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Discgolfer wollen Verband gründen

Hoffnung für den Platz am Sportturm: Die Uni wollte ihn demontieren, jetzt wird ein neuer Betreiber gesucht. Der Frisbee-Verband, der vor der Gründung steht, will sich einbringen.
26.04.2021, 05:00
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Von Stefan Freye
Discgolfer wollen Verband gründen

Christoph Acktun

Frank Thomas Koch

Das sind gute Nachrichten für die Bremer Discgolfer: Schon bald soll es einen eigenen Verband geben, und die Anlage an der Universität besitzt nun offenbar doch gute Chancen auf einen Fortbestand. „Es läuft super“, sagt Christoph Acktun. Er ist aktiver Discgolfer und hatte den Platz am Sportturm vor rund acht Jahren mit auf den Weg gebracht. Von der Uni war dem Initiator vor wenigen Wochen allerdings mitgeteilt worden, dass die drei Körbe und neun Bahnen umfassende Anlage demontiert werden soll. Dem Ortsamt Horn-Lehe – dessen Beirat sich neben anderen für den Erhalt des Platzes eingesetzt hatte – erreichte jetzt jedoch eiin Schreiben der Senatorin für Wissenschaft und Häfen. Es stellt zwar fest, dass die Uni die Anlage nicht mehr benötigt. Allerdings bestehe die Möglichkeit, den Platz „unentgeltlich an einen Interessenten weiterzugeben“, der diesen dann unter Beachtung der Sicherheitsregeln betreibt. Mit anderen Worten: Die Uni möchte raus aus der Betreiber-Haftung und sucht nach einem zuverlässigen Nachfolger.

„Auch die Vereine haben ein Interesse am Fortbestand der Anlage, und deshalb wird sich mit Sicherheit eine Lösung finden“, sagt Christoph Acktun. Er sagt dies auch als designierter Präsident eines Bremer Frisbeesport-Verbandes (BFSV). Im Mai soll er gegründet werden. Er würde nicht nur die aktiven Vereine Drehmoment Bremen und Albatrosse Bremerhaven sowie die Abteilungen im TV Eiche Horn und TSV Lesum-Burgdamm unter einem Dach versammeln. Er vereinte auch die Discgolfer mit den Ultimate-Frisbee-Spielern, dem Mannschaftssport an der Scheibe. Das allein beträfe rund 200 gemeldete Aktive. Daneben, so schätzt Acktun, gibt es aber noch einige hundert Spieler, die bislang keinem Verein angehören. Sie mehr einzubinden, sei eines der Ziele des neuen Verbandes.

Man möchte die Sportart entwickeln und ihre Interessen vertreten. „Und allein die Mitgliedschaft im Landessportbund ist mit einem umfassenden Versicherungsschutz verbunden“, nennt Christoph Acktun einen weiteren wichtigen Aspekt. Er gehört einer siebenköpfigen Arbeitsgemeinschaft an, die sich seit geraumer Zeit Gedanken über den BFSV gemacht hat. Es ging dabei auch um eine Satzung, einen Finanzplan und eine Homepage. Aus dieser AG rekrutiert sich im Wesentlichen auch das Präsidium des Verbandes, mit Acktun an der Spitze.

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