Bremerhavener Basketballer verlieren Ohne Herz und Willen

Bremerhaven. Die Eisbären Bremerhaven verlieren ihr Heimspiel gegen den Aufsteiger Mitteldeutscher BC. Anstatt sich auf einem Playoff-Rang festzusetzen, droht nun das Abrutschen ins Bundesligamittelfeld.
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Ohne Herz und Willen
Von Marc Hagedorn

Bremerhaven. Dreimal hatten sich die Eisbären Bremerhaven nach deutlichen Rückständen erfolgreich ins Spiel gegen den Mitteldeutscher BC zurückgekämpft. Nun starteten sie den vierten Versuch, es wurde auch höchste Zeit. 71:83 hieß es aus Sicht der Eisbären, es waren nur noch etwas mehr als drei Minuten zu spielen.

Und tatsächlich: Von der Freiwurflinie kamen die Bremerhavener Punkt für Punkt heran. Stanley Burrell, Stefan Jackson und Scott Morrison sorgten mit acht verwandelten Freiwürfen in Serie dafür, dass 70 Sekunden vor Schluss wieder alles möglich schien – 79:83. Doch wie jedes Mal zuvor hatte der Mitteldeutsche BC auch diesmal eine Antwort parat. Zwei Freiwürfe von Chad Timberlake und ein Korb von Bankspieler Sascha Leutloff reichten, um den Eisbären eine Woche nach dem großartigen Duell mit Alba Berlin die zweite Heimniederlage in Folge zu verpassen.

Die 82:89-Pleite war verdient. Douglas Spradley ging nachher hart mit seinen Spielern ins Gericht. „Ich bin von der Leistung meiner Mannschaft maßlos enttäuscht“, sagte der Eisbären-Trainer, „alle Dinge, die wir in den letzten Wochen gut gemacht haben, waren heute nicht zu sehen.“ Der Statistikbogen mit der detaillierten Auflistung aller Daten glich einem Mängelbericht. Die Wurfquote: schwache 43 Prozent (MBC: 59 Prozent). Die Dreierquote: bescheidene 33 Prozent (MBC: 50 Prozent). Die Zahl der Assists: Magere zwölf Zuspiele mündeten bei den Eisbären in einem Korberfolg (MBC: 21).

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Kein Wunder, dass Gästetrainer Silvano Poropat bestens zufrieden war: „Wir haben die Eisbären über 40 Minuten kontrolliert.“ Der MBC, mit bis dahin lediglich drei Siegen ein Kandidat für den Abstiegskampf, harmonierte besser als Team. Djordje Pantelic (13 Punkte), der überragende Isländer Hördur Vilhjalmsson (17) und Timberlake (14) trafen konstant, und von der Bank kamen mit Philipp Heyden (12) und Steve Wachalski (14) zwei Spieler, die ebenfalls zuverlässig Punkte lieferten.

Bei den Eisbären dagegen mangelte es im Zusammenspiel und am Biss. Der zuletzt überragende Spielmacher Stanley Burrell überzeugte ebenso wenig wie Stefan Jackson und Jacob Burtschi aus der Startformation. Vor allem Center Scott Morrison (9 Rebounds) hatten es die Eisbären zu verdanken, dass sie nicht schon viel früher den Anschluss verloren. Unterm Strich blieb es ein enttäuschender Auftritt der Eisbären, über den Spradley sagte: „Die Jungs, die in meiner Kabine sitzen, waren zu keinem Zeitpunkt bereit, ihre Leistung abzurufen.“

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