Pferdesport in der Vahr 86 Starter beim Renntag in Bremen

Es soll ein Fest für die Familie werden, in jedem Fall wird es ein interessanter Tag für Pferdeliebhaber: An diesem Sonnabend gibt es wieder einen Renntag auf der Bremer Galopprennbahn. Mit guten Startern...
12.11.2021, 14:28
Lesedauer: 2 Min
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Von Marco Hoffmann

1325 Tage sind seit dem letzten Renntag in der Vahr vergangen – nun kommen an diesem Sonnabend 86 Pferde im Rahmen des Comeback-Renntags an den Ablauf. Der erste Start ist für 12 Uhr angesetzt, der letzte für 15.30 Uhr. Es gibt acht Rennen.

Da die Bremer Startmaschine vor zwei Jahren von der WFB nach Berlin-Hoppegarten verkauft wurde, musste sich der Bremer Rennverein die Maschine aus Hamburg leihen, was eine Starterbegrenzung auf zwölf Pferde pro Rennen zur Folge hatte. Wichtig für alle Besucher: Es gilt die 3G-Regelung (ein Testzentrum ist vor Ort), Tickets gibt es bei Ticket2Go online oder am Eingang (Preis 10 Euro, Kinder bis 14 Jahre frei).

„Wir sind vom Zuspruch der Aktiven überwältigt“, sagt Rennvereinspräsident Frank Lenk. Die meisten deutschen Spitzenjockeys reiten. Direkt zum Auftakt kann es durch Tuo Sogno den ersten Treffer des deutschen Champions Bauyrzhan Murzabayev geben, der an diesem Nachmittag siebenmal in den Sattel steigt. Es wäre der 105. Saisonsieg in Deutschland. Weitere gute Sieghancen hat die deutsche Nummer 1 im vierten Rennen, einem Bumperrace. Es laufen Hindernispferde ohne zu springen.

Lauberhorn Rocket muss sich vor allem mit der formstarken Feuerblume aus dem Stall von Pavel Vovcenko auseinandersetzen. Der aus Kasachstan stammende Jockey, der in der laufenden Saison auch neun Treffer im Ausland erzielte, ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Zeit vergeht. In der letzten vollständigen Bremer Saison 2017, seinem zweiten Jahr in Deutschland, ritt er drei Sieger auf niedrigem Niveau in der Vahr, danach setzte er zum Karrieresprung an.

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Insgesamt werden 23 Reiter vor Ort sein, fast die Hälfte gibt ihren Bremen-Einstand. Das sind die Nachwuchsreiter Gavin Ashton, Sarah Biessey, Janina Boysen, Sean Byrne, Robin Haedens, Amina Mathony, Mirko Sanna, Janine Schmidt, Shuichi Terachi und Leon Wolff, die derzeitige Nummer 3 der deutschen Statistik. Zu den alten Hasen gehören beispielsweise Jozef Bojko, Alexander Pietsch und Maxim Pecheur.

Auch fast alle deutschen Spitzentrainer haben Starter. Andreas Wöhler, der in Gütersloh einen der größten deutschen Rennställe führt, lässt es sich nicht nehmen, seine einstige Heimat zu unterstützen. Sarazena kann im zweiten Rennen für den Wöhler-Sieg sorgen, beim bisher einzigen Start war sie Vierte. Besser gefällt in diesem Sieglosen-Rennen allerdings die in Hannover von Janina Reese trainierte Clementine, ihrerseits Zweite beim Debüt. Der aktuelle Champion Henk Grewe stellt mit Uripolski den klaren Favoriten im Preis der Sparkasse Bremen, der über weite 2600 Meter führt.

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Insgesamt 25 in Bremen-Mahndorf trainierte Pferde nutzen die Chance auf ein Heimspiel, sechs sind es im dritten Rennen. Am besten gefällt hier Dark Forrest aus dem Stall von Jördis-Ina Meinecke. Das größte lokale Kontingent stellt Pavel Vovcenko mit elf Pferden. Seine realistischste Möglichkeit auf einen Sieg ist die erwähnte Feuerblume. Im mit 8000 Euro dotierten Highlight „RaceBets.de Bremen Comeback-Rennen“ ist Wirbelwind ein interessanter Außenseiter.

Die Veranstaltung endet mit dem Walther J. Jacobs Gedächtnisrennen. Der Mindesteinsatz in der nur hier möglichen Viererwette liegt bei 50 Cent, es werden garantiert 11.111 Euro ausgezahlt. Die zwei stärksten Pferde sind Parol und der noch sieglose Acturus. Die für den Galopp Club Bremen laufende Lovely Dream (Pavel Vovcenko) kann eher für eine Überraschung sorgen, als Lilo Leuchtkugel aus dem Mahndorfer Stall von Elfi Schnakenberg. Lenk hofft - trotz des  erneuten Zoffs im Vorfeld - auf 5000 Zuschauer sowie auf ein "fest für die ganze Familie" und sagt: „Wir sind gekommen, um zu bleiben. Wir veranstalten an diesem Wochenende nicht ein weiteres Mal einen letzten Renntag.“

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