohl nicht werden, aber ihren dritten Platz von der Deutschen Meisterschaft will das B-Team des Grün-Gold-Clubs möglichst auch in der Bundesliga erreichen. Die Lateinformation hatte mit der Choreografie „Rocky“ Wertungsrichter und Publikum begeistern können, und so gilt auch für die Mannschaft von Trainerin Uta Albanese: Das Potenzial für einen vorderen Platz ist auf alle Fälle vorhanden.

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