Boxen

Neue Kooperation im Boxsport

Eine neuer Zusammenschluss von Boxverbänden will den Sport stärken. Auch Bremer Boxklubs sind mit dabei.
19.12.2017, 16:46
Lesedauer: 2 Min
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Neue Kooperation im Boxsport
Von Patrick Reichelt
Neue Kooperation im Boxsport

Tura-Trainern Klaus Becker und seine Schützlinge.

TURA, frei

Hansestädte arbeiten schon seit dem 12. Jahrhundert zusammen, um gemeinsame Interessen zu verfolgen und Kräfte zu bündeln. „Wir wollten das Konzept nun auch auf den Boxsport übertragen“, sagt Ronny Poge vom Phoenix SV Stralsund. Gemeinsam mit sechs anderen Boxvereinen, darunter Tura Bremen und Weser-Boxring Bremerhaven, wurde daraus nun die Hanse-Kooperation Boxen (HKB). „Es gab bisher keine Organisation, die die Boxvereine auch länderübergreifend verbindet“, sagt Poge. Die HKB soll das nun ändern.

„Wir erhoffen uns, dadurch auch an hochkarätigen Turnieren teilnehmen zu können“, sagt Klaus Becker, Trainer bei Tura Bremen. Gerade in Bremen sei es aufgrund weniger Vereine und Boxer schwierig, Wettkampferfahrung zu sammeln. „Und auch wir ­Trainer können profitieren“, sagt Becker. „Etwa, indem wir uns untereinander besser über neue Trainingsmethoden austauschen."

So will die HKB Vergleichskämpfe, gemeinsame Trainingslager und Turnierteilnahmen koordinieren. „Ziel ist es, dann auch bei großen Turnieren mit dem HKB-Logo aufzulaufen und sich als Einheit zu präsentieren“, sagt Organisator Poge. Highlight der Saison ist dann die Veranstaltung eines eigenen Turniers: Der erste Hanse Grand Prix Boxen ist für Ende Juni 2018 in Rostock geplant. In Zukunft soll dann jedes Jahr ein anderer Verein das Turnier austragen. „Ich könnte mir gut vorstellen, dass so etwas dann auch in Bremen stattfindet“, sagt Tura-Trainer Becker. Streitigkeiten unter den Bremer Vereinen und Verbänden verhindern seit Jahren eine Entwicklung des Boxsports in Bremen. Tura trägt seine Boxkämpfe deshalb schon länger über den niedersächsischen Verein BC Verden aus.

OT Bremen ist noch nicht Teil der Kooperation. Mit jungen Talenten wie Derbo Leon Kiremet (Jahrgang 2003) und David Brzezinski (2004) ist der Verein das Aushängeschild des Boxsports in Bremen. „Vom Prinzip her klingt so eine Kooperation sehr gut“, sagt die Vorsitzende Ute Brunzel. „Der Boxsport ist sehr teuer, wir überlegen daher schon länger, uns mit anderen Vereinen zusammenzuschließen.“

Die neu gegründete Kooperation fällt also auf fruchtbaren Boden. Laut Koordinator Ronny Poge hätten auch Vereine aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg bereits Interesse angemeldet. „In Zukunft wollen wir dann auch Boxklubs aus dem Ausland, etwa aus Holland oder Dänemark, für uns gewinnen“, sagt Poge.

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