Basketball Nowitzki hofft auf Olympia 2012

Berlin. Basketball-Star Dirk Nowitzki hat seine WM-Absage verteidigt und in Berlin auch mit den Wünschen seines Clubs Dallas Mavericks begründet. «Die sagen, du wolltest einmal bei Olympia dabei sein, das hast du geschafft. Was willst du denn jetzt noch?», erklärte Nowitzki.
23.07.2010, 14:22
Lesedauer: 2 Min
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Berlin. Basketball-Star Dirk Nowitzki hat seine WM-Absage verteidigt und in Berlin auch mit den Wünschen seines Clubs Dallas Mavericks begründet. «Die sagen, du wolltest einmal bei Olympia dabei sein, das hast du geschafft. Was willst du denn jetzt noch?», erklärte Nowitzki.

Der NBA-Star hatte seinen Vertrag in Dallas in dieser Woche um vier weitere Jahre verlängert. Nun will er sich voll auf die neue Saison in der Nordamerika-Liga konzentrieren.

Der 32-Jährige meinte mit Blick auf seinen EM-Verzicht im Vorjahr, es sei wieder eine schwere Entscheidung gewesen, nicht Ende August in der Türkei für die Nationalmannschaft zu spielen. Der jungen DBB- Auswahl könne dies aber helfen, noch einmal einen Schub zu bekommen. Nowitzki will 2011 zur Europameisterschaft zurückkehren, wo die Chancen größer als bei der WM sind, sich für Olympia 2012 in London zu qualifizieren. «Dass wir noch mal Olympia schaffen, das wäre Wahnsinn», betonte er.

Voller Verständnis ist Bundestrainer Dirk Bauermann, der eine Absage schon vor der Bekanntgabe der Entscheidung vermutet hatte. Eine WM sei für einen Nowitzki als einen der fünf besten Basketballer «auf unserem Planeten», kein so hohes Ziel wie Olympia. «Dirk hat bei der Absage gleichzeitig gesagt, dass er 2011 zur Verfügung stehen wird. Das gibt uns Planungssicherheit und uns 2011 eine gute Chance, uns für Olympia zu qualifizieren», sagte der Coach des Zweitligisten FC Bayern am Freitag in München.

Nach dem frühen Playoff-Aus will Nowitzki mit Dallas nun einen neuen Anlauf unternehmen, um endlich Meister zu werden. Einen möglichen Wechsel zu einem anderen Club hatte er verworfen. «Du liegst nächtelang da und überlegst, was du machst. Das war nicht so eine tolle Situation für mich», berichtete der bodenständige Würzburger. «Ich fühle mich in Dallas einfach sehr wohl. Irgendwo anders hinzugehen und bei Null anzufangen - da hatte ich keine Lust drauf. Mir kann ja keiner die Meisterschaft garantieren, wenn du irgendwo anders neu hingehst.»

Mavericks-Eigentümer Mark Cuban, mit dem ihn ein fast freundschaftliches Verhältnis verbinde, sei ein «Riesenfaktor» gewesen, weil er ihm in den vergangenen zehn Jahren immer geholfen habe, auch außerhalb des Spielfeldes. Selbst bei einer Chance, mit den Superstars LeBron James oder Dwyane Wade zusammenzuspielen, «hätte ich schwer überlegen müssen», gestand Nowitzki. James, Wade und Chris Bosh spielen in der kommenden Saison gemeinsam für Miami Heat, die dank des Trios als Titelanwärter starten.

Nowitzki schloss erneut nicht aus, nach dem Ende seiner NBA- Karriere noch einmal in der Bundesliga auf Korbjagd zu gehen. Dies sei auf jeden Fall eine Option, aber genauso offen wie die Frage, wo später sein Lebensmittelpunkt sein wird. (dpa)

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