Werders Drittliga-Handballerinnen Nur noch ein Schritt bis zur Zweiten Liga

Oyten. Radek Lewicki war am Sonntagnachmittag zufrieden und glücklich. Doch von Euphorie war bei dem Trainer der Drittliga-Handballerinnen des SV Werder Bremen nichts zu spüren.
13.04.2015, 00:00
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Nur noch ein Schritt bis zur Zweiten Liga
Von Florian Cordes

Radek Lewicki war am Sonntagnachmittag zufrieden und glücklich. Doch von Euphorie war bei dem Trainer der Drittliga-Handballerinnen des SV Werder Bremen nichts zu spüren. Dabei hatte sein Team etwas Historisches geschafft. Erstmals seit Bestehen der 3. Liga hat Werder das Nachbarschaftsderby beim TV Oyten gewonnen. Die Bremerinnen siegten völlig verdient mit 29:19 (15:11).

Es war aber nur allzu verständlich, dass Lewicki nicht in Jubelstürme ausbrach. Denn der Erfolg in der Oytener Pestalozzihalle war nur ein weiterer Schritt auf dem Weg zur angestrebten Meisterschaft und dem damit verbundenen direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga. Beinahe hätten die Grün-Weißen bereits in Oyten ihr Meisterstück machen können. Doch der einzig verbliebene Kontrahent im Titelrennen, die TSG Wismar, feierte am Sonnabend beim Berliner TSC einen knappen 24:23-Sieg. Hätte Wismar dort nur remis gespielt, der gestrige Werder-Sieg hätte zum Titelgewinn gereicht. So wurde die Entscheidung jedoch vertagt.

Der zweite Platz ist dem SV Werder Bremen dagegen nicht mehr zu nehmen. Und somit auch nicht die Teilnahme an einer Aufstiegsrelegation. Die TSG Wismar hatte bereits signalisiert, dass sie den Gang in die 2. Bundesliga nicht antreten will, falls am Saisonende die Meisterschaft herausspringt. Doch mit einer Relegation will man sich bei Werder gar nicht beschäftigen. Man will nur eines: In zwei Wochen im letzten Saisonspiel beim TSV Nord Harrislee soll der finale Schritt gemacht werden. Bereits ein Unentschieden würde der Lewicki-Sieben genügen, um Rang eins zu verteidigen.

Wie selbstbewusst man beim SVW mittlerweile ist, beweisen die Aussagen von Radek Lewicki, der sich nur zu gerne mit dem Titel von Werder verabschieden möchte. „Wir sind jetzt nur noch einen Schritt von unserem großen Ziel entfernt. Im Sport ist zwar bekanntlich alles möglich, aber wir lassen uns die Butter nun nicht mehr vom Brot nehmen.“

Katrin Friedrich, die gegen Oyten mit elf Toren zu Werders treffsicherster Spielerin avancierte, pflichtet ihrem Trainer bei: „Harrislee hat sicher eine starke Mannschaft. Aber wir haben die Meisterschaft jetzt fest im Visier. Auch gegen Oyten war ausschlaggebend, dass wir den absoluten Siegeswillen hatten.“

Obwohl der Auswärtstriumph deutlich ausfiel, lief bei Werder längst nicht alles rund. „Das war nicht unsere beste Saisonleistung. Doch es geht nun nicht mehr darum, viele Tore zu werfen und schön zu spielen“, sagte Radek Lewicki. „Es zählt einzig und allein der heutige Sieg – und dass wir auch in zwei Wochen gewinnen.“

SV Werder Bremen: Anschütz, Schumacher – Friedrich (11/1), Börsen (6), Baumann (4), Niemann (4), Neßlage (2), Brdar (1), Schulte (1), Schnell, Kaiser, Nübel, Osterthun, Neumann

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