München

Nationalspieler Hamann wechselt nach München

München. Dirk Bauermann hat mit der Verpflichtung von Steffen Hamann seine Planungen als Trainer des FC Bayern München abgeschlossen, die letzten Entscheidungen in der Nationalmannschaft aber vertagt.
16.08.2010, 12:00
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München. Dirk Bauermann hat mit der Verpflichtung von Steffen Hamann seine Planungen als Trainer des FC Bayern München abgeschlossen, die letzten Entscheidungen in der Nationalmannschaft aber vertagt.

Während Hamann als Neuzugang bei den Bayern vorgestellt wurde und den hochkarätig besetzten Kader des ambitionierten Zweitligisten veredelt, ist die Besetzung des endgültigen Aufgebots für die Basketball-Weltmeisterschaft in der Türkei weiter offen. «Wir werden mit allen 14 Spielern zum nächsten Test gegen Puerto Rico reisen. Alle Jungs haben es verdient, weiter dabei zu sein», sagte Bauermann nach dem Supercup in Bamberg.

Seinen Platz im WM-Aufgebot sicher hat selbstverständlich Kapitän Steffen Hamann, dessen sportliche Zukunft nun geklärt ist. Der 29- Jährige Point Guard, der bei ALBA Berlin keinen neuen Kontrakt erhalten hatte und im Unfrieden vom Club aus der Hauptstadt geschieden ist, bekommt an der Isar einen Dreijahresvertrag und soll mithelfen, die Bayern mittelfristig in der Bundesliga zu etablieren. «Steffen ist als Identifikationsfigur für die jungen Basketball-Fans wie ein Sechser im Lotto für uns», begrüßte Bauermann den Wechsel Hamanns, mit dem er zuvor schon lange Zeit in Bamberg zusammengearbeitet hatte.

Nach dem Sieg im abschließenden Supercup-Spiel gegen die Türkei hatte sich Hamann noch bedeckt gehalten, einen Tag später beendete er die Spekulationen über seine Zukunft. «Ich will dem FC Bayern bei der Mission Aufstieg helfen und freue mich auf das interessante Projekt bei diesem aufstrebenden Verein», sagte Haman.

Zunächst steht für den Spielmacher jedoch die Weltmeisterschaft in der Türkei auf dem Programm. Zusammen mit Jan-Hendrik Jagla soll Hamann nach der Absage von Dirk Nowitzki das junge und unerfahrene Team führen und zumindest den Sprung ins Achtelfinale schaffen. «Ich denke, das ist realistisch», sagte der Routinier.

Wie das Team für die Welttitelkämpfe (28. August bis 12. September) genau aussehen wird, will Bauermann erst am kommenden Wochenende entscheiden, wenn in Halle/Westfalen und in Bonn die beiden letzten Testspiele gegen Puerto Rico anstehen. «Die Entscheidung, wer nicht mitfährt, wird sehr schwer. Alle haben es verdient, in dieser Familie zu bleiben», sagte Bauermann.

Erster Streichkandidat dürfte Per Günther von ratiopharm Ulm sein, da Bauermann wohl mit nur zwei Spielmachern in die Türkei fahren wird. Bangen müssen zu dem noch die «Langen» Yassin Idbihi, Christopher McNaughton und Philipp Schwethelm. (dpa)

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