Fußball-Schnack

Oberligist Uphusen baggert an Frank Kunzendorf

Ex-Brinkumer aber hat sich noch nicht entschieden. Rischbode bliebt Schiri-Chef, Jobe führt die Torjägerliste der Bremen-Liga an
09.04.2019, 17:34
Lesedauer: 3 Min
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Von Stefan Freye

Die Positivserie hat nun zwar ein Ende. Aber sie hat etwas verändert: Beim 2:0 gegen die Leher TS war dem TSV Grolland Mitte März der erste Sieg in der Bezirksliga gelungen. Ihm hatten sich ein Remis gegen den ATSV Sebaldsbrück (4:4) sowie ein weiterer Erfolg gegen den Bremer SV II (4:1) angeschlossen. Danach war der zuvor so lange erfolglose TSV angekommen in der Liga und endlich eine ganz normale Fußballmannschaft – und so konnte Jannis Bösche auch mit dem 0:9 gegen den Tabellenvierten SC Lehe Spaden einigermaßen umgehen. „Bis auf das letzte Spiel war das okay“, sagt der Trainer. Sein Team hat die Rote Laterne mittlerweile an den BSV II abgegeben, vom Klassenerhalt ist es aber noch weit entfernt. Für „sehr unwahrscheinlich“ hält Bösche die Rettung angesichts eines Rückstand von 15 Punkten zu einem Nichtabstiegsplatz. Aber wie gesagt: Der TSV Grolland ist nun mittendrin statt nur dabei. „Wir wollen jetzt aus jeden Spiel etwas mitnehmen und gehen optimistisch an die kommenden Aufgaben“, betont Jannis Bösche. Am nächsten Sonntag (15 Uhr) ist seine Elf beim SC Borgfeld II zu Gast. Dort geht es dann um eine neue Serie.

Er selbst nahm es mit Humor. „Ich habe wieder drei Jahre Tüv bekommen“, meinte Torsten Rischbode nach der Wiederwahl zum Vorsitzenden des Schiedsrichterausschusses im Bremer Fußball-Verband. Dabei waren die Delegierten auf dem Verbandsschiedsrichtertags am Wochenende zu einer klaren Entscheidung gekommen: Rischbode, bereits seit 15 Jahren an der Spitze der Bremer Unparteiischen, wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. „Das zeigt, dass wir gute Arbeit geleistet haben im Ausschuss“, sagt der 51-Jährige. Mit ihm freute sich auch Björn Fecker. Der BFV-Präsident wies aber auch auf die Herausforderung der Aufgabe hin: „Es geht auch bei den Schiedsrichtern um einen Spagat zwischen Profifußball und Kreisklasse.“ Die Wahl Rischbodes muss zwar formell noch auf dem Ordentlichen Verbandstag des BFV am 19. Mai bestätigt werden, das ist allerdings reine Formsache.

An der Spitze der Bremen-Liga geht es dagegen sehr eng zu. Lediglich ein Punkt trennt den FC Oberneuland von seinem Verfolger Bremer SV – der sich allerdings noch mit einem Nachholspiel im Rückstand befindet. Was die erzielten Treffer betrifft, hat sich der FCO mittlerweile allerdings von seinem großen Konkurrenten abgesetzt. Dass er mit 112 Toren noch um einiges erfolgreicher war als der BSV (93), lässt sich auch der Torjägerliste entnehmen: Der Spitzenreiter Ebrina Jobe (29) und der drittplatzierte Onur Uzun (21) tragen das Oberneulander Trikot. Die beiden Toptorschützen nehmen derzeit den Zweiten des Rankings Gökhan Yücel (23, LTS Bremerhaven) in die Mitte. Hinter dem Trio folgen Saimir Dikollari (20, Brinkumer SV) und Eduard Kimmel (19, SFL Bremerhaven). Erst danach kommen in Tim Klowat (18) und Vafing Jabateh (17) die ersten BSV-Kicker.

Es könnte das vorerst letzte Heimspiel in der 1. Bundesliga sein: Weil die Partie gegen den FC Bayern verschoben werden musste, tritt Werders 1. Frauenmannschaft erst am 8. Mai (18.30 Uhr) zur abschließenden Partie auf Platz 11 an. Das abstiegsbedrohte Team von Carmen Roth wird also ausgerechnet gegen ein Spitzenteam die Heimspielserie beenden – danach steht nämlich nur noch das Saisonfinale beim SC Freiburg auf dem Programm. Notwendig wurde die Verlegung, da der FCB zum eigentlichen Termin am 29. April eine andere Aufgabe hat: Er trifft im Halbfinale der Champions-League auf den FC Barcelona.

Geht da was zwischen dem TB Uphusen und Frank Kunzendorf? Nach Informationen des WESER-KURIER ist der niedersächsische Oberligist jedenfalls an der Zusammenarbeit mit dem Bremer Funktionär interessiert. Nach dem Abschied von André Schmitz im letzten Sommer ist die Position des Sportlichen Leiters im TBU nicht mehr im eigentlichen Sinn besetzt. Sie wird derzeit wahrgenommen durch Florian Warmer, den stellvertretenden Spartenleiter. Er soll nun vor einiger Zeit den Kontakt zu Frank Kunzendorf gesucht haben, um ihn zum Einstieg in Uphusen zu bewegen. Der 55-Jährige verfügt zweifellos über die nötige Erfahrung, war er doch bis 2018 in vergleichbarer Funktion für den Brinkumer SV angetreten. Allerdings kam es bislang zu keiner Einigung. Es heißt, Kunzendorf habe sich ein Engagement so kurz nach dem Abschied aus Brinkum noch nicht vorstellen können.

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