Bremer Pferderennen starten

Saisonstart auf der Galopprennbahn: die Favoriten

Am Karfreitag ist Saisonauftakt: Acht Pferderennen gibt es ab 13 Uhr auf der Bremer Galopprennbahn in der Vahr, 75 Pferde nehmen insgesamt daran teil. Aber wer ist Favorit?
24.03.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Klaus-Jürgen Pfeffer
Saisonstart auf der Galopprennbahn: die Favoriten

Lob von höchster Stelle: Amor Rejaibi zeichnet für das Rennbahngeläuf in der Vahr verantwortlich, das von der Prüfungskommission des Galopp-Direktoriums in Köln mit der Note 1 bewertet wurde.

Frank Thomas Koch

Am Karfreitag ist Saisonauftakt: Acht Pferderennen gibt es ab 13 Uhr auf der Bremer Galopprennbahn in der Vahr, 75 Pferde nehmen insgesamt daran teil. Aber wer ist Favorit?

Die Saison auf der Bremer Galopprennbahn in der Vahr beginnt traditionell am Karfreitag. In acht Flachrennen kommen 75 Pferde an den Ablauf. Der Bremer Rennverein stellt Preisgelder in einer Gesamthöhe von 38.850 Euro bereit. Als Osterüberraschung werden zudem 1111 Schoko-Osterhasen am Infostand auf der Rennbahn verteilt. Das Programm beginnt um 13 Uhr. Der Start zum ersten Rennen erfolgt um 13.50 Uhr.

Die vom Galopp-Direktorium entsandte Prüfungskommission hat das Rennbahngeläuf mit der Note 1 bewertet und damit Inspektor Amor Rejaibi (49) hohes Lob gezollt. „Ich hoffe, dass Trainer, Besitzer und Jockeys mit dem Zustand des Geläufs zufrieden sind“, sagte der aus Tunesien stammende Rejaibi, der mit seinem Gehilfen Dennis Grobbe das gesamte Areal in einen Topzustand versetzt hat.

Shining Emerald ist Favorit

Mit Trainer Andreas Wöhler aus Gütersloh kommt ein alter Bekannter mit mehreren guten Pferden in die Vahr. Gleich im ersten Rennen, einer Altersgewichtprüfung über 1200 Meter, bietet Wöhler den mehrfachen Gruppensieger Shining Emerald auf, den er für Scheich Jaber Abdullah trainiert. Der fünfjährige Wallach hat die „Goldene Peitsche“ in Baden-Baden und die „Silberne Peitsche“ in München gewonnen. Im Sattel sitzt Stalljockey Eduardo Pedroza, den man derzeit „Mister 100 Prozent“ nennt, da er seine beiden Starts in der Saison 2016 gewonnen hat. Fachleute sind der Meinung, dass Shining Emerald in Bremen keinen seiner sechs Gegner zu fürchten braucht. „Shining Emerald zahlt am Toto wohl nicht über 12:10“, sagt auch Daniel Krüger, Experte für Vollblutzucht und Rennen und Vizepräsident des Bremer Rennvereins. Doch ein erfahrener Pferdewetter weiß auch, dass jedes Rennen erst einmal gewonnen werden muss.

Eddy Pedroza steigt fünfmal in den Rennsattel. Mit Stall O´Conners Fuchshengst Medici, der aus den USA zu Trainer Wöhler in Obhut kam, will der Panamese das über 2200 Meter führende „Acatenango Derby Trial“ für dreijährige Pferde gewinnen. Auf der Sandrennbahn in Neuss war er am 13. Februar auf 1500-Meter-Distanz schon leichter Sieger. Bergheim mit Jockeychampion Alex Pietsch, Lichtblick mit Daniele Porcu und der von Markus Klug vorbereitete Salasso mit Andreas Helfenbein könnten die Gegner des favorisierten Wöhler-Schützlings sein. Salasso gehört dem Stall Reckendorf aus Schwanewede, einer dreiköpfigen Besitzergemeinschaft, die seit Jahren im deutschen Galopprennsport erfolgreich mitmischt und mit dem von Sinndar stammenden Hengst das Galoppderby in Hamburg ansteuert.

Bultmanns Hoff-Rennen: Viererwette möglich

Im „Buchmacher Albers-Rennen“, einer Ausgleich-III-Prüfung über 2200 Meter mit 14 Startern und Viererwette, wird Pedroza die vierjährige Stute Wameera vom Galoppclub Allertal reiten. Trainer Pavel Vovcenko hofft, dass die nobel gezogene Adlerflug-Tochter nach mehreren Platzierungen bald einmal zum vollen Erfolg läuft. Dasselbe wünschen sich die Mitglieder des Galopp-Clubs Bremen für ihren Wallach Aitutaki. Mit Jockey Filip Minarik sollte Aitutaki bei passendem Rennverlauf an seine Form aus dem Vorjahr anknüpfen können. Favorit des Rennens ist der von Toni Potters trainierte Pleasantpathfinder mit Daniele Porcu. Aber auch die Pferde Winley, Donau und Silke Brüggemanns Wallach Sauber sind in dieser stark bestückten Prüfung noch nicht heraus.

Eine Viererwette, in der vier Pferde in der richtigen Reihenfolge des Einlaufs vorausgesagt werden müssen, wird auch im „Bultmanns Hoff-Rennen“ (Ausgleich IV – 2400 Meter) angeboten. Vielleicht kann die Stute Puna aus dem Stall von Trainer Günter Lentz hier endlich einen Sieg erringen. Doch es wird sehr schwer, denn Mombasa, Ismay, Addexa und Quantum of Solace kommen mit guten Empfehlungen an den Ablauf. Für das achte Rennen, ein Bumper-Rennen für Hindernispferde auf der Flachrennbahn, hat der Bremer Rennverein neun Teilnehmer motivieren können. Akiyana gehört Rene Kück aus Lilienthal. Die Stute geht unter Eddy Pedroza sicher nicht chancenlos ins 2600-Meter-Rennen.

Voraussagen

1. Rennen: Shining Emerald - Beau Reve - Flavio forte

2. Rennen: Thorpe Bay - Goldbraid - Amparo

3. Rennen: Dark Fighter - Arkia - Myrtille

4. Rennen: Ismay - Mombasa - Puna - Addexa

5. Rennen: Medici - Berghain - Salasso

6. Rennen: Pleasantpathfinder - Wameera - Aitutaki - Winley

7. Rennen: My Mate - Halona - Hong Kong Phooey

8. Rennen: Akiyana - Lincoln County - Dabadiyan

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