Nach Schlägerei bei Fußballspiel

TSV Lesum-Burgdamm schmeißt die Straftäter raus

Der Vorstand des TSV Lesum-Burgdamm hat auf die Vorkommnisse beim Fußballspiel der zweiten Herrenmannschaft in Buntentor reagiert und die vier straffällig gewordenen Spieler aus dem Verein geworfen.
09.09.2020, 18:54
Lesedauer: 1 Min
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TSV Lesum-Burgdamm schmeißt die Straftäter raus
Von Frank Büter
TSV Lesum-Burgdamm schmeißt die Straftäter raus

Der TSV Lesum-Burgdamm hat den vier straffällig gewordenen Spielern die "rote Karte" gezeigt und sie aus dem Verein geworden. (Symbolbild).

Patrick Seeger/dpa

Der Spielabbruch mit Polizeieinsatz und mehreren Anzeigen wegen schwerer Körperverletzung beim Kreisklassenspiel des ATS Buntentor IV gegen den TSV Lesum-Burgdamm II wird demnächst das Sportgericht des Bremer Fußballverbandes (BFV) beschäftigen. „Wir warten jetzt erst einmal den Sonderbericht des Schiedsrichters und die Stellungnahmen der beiden Mannschaften ab“, erklärt Verbandssprecher Oliver Baumgart. „Das kann noch eine Weile dauern.“

Die Vorfälle vom vergangenen Sonntag beschäftigen aber auch die involvierten Mannschaften und Vereine. In einem Schreiben an die Redaktion des WESER-KURIER hat der Hauptvorstand des TSV Lesum-Burgdamm jetzt zu den Vorfällen Stellung genommen. „Wir sind entsetzt und distanzieren uns von Gewalttaten jeglicher Art“, heißt es in der Vereinsmitteilung. Man entschuldige sich bei der gegnerischen Mannschaft und vor allem bei dem verletzten Buntentorer Spieler.

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Am Dienstag hatte sich der erweiterte Lesumer Vorstand zu einer Beratung getroffen und von Vereinsseite her erste Strafmaßnahmen in die Wege geleitet. Die vier von der Polizei vorläufig verhafteten und später freigelassenen Spieler wurden für den Spielbetrieb gesperrt und fristlos aus dem Verein geworfen. Darüber hinaus wurde beschlossen, die zweite Herrenmannschaft mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb zurückzuziehen. Dies sei dem Bremer Fußballverband bereits so mitgeteilt worden, heißt es.

„Das ist auf jeden Fall die richtige Entscheidung“, sagt Buntentors Vereinsboss Jürgen Maly. „Nur so können Debatten vermieden werden, ob man gegen diese Mannschaft überhaupt antreten möchte. Man will ja ohne Angst und unbefangen Fußball spielen.“

Die Buntentorer Mannschaft hat derweil gemeinsam mit Trainer und Betreuer die Geschehnisse, die auch in einem Video dokumentiert sind, als Stellungnahme an den Fußballverband in einem dreiseitigen Schreiben festgehalten. Darin sind auch die Verletzungen genannt, die ihr am Boden liegender Teamkamerad durch diverse Tritte gegen den Kopf und den Körper erlitten hat. Der Spieler habe dabei mehrere Prellungen und Hämatome davongetragen, zudem musste eine Platzwunde unter der rechten Augenbraue im Krankenhaus mit drei Stichen genäht werden.

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