Handball-Oberliga

Neue Hoffnung für ATSV Habenhausen

Nach der Niederlage des Tabellenführers TV Cloppenburg kann das Team von Trainer Matthias Ruckh den Drittliga-Aufstieg wieder aus eigener Kraft schaffen. Der Weg ist allerdings aus mehreren Gründen steinig.
18.02.2020, 17:19
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Neue Hoffnung für ATSV Habenhausen
Von Jörg Niemeyer
Neue Hoffnung für ATSV Habenhausen

Verletzte sich im Spiel gegen Altjührden: Habenhausens Rückraummann und Abwehrchef Björn Wähmann (beim Wurf).

OLAF KOWALZIK

Die Oberliga-Handballer des ATSV Habenhausen sind zurück im Aufstiegsrennen zur 3. Liga. „Jetzt haben wir es wieder selbst in der Hand“, sagt Trainer Matthias Ruckh, der vor der Auswärtspartie seiner Mannschaft am kommenden Sonnabend um 19.30 Uhr beim SV Beckdorf endlich wieder in unmittelbarem Kontakt zum Spitzenreiter TV Cloppenburg steht. Vor dem möglicherweise entscheidenden direkten Duell am 21. März in Cloppenburg hat der Tabellenführer nur noch zwei Punkte Vorsprung. Dankesgrüße schickte Matthias Ruckh am vergangenen Sonntag zum heimstarken TV Bissendorf-Holte, nachdem der den TVC mit 34:31 bezwungen hatte. „Partystimmung kam in unserer Kabine zwar nicht auf, aber wir waren schon doppelt froh, dass wir gegen Varel/Altjührden gewonnen und die Cloppenburger zeitgleich verloren hatten.“

Vielleicht fehlte den Habenhausern nach ihrem Sieg aber auch die Kraft zum Feiern. Beim 28:21 über die SG VTB/Altjührden mühte sich der ATSV krankheitsbedingt jedenfalls mehr als es das klare Ergebnis vermuten ließ. Außerdem kam der Klub buchstäblich nicht ohne Blessur davon: Mitte der zweiten Halbzeit zog sich sein Abwehrrecke Björn Wähmann einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Wie lange er ausfallen wird, ist fraglich. Zum Glück kehrte während dieser Woche der zweite Abwehrspezialist Fabian Rojahn nach seinem Nasenbeinbruch ins Mannschaftstraining zurück. „Mal sehen, wie sehr er uns schon kurzfristig helfen kann“, sagt der Trainer. Mittelfristig wird er das bestimmt tun.

Bekanntlich plant der ATSV Habenhausen akribisch seine Rückkehr in die 3. Liga, in der sich der Verein dank eines breit aufgestellten Sponsorennetzwerks dauerhaft halten möchte. Die eigene Planung sieht den erneuten Aufstieg zwar notfalls auch erst 2021 vor, aber zu gern würden Teammanager Thomas Hasselmann und Trainer Matthias Ruckh den Klub schon am Ende dieser Saison nach oben führen. Der Weg sei jedoch weiterhin lang und steinig, mahnt der Coach. „Wir dürfen nicht schon jetzt an das Duell mit Cloppenburg denken“, sagt er. Denn sein Team hat bereits drei Niederlagen auf dem Konto – eine weitere könnte fatale Folgen haben. Bis zum Topspiel werden bereits die nächsten vier Gegner den Habenhausern alles abverlangen. Nach dem SV Beckdorf misst sich der ATSV in eigener Halle mit der HSG Barnstorf/Diepholz, danach in Hastedt mit dem Ortsrivalen HC Bremen und schließlich wieder daheim gegen die TSG Hatten-Sandkrug. „Das sind extrem schwere Spiele für uns“, sagt Ruckh.

So schön die Niederlage des TV Cloppenburg für die Habenhauser auch war: Für den ATSV wird sie im Alltagsbetrieb der kommenden Wochen keine spürbaren Veränderungen nach sich ziehen. „Erst einmal müssen wir unsere Aufgaben erledigen“, sagt Matthias Ruckh, „und dann hoffen wir, dass wir in einer für uns günstigen Konstellation zum TV Cloppenburg fahren werden.“ Nicht ausgeschlossen, dass der Spitzenreiter bis dahin weitere Federn lässt: Mit Heimspielen gegen den VfL Fredenbeck und der HSG Delmenhorst sowie Auswärtspartien beim Elsflether TB und bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen steht auch er vor einem anstrengenden Programm.

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