Fußball-Landesliga Bremen SC Weyhe: Nicht nur Aufsteiger, sondern auch Meister

Weyhe. 'Deutscher Meister wird nur der SCW', schallte es laut aus der Kabine des SC Weyhe. Nach dem 3:0 (2:0)-Heimerfolg über die SG Marßel können sich die SCW-Kicker zumindest 'Meister der Fußball-Landesliga Bremen 2010' nennen.
31.05.2010, 05:22
Lesedauer: 2 Min
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Von Dino Bernabeo

Weyhe. 'Deutscher Meister wird nur der SCW', schallte es laut aus der Kabine des SC Weyhe. Nach dem 3:0 (2:0)-Heimerfolg über die SG Marßel können sich die SCW-Kicker zumindest 'Meister der Fußball-Landesliga Bremen 2010' nennen. Bedanken dürfen sie sich beim FC Union 60, der den Spitzenreiter 1. FC Burg mit 2:1 bezwang und den FCB am letzten Spieltag vom Thron stieß.

'Unser Ziel war die ganze Zeit die Meisterschaft, und das haben wir noch geschafft', freute sich SCW-Coach Stephan Joho. Bitter für die Nordbremer Gäste, die nach dem Abpfiff mit hängenden Köpfen im Regen standen: Sie rutschten im letzten Moment auf einen Abstiegsplatz und müssen im nächsten Jahr in der Bezirksliga antreten.

Der künftige Bremen-Ligist startete sehr nervös ins letzte Saisonspiel. 'Ich habe schon in der Kabine gemerkt, dass die Jungs so nervös wie noch nie waren', hatte Joho vor der Partie beobachtet. Und so dauerte es knapp zehn Minuten, bis die Hausherren zu ihrer ersten Tormöglichkeit kamen: Ein Schuss von Mazlum Demirci landete nur am Außennetz (9.). Zwei Minuten später wurde es schon knapper, als SGM- Kapitän Sascha Köhler auf der Linie einen Schuss von SCW-Kapitän Daniel Engelhardt rettete (11.).

Mit dem 1:0 durch Rustam Arify verschwand dann aber die Verkrampfung im Spiel der Grünen: Gerrit Privenau setzte sich im Gästestrafraum gegen zwei Mitspieler durch, sein Schuss landete allerdings nur am Pfosten. Den Abpraller versenkte Arify (23.). 'Nach dem ersten Tor war ich mir ziemlich sicher, dass wir das Spiel gewinnen werden', erzählte Stephan Joho.

Erst nervös, dann erfolgreich

Seine Elf agierte in der Folge mit dem Selbstvertrauen einer Spitzenmannschaft und übte starken Druck auf die arg verunsicherten Marßeler aus. Noch vor der Pause fiel das 2:0: Phil Maaß setzte sich auf der rechten Seite durch und bediente den freistehenden Gerrit Privenau, der keine Probleme hatte, das Tor zu machen (43.). Beinahe hätte es vor der Pause noch einen weiteren Treffer gegeben, aber erneut rettete Sascha Köhler auf der Linie.

Nach der Pause krönte Gerrit Privenau mit dem 3:0 seine klasse Leistung am gestrigen Tag und in der gesamten Saison (54.). Nach einem Dribbling erzielte der 21-Jährige sein 27. Saisontor - zweitbester Wert der Liga. Den Gästen muss man zugute halten, dass sie sich nach dem dritten Gegentreffer nicht haben hängen lassen , sondern weiter kämpften. 'Wir haben uns gut geschlagen und sind bestimmt nicht heute abgestiegen', sagte ein dennoch enttäuschter SGM-Coach Torsten Plikat. Die Hausherren spielten die Partie locker herunter und waren in der Defensive nicht zu überwinden. Kein Wunder: Der SC Weyhe stellt mit nur 24 Gegentoren die mit Abstand beste Defensive der Liga.

'Es ist eine blöde Phrase, aber die Defensive gewinnt Meisterschaften', war Stephan Joho stolz auf sein Team. Auch Daniel Engelhardt war mächtig stolz auf seine Mitspieler: 'Die Mannschaft agiert sehr geschlossen, die Stimmung ist super.' Der Kapitän war erneut ein Vorbild für Kampfgeist und Laufbereitschaft, obwohl er am Vortag dreizehn Stunden gearbeitet hatte. 'Ich hätte gerne am Ende noch ein Tor gemacht, aber die Beine wollten nicht mehr', sagte der Kapitän. In dem Moment schlich sich ein Teamkollege von hinten an und schüttete ihm einen halben Liter Weißbier über die Glatze. Meisterfeier halt.

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