Eishockey in Bremerhaven Pinguins erwarten gegen Hannover 3000 Fans

Bremerhaven. Nach sieben Siegen und vier Niederlagen sehen sich die Fischtown Pinguins auf gutem Weg - selbst wenn der gegenwärtig dritte Tabellenplatz nicht zu halten sein wird, glaubt Teammanager Alfred Prey. Wichtig sei das langfristige Konzept.
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Von Marcus Schuster

Bremerhaven. Nur einmal haben die Pinguins bislang in dieser Saison zu Hause verloren. Am vergangenen Sonntag entschieden sie ein hart umkämpftes Match gegen die Starbulls aus Rosenheim in der Verlängerung mit 4:3.

"Die Arbeit von Trainer Gunnar Leidborg trägt Früchte. Wir sind zufrieden", sagt Alfred Prey, "ja, sogar etwas überrascht vom bisherigen Verlauf der Saison. Unsere Neuverpflichtungen haben durchweg eingeschlagen." Der Tscheche Jan Kopecky sei ein Glücksgriff gewesen, "er macht unsere erste Reihe gefährlicher". Kopeckys Bilanz: Sechs Tore, acht Assists. Mit Andrei Telyukin aus Russland habe man die beste Überzahl der Liga hinbekommen - der Verteidiger spiele gefährliche Pässe, sechs Assists gehen auf sein Konto.

Unglücklich verlief die Saison bislang für Stürmer Carsten Gosdeck. Nachdem er sich gerade erst von einem Milzriss erholt und drei Spiele absolviert hatte, zog er sich unter mysteriösen Umständen auf dem Bremer Freimarkt eine Knieverletzung zu (ein Türsteher soll ihn eine Treppe hinuntergeschubst haben). Wohl bis Januar fällt Gosdeck aus, dann ist die Hauptrunde weitgehend gelaufen. "Wir sehen uns auf dem Markt um", sagt Alfred Prey mit Blick auf einen kurzfristigen Ersatz, "aber mit der uns eigenen Ruhe. Wir überstürzen nichts und verpflichten niemanden nur um des Verpflichtens willen." Ausfälle wie dieser seien auch eine Chance für jüngere Spieler, sich zu beweisen - wie den 20-jährigen Belgier Sam Verelst, der bislang in allen Matches der Saison zum Einsatz kam und bei zwei Toren assistierte.

Bremerhaven setze auf einen soliden Kader mit nur wenigen Stars - nicht notgedrungen, sondern aus Überzeugung: "Wir wollen langfristig eine Mannschaft mit Gesicht aufbauen", sagt Prey. Er ist zuversichtlich, glaubt aber, dass "wir am Saisonende nicht auf dem Platz stehen werden, den wir jetzt haben". Gegenwärtig ist dies Rang drei - auf demselben Platz beendeten die Pinguins die Hauptrunde der vergangenen Spielzeit, bevor sie in der ersten Runde der Play-offs rausflogen. Mit einem Spieler-Etat von 850000 Euro (Gesamtetat rund zwei Millionen Euro) bewegen sich die Pinguins im unteren Drittel der Liga, sagt Prey - in einer Zweiten Eishockey-Bundesliga, die sich wie der ganze Profibetrieb in Deutschland in den vergangenen Jahren nicht gerade durch Beständigkeit ausgezeichnet hat. Immer wieder mussten Vereine wegen finanzieller Schwierigkeiten die oberen Ligen verlassen.

In Bremerhaven hat man dagegen eine neue Eisarena hingestellt, in der die Pinguins seit März spielen. Der Zuschauerschnitt in dieser Saison liegt mit rund 2400 nur knapp unter den 2500, mit denen der Klub kalkuliert hatte. "Bei unseren ersten beiden Heimspielen hatten wir jeweils eine Außentemperatur von 25 Grad Celsius", sagt Teammanager Prey, "klar, dass da weniger Zuschauer kommen, das war noch keine richtige Eishockey-Zeit."

Außerdem seien Sonntagsspiele grundsätzlich schwächer besucht als Partien am Freitagabend. Gegen Rosenheim sahen trotz eines Sonntages schon 2800 Fans zu, beim nächsten Heimspiel kommenden Sonntag gegen Hannover wollen die Pinguins die 3000er-Marke knacken, was zuletzt im März in den Play-offs gegen die Dresdner Eislöwen gelang. Dorthin geht es für die Pinguine bereits morgen Abend, zum Auswärtsspiel.

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