Bremer Karate-Meisterschaften Schmidt sichert sich zwei Medaillen

Bremen. Als einer von wenigen ist Richard Schmidt bei den Bremer Karate-Meisterschaften als Doppelstarter bei den Bremer Meisterschaften angetreten. Am Ende stehen für den Sportler vom Bremer Karateverein Skip zwei Medaillen zu Buche.
08.03.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Cord Sauer

Bremen. Es beginnt mit der ältesten Trainingsform im Karate, der Kata. Unter den vielen Startern ist auch Richard Schmidt vom Bremer Karateverein Skip. Als einer von wenigen tritt er als Doppelstarter bei den Bremer Meisterschaften an und zeigt nicht nur die festgelegten Bewegungsabläufe (Kata), sondern stellt sich auch dem freien Kampf (Kumite).

"Ich habe mit fünf Jahren mit Karate angefangen und fahre seitdem zweigleisig", sagt Schmidt. Seit 2001 gehört der angehende Polizeikommissar dem Landeskader an. Er will nun seine Ambitionen erneut untermauern. Der Doppelstart ist für ihn ganz normal: "Ich trete in beiden Disziplinen an, weil ich finde, dass es zum Karate einfach dazugehört. Viele können nur eine Disziplin, weil sie sich früh darauf spezialisieren."

Schmidt kann beides und doch ist Kata sein Steckenpferd, was er schnell unter Beweis stellt. In seinem ersten Kampf heißt sein Gegner gleich Daniel Steffen, Europacupsieger vom OSC Bremerhaven. Doch Steffen erwischt einen schlechten Tag, muss sich nach drei Minuten mit 1:4 geschlagen geben. Für Schmidt ein großer Erfolg, zumal der Sieg ihm schon die Finalteilnahme sichert. Dass der Weg dorthin ein so kurzer ist, hat einen simplen Grund, wie Horst Kaireit vom Bremer Karate-Verband (BKV) erklärt: "Das ist das Schicksal der kleinen Verbände. Wir hatten viele krankheitsbedingte Ausfälle, die machen sich bei Meisterschaften schnell bemerkbar." BKV-Präsident Reiner Zimbalski wirft das Mecklenburg-Vorpommern-Modell ein: "Dort wird seit Jahren die Landesmeisterschaft für alle anderen Verbände geöffnet, um das Niveau zu heben. Das kann auch für uns interessant sein, vielleicht gibt es bald die Bremen Open."

Schmidt steht sicher im Kata-Finale, das der Spannung wegen jedoch erst nach den Kumite-Kämpfen ausgetragen wird. Der Bremer Karateka bekommt keine Verschnaufpause, die nächste Disziplin ruft. Gegen Daniel Schulze (SAV Karate) gewinnt Richard Schmidt vorzeitig mit 10:2, beeindruckt mit zwei Halbkreisfußtritten, sogenannten Mawashi-geri. Diese Fußstöße zum Kopf sind schwer zu erzielen und bringen die Höchstwertung von drei Punkten ein. Schmidt macht gleich zwei davon.

Es folgt das Halbfinale, wo der Gegner übermächtig scheint: Andreas Bachmann (Nippon) aus der Karate-Hochburg Bremerhaven. Bachmann, der im B-Kader des deutschen Nationalkaders steht, lässt Schmidt keine Chance: Nach drei Minuten besiegeln eine Fausttechnik und je eine Fußtechnik zum Kopf und Körper das vorzeitige Ende (0:6) für Richard Schmidt. Was bleibt, ist die Aussicht auf Bronze. Im Kampf um Platz drei geht es gegen Waldemar Müller (SG Findorff). Schmidt behält die Oberhand und siegt vorzeitig mit 8:0 - Bronze in der Leistungsklasse. Gold geht an Andreas Bachmann, der im Finale seinen Vereinskollegen Artur Schoch besiegt.

Das Kata-Finale steht an, für Schmidt der letzte Kampf des Tages. Gold oder Silber? Es reicht nur zum zweiten Platz für Richard Schmidt, sein Konkurrent und Vereinskollege Eduard Esau (Skip) holt das begehrte Gold. "Mit den zwei Medaillen bin ich sehr zufrieden. Doppelt hält eben besser", freut sich Schmidt. Lob gibt es von seinem Kata-Landestrainer Kai Hoerder: "Er ist von klein auf mein Schüler und seitdem überall gestartet, wo es nur ging. Macht er so weiter, ist die WM 2014 in Bremen ein greifbares Ziel." Die Karate-Weltmeisterschaft im eigenen Wohnzimmer bleibt noch ein Traum für Richard Schmidt. Aber bis der deutsche Kata-Bundestrainer Efthimios Karamitsos sein endgültiges Aufgebot bekannt gibt, werden noch viele Mawashi-geris ausgeteilt.

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