Bremer Sportgala im GOP

Oliver Roggisch als Überraschungsgast

Der frühere Handball-Nationalspieler Oliver Roggisch hat die A-Jugend des HC Bremen mit dem Nachwuchsförderpreis ausgezeichnet. Und der Weltmeister von 2007 hatte noch eine Überraschung dabei.
13.03.2018, 23:24
Lesedauer: 2 Min
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Oliver Roggisch als Überraschungsgast
Von Frank Büter
Oliver Roggisch als Überraschungsgast

Überraschung: Weltmeister Oliver Roggisch, hier im Gespräch mit Moderator Jörg Wontorra, überreichte den Nachwuchsförderpreis an die Jugend-Handballer des HC Bremen.

Frank Thomas Koch

Ein Überraschungsgast als Motivationsspritze: Die A-Junioren der SG HC Bremen/Hastedt, die aktuell um den Wiederaufstieg in die Handball-Bundesliga kämpfen, sind im Rahmen der Sportgala mit dem Nachwuchsförderpreis im Bereich Mannschaft ausgezeichnet worden – und eben diesen Preis überreichte kein Geringerer als Oliver Roggisch, der Teammanager der deutschen Nationalmannschaft und sportliche Leiter des deutschen Meisters Rhein-Neckar Löwen. Roggisch hatte sich eigens am frühen Nachmittag ins Auto gesetzt und auf den Weg von Mannheim nach Bremen gemacht. „Ich kann inzwischen zwar nicht mehr jede Anfrage dieser Art annehmen, aber grundsätzlich mache ich das wirklich gerne“, sagte der Weltmeister von 2007. „Eine solche Ehrung ist eine schöne Sache – und ich finde es richtig gut, dass hier auch an den Nachwuchs gedacht wird.“

Sechs Jahre war die A-Jugend des HC Bremen in der Bundesliga vertreten und damit das Handball-Aushängeschild der Stadt. Nach dem Abstieg in der Vorsaison gilt es für das Team um Trainer Tim Schuilenberg nun, so schnell wie möglich ins Oberhaus zurückzukehren. Und an diesem Ziel wird mit großem Ehrgeiz und Engagement gearbeitet. Ende Mai wird es ernst, dann steht für den Oberliga-Spitzenreiter das erste von zwei Qualifikationsturnieren an. „Wir hoffen alle sehr, dass es klappt“, sagte Rückraumakteur Miro Schluroff, der – ganz sportlich – mit Sakko, Fliege und Turnschuhen die Bühne betreten hatte.

Oliver Roggisch, 205-facher Nationalspieler, trat bei dieser Ehrung indes nicht nur als Motivator auf. Der in 432 Bundesligaspielen erprobte Abwehrchef, der sich selbst mal den Spitznamen „The Rogg“ gegeben hat, hatte auch noch ein Geschenk dabei. Und zwar einen kompletten Trikotsatz nebst Sponsor für die kommende Saison. Eine Überraschung, die nicht nur das Team mit großem Beifall quittierte. „Es wäre sehr zu wünschen, dass diese Jungs ihren Weg gehen“, sagte Roggisch auch noch, ehe er sich bei jedem einzelnen Spieler mit Handschlag verabschiedete.

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An diesem Mittwoch wird sich Oliver Roggisch zeitig auf den Weg zurück nach Mannheim machen. „Die Nacht wird kurz“, sagte der 39-Jährige. „Das Zehn-Uhr-Training werde ich wohl nicht ganz schaffen, aber ich habe am Dienstag schon das Training versäumt.“ Und Roggisch, der nach Ende seiner Karriere bei den Löwen den nahtlosen Einstieg ins Berufsleben gefunden hat, legt nach wie vor großen Wert darauf, ganz nah bei der Mannschaft zu sein. „Mein Büro ist die Sporthalle“, sagt Roggisch. Am Training selbst nimmt der einstige Abwehrrecke aber nur noch unregelmäßig teil. „Meine Zeit ist vorbei, ich habe körperlich schon an Substanz verloren“, so der Sportliche Leiter. „Wenn ich doch mal mitmache, sorge ich schon für den einen oder anderen Lacher.“

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