'Run for Help' mit Carolin Nytra und Jonna Tilgner Schnelle Nytra glänzt mit 12,91

Bremen. Der 8. Auflage des Bremer "Run for Help" drückte Carolin Nytra ihren Stempel auf. Die 12,91 Sekunden im Vorlauf der 100 Meter Hürden bedeuteten nicht nur einen tollen Saisoneinstieg - die Zeit liegt auch unter der vom DLV geforderten Norm für die EM.
29.05.2010, 21:53
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Bremen. Wenn der Run for Help auf Platz 11 über die Bühne geht, ist Caro Trumpf: Auch der 8. Auflage des Bremer Leichtathletik-Meetings drückte Carolin Nytra mit starken Leistungen ihren Stempel auf. Die 12,91 Sekunden im Vorlauf der 100 Meter Hürden bedeuteten nicht nur einen tollen Saisoneinstieg - die Zeit liegt auch unter der vom DLV geforderten Norm für die Eurpameisterschaften in Barcelona. Allerdings gilt zählt sie vorerst nicht, da dass Run-For-Help-Sportfest nicht zu den so genannten 'German Meetings' gehört. Nytras Auftritt ließ jedoch wenig Zweifel, dass sie sich für Barcelona qualifizieren wird in den nächsten Wochen.

Ihr Trainer hatte es vorher gewusst. 'In Bremen bietet sie immer super Leistungen', war sich Jens Ellrott sicher gewesen. Er konnte am Ende gut verkraften, dass Nytra im Endlauf angesichts des starken Gegenwindes nicht mehr über 13,01 Sek. hinaus kam. Die europäische Jahresbestleistung (12,87 Sek.) verpasste sie damit, die nationale Konkurrenz in Person von Nadine Hildebrand hatte sie deutlich distanziert. Die Athletin von Salamander Kornwestheim war in 13,43 und 13,29 Sek. zwei Mal deutlich hinter Nytra geblieben.

Deutlich hinter den eigenen Erwartungen blieb dagegen deren Vereinskollegin Jonna Tilgner. Der Rhythmus war im Gegensatz zum mäßigen Saisonauftakt in Rehlingen diesmal zwar da. Aber die angestrebte Zeit über die 400 Meter Hürden erreichte sie nicht, sie lief (57,79 Sek.) sogar noch ein wenig langsamer als vor einer Woche (57,32 Sek.). Ratlosigkeit war Trumpf.

Eine Trainingsumstellung hatte zwar einen positiven Effekt auf die mentale Verfassung der Athletin. Noch fehlt es aber an der erfolgreichen Umsetzung. 'Ich fühle mich schnell, dass es so schlecht ist, habe ich nicht gedacht', meinte Tilgner und lächelte. Eine ordentliche Portion Lockerheit soll ihr nun helfen bei den anstehenden Aufgaben. Am Mittwoch kämpft sie in Baunatal um die Qualifikation zur Team-EM über die 400 Meter Hürden, am Sonntag steht das Ausscheidungsrennen über die 400 Meter in Regensburg an. 'Ich bin schon so lange dabei und habe viel mitgemacht', so Jonna Tilgner gelassen.

Ihr Trainer ist derweil 'froh, dass sie locker damit umgeht.' Aber Jens Ellrott findet auch, dass man sich 'schon fragen muss, warum es nicht so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben.' Seine persönliche Meinung: 'Sobald der Startschuss fällt, ist sie etwas verkrampft.' Am Ende, gab Ellrott noch zu bedenken, könne es aber auch ausschließlich am Wind gelegen haben - den hatte Jonna Tilgner nach ordentlichen Zwischenzeiten auf der Zielgeraden tatsächlich von vorn.

Ganz ohne eine Beeinträchtigung durfte Kabelo Kgosiemang neben Carolin Nytra für das zweite Highlight der Veranstaltung sorgen: Mit 2,22 Metern dominierte der Hochspringer aus Botswana seinen Wettbewerb und sorgte für einen von insgesamt sechs Meetingrekorden. Gar einen Weltrekord trug Werders 4x200 Meterstaffel im Rückwärtslaufen bei. Im dritten Anlauf gelang es gestern endlich eine weltweite Bestmarke in dieser exotischen Sportart aufzustellen. In 2:29 Min. lagen die Bremer sogar deutlich unter dem alten Rekord (2:40 Min.). Mit 3000 Euro konnte Run for Help am Ende für 4 neue Shelterboxen sorgen.

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