Über die niedersächsische Kultusministerin

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Niedersachsens umstrittene SPD-Kultusministerin Frauke Heiligenstadt wählt einen würdigen Abschied und empfiehlt sich dadurch für neue Aufgaben - meint Niedersachsen-Korrespondent Peter Mlodoch.
20.10.2017, 21:59
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Von Peter Mlodoch

Sie geht, bevor sie gegangen wird. Niedersachsens umstrittene SPD-Kultusministerin Frauke Heiligenstadt wählt einen würdigen Abschied und empfiehlt sich dadurch für neue Aufgaben. Als Chefin des Bildungsressorts war sie trotz vieler Erfolge wie dem Aus des Turbo-Abis oder dem Ausbau der Ganztagsbetreuung nicht mehr tragbar. Zuviel Porzellan hatte sie zerschlagen; Lehrer wie Eltern vergrätzt. Auch wenn die Kritik an ihrer Amtsführung oft unfair und überzogen war, ein personeller Neuanfang im Ministerium ist zwingend.

Und er erleichtert dem SPD-Wahlsieger, Ministerpräsident Stephan Weil, passend zum Start der Sondierungsgespräche die Regierungsbildung. Vielleicht ebnet er auch den Weg in eine Ampel-Koalition. Bei der niedersächsischen FDP ist die Bildungspolitik ganz hoch angesiedelt. Wenn die Liberalen das Kultusministerium erhielten, hätten sie die Gelegenheit, aktiv ihre Ideen etwa für eine deutlich bessere Unterrichtsversorgung durchzusetzen.

Wenn die Landes-FDP bei ihrem strikten Nein an Rot-Gelb-Grün bliebe, stünde sie zwar als glaubwürdig da. Aber gleichzeitig müsste sie sich auch den Vorwurf gefallen lassen, diese Chance auf Gestaltung verpasst zu haben.

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