Umkleidekabinen erst später geöffnet Schlüsselprobleme vor Turnierbeginn

Bremen. Es riecht wieder nach leckerem Gesottenem und Gebratenem.
06.07.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus-Peter Berg

Bremen. Es riecht wieder nach leckerem Gesottenem und Gebratenem. Aus einer Musikanlage dröhnen afrikanische Klänge. Es ist wieder African-Football-Zeit – das ist unverkennbar für alle, die sich nicht nur einmal bei dieser Veranstaltung einfinden. Sicherlich: Es ist DAS Ereignis der Community, den zahlreichen aus Afrika kommenden Menschen, die in Bremen und umzu leben. Aber es kommen auch immer mehr Bremer, die sich an dem bunten Treiben erfreuen.

Wo es nun besser und schöner ist, hier auf dem Peterswerder am Kuhhirten auf der Anlage des ATS Buntentor oder in der Pauliner Marsch bei Union 60 – da gehen die Meinungen auseinander. Hier auf dem Peterswerder ist die Anlage weitläufiger, in der Pauliner Marsch etwas enger und damit familiärer, hieß es. Nun, nur noch einmal wird hier gespielt, danach geht es wieder auf die angestammte Anlage. Vielleicht, so hoffen die Organisatoren, kann das Finale der 12. African Football-Cups ja auch im Stadion auf Platz 11 ausgetragen werden. Entsprechend positive Signale habe man inzwischen erhalten, hieß es.

Ganz ohne Probleme ging es dann auch nicht ab. Als sich die Mannschaften und die Schiedsrichter in den Umkleidekabinen im Lidice-Haus umkleiden wollten, passten die Schlüssel nicht. „Ich glaube, die haben die Schlösser ausgetauscht, um uns zu ärgern“, meinten einige. „Ich glaube, die haben nur die Schlüssel vertauscht“, meinte dazu Tala Awolola beschwichtigend. Problematisch war auch die Schiedsrichterfrage. Zunächst hatte der Bremer Fußball-Verband – so Tala Awolola – signalisiert, drei Dreierteams offiziell zu entsenden. Davon war kurz vor dem Turnier dann doch nicht mehr die Rede. „Wir wurden erst ein paar Tage zuvor persönlich angefragt, ob wir wieder pfeifen wollen“, meinte Schiedsrichter Tuncai Kurth. „Weil es kein offizielles Turnier des Verbandes ist, sondern eine private Veranstaltung, kann der Verband wohl keine Schiedsrichter beauftragen.“ Immerhin: Es waren dennoch sieben Referees vor Ort, die die acht Spiele des ersten Turniertages leiteten.

Erfreut war Organisator Tala Awolola über die Gäste vom Immigrationsamt, Silke Harth und Virginie Kamche. Harth ist Immigrations- und Integrationsbeauftragte. Mit ihr dabei Virginie Kamche, Fachpromotorin für Migration, Diaspora und Entwicklung. „Wenn immer es Probleme gibt, versuchen wir, sie zu lösen“, sagt Silke Harth zu ihrer Aufgabe. Sie sieht sich als Ombuds-Frau für Migranten und Flüchtlinge, deren Betreuung ihr am Herzen liegt. „Und dabei hilft uns der Pan-Afrikanische Kulturverein ungemein.“

Ergebnisse des 1. Spieltages: Gruppe 1 Ghana – Nigeria 0:0, Burkina-Faso – Elfenbeinküste 1:1 Gruppe 2 Gambia – Guinea Conakry 3:0, Somalia – Togo 2:2 Gruppe 3 Guinea Bissau – Liberia 2:1, Senegal – Kongo 3:3 Gruppe 4 Mali – Kamerun 3:0, Eritrea – Republik du Benin 0:3 Spiele am Sonntag, 9. Juli (Kuhhirten): Nigeria – Burkina-Faso, Guinea Conakry – Somalia (beide 11.30 Uhr), Liberia – Senegal, Kamerun – Eritrea (beide 13 Uhr), Elfenbeinküste – Ghana, Togo – Gambia (beide 14.30 Uhr), Republik du Kongo – Guinea Bissau, Republik du Benin – Mali (beide 16 Uhr)
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