Hochspringerin Mareike Max Noch eine Operation

Der rechte Fuß der Werder-Leichtathletin Mareike Max wurde bereits drei Mal operiert. Nach einer Sport-Pause von einem halben Jahr ergab nun eine Kontroll-Untersuchung: Es muss ein viertes Mal operiert werden.
23.09.2019, 16:48
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Noch eine Operation
Von Olaf Dorow

Bremen. Dieser Weg. Wird kein leichter sein. Und so weiter. Dieser Song von Xavier Naidoo. Er wurde einst wohl nicht nur zufällig zum Sound eines WM-Sommermärchens. Er wurde nach vorliegenden Erkenntnissen nicht explizit für den Sport geschrieben, aber er passt einfach so gut zum Sport. Vor Sportlern liegen Wege, die steinig und schwer werden. Sportler blicken auf Wege zurück, die steinig und schwer waren. Oder immer noch sind.

Mareike Max' ungebetener Wegbegleiter ist eine Fußverletzung geworden, die ihr seit 2017 bereits drei Operationen am rechten Fußgelenk eingetragen hat. Und so sieht es im September 2019 aus: Für Donnerstag ist im Bremer Diako die vierte Operation angesetzt. Danach muss sie sechs bis acht Wochen warten, bis der Fuß wieder belastet werden kann.

Warten. Noch eine Warteschleife mehr. Nach der dritten OP im März hatte die Werder-Hochspringerin gemeinsam mit ihrem Trainer Roman Fricke beschlossen: zu warten. Ganz lange. Kein Wettkampf, kein Training, nur Physiotherapie. Im August hatte sie dann zaghaft begonnen, dem Fuß etwas abzuverlangen. Nicht zaghaft genug. Sie hätte nicht erwartet, erzählt Mareike Max, dass zehn 60-Meter-Läufe zuviel sein könnten.

Doch es lief beim zweiten Mal schon deutlich besser, das langfristig geplante Comeback-Projekt rollte an. Erstes größeres Etappenziel: volle Belastbarkeit ab dem Trainingslager Ende März 2020 im südafrikanischen Stellenbosch. Wenn dem Camp im kommenden Sommer eine weitgehend schmerzfreie Wettkampfsaison folgen würde, in der sie wieder an das 2017 erreichte Leistungsvermögen herankommt, an Höhen um 1,80 Meter oder etwas darüber, „dann wäre ich super-zufrieden“, sagt Mareike Max.

Die unfreiwillig lange Pause habe ihr in diesem Frühjahr und Sommer mental sogar ganz gut getan. Sie habe etwas Abstand gewinnen können, habe mal einen anderen Alltagsrhythmus wirken lassen können. Einen, der nicht automatisch vom Schema Wettkampf-Training-Wettkampf geprägt war. Einen, der halt anderes war. Anders, sagt die 21-jährige BWL-Studentin. Nicht: besser. Oder: schlechter.

Erneute Untersuchung, erneute Operation, erneute Pause. Das ist seit ein paar Tagen nun die neue Lage. Was sich zunächst mal nach einer Geht-so-Lage anhört, wird von der Athletin nicht als Super-GAU-Szenario wahrgenommen. Erstens ist mit dem vierten Eingriff die große Hoffnung verbunden, dass sich das Fußproblem endlich in den Griff kriegen lässt. Zweitens: Sie habe, erzählt Mareike Max, gelernt zu warten. Am Plan, Ende März in Südafrika wieder voll trainieren zu können, habe sich nichts geändert. Und schon vor dem jüngsten Arzt-Check hatte sie gesagt: „Ich habe jetzt sechs Monate gewartet. Da schaff' ich den Rest auch noch.“

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