Regionalliga-Relegation Schwachhauser Fußball-Damen nach 0:4 fast chancenlos

Nach der 0:4-Niederlage gegen den FC St. Pauli sind die Chancen der Schwachhauserinnen auf den Sprung in die vierte Liga auf ein Minimum geschrumpft.
06.06.2016, 00:00
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Bremen. Nantke Penner hatte einen arbeitsreichen Tag hinter sich. „Das war schon anstrengend“, meinte die Torhüterin des TuS Schwachhausen nach dem Start in die Regionalliga-Relegation. Sie hielt, was zu halten war, konnte die klare 0:4 (0:3)-Niederlage gegen den FC St. Pauli aber auch nicht verhindern. Die Chancen der TuS-Fußballerinnen auf den Sprung in die vierte Liga schrumpften damit auf ein Minimum. Dass der Gegner am Sonntag die deutlich reifere Leistung gezeigt hatte, bestritt allerdings niemand. „Sie haben eine richtig gute Mannschaft, waren handlungsschneller und auch nicht so angespannt wie wir“, fasste Nantke Penner die 90 Minuten nach dem Abpfiff zusammen.

Dabei hatte sich durchaus etwas getan im Verlauf dieser Partie. Denn nach dem Wechsel war der TuS Schwachhausen zu ein paar richtig guten Szenen vor dem Hamburger Tor gekommen. Er hatte in den zweiten
45 Minuten eben deutlich mehr Offensivgeist entwickelt. „Da haben wir gespielt, was über 90 Minuten nötig wäre, um eine Chance zu haben gegen Mannschaften wie
St. Pauli“, meinte Benjamin Eta. Der Trainer räumte allerdings auch ein, dass der Gegner angesichts der deutlichen Führung nicht mehr ganz so aktiv aufgetreten war wie vor der Pause.

Im ersten Durchgang hatten die Hamburgerinnen dagegen den Grundstein gelegt und eigentlich nie einen Zweifel am Erfolg aufkommen lassen. Dass es fast eine halbe Stunde dauern sollte, ehe der Gast in Führung ging, verdankte der TuS Schwachhausen einer engagierten Abwehrleistung und den Paraden von Nantke Penner. Beim 1:0 unterstrich der Favorit dann aber, dass er nicht nur spielerische Vorteile besitzt, sondern auch noch cleverer ist als die Bremerinnen. Denn während Schwachhausen vor der Ausführung eines Freistoßes auf einen Pfiff der Unparteiischen wartete, schoss Nina Philipp aus 25 Metern einfach ins Tor. Es geht etwas schneller zu auf diesem Niveau, und freigeben muss eine Spielleiterin den Ball nur, wenn sie dies vorher angekündigt.

„Eigentlich hat St. Pauli nicht ein herausgespieltes Tor erzielt, sondern nur von unseren Fehlern profitiert“, fand Benjamin Eta. Ein überlegter Schlenzer von Philipp hatte gleich nach der Hamburger Führung die Ansprüche des Gastes untermauert. Der FC St. Pauli – am Sonntag unterstützt von rund 250 der insgesamt 400 Zuschauer – darf nun als großer Favorit auf den Aufstieg gelten. Es sei denn, der TuS Schwachhausen kassiert bei TuRa Meldorf im zweiten Relegationsspiel am Sonntag (15 Uhr) eine noch höhere Niederlage. Das wollen Penner und sein Fußballerinnen allerdings um jeden Preis verhindern.

TuS Schwachhausen: Penner – Dzida, Schmuck, Steeneck, Zühlsdorf (59. Meinke), Höpoltseder, Glinsmann, Meggers (33. Inan), Fröhlich, Ahmad (68. Nietfeld), Wege

Tore: 0:1 Philipp (27.), 0:2 Philipp (28.), 0:3 Miotke (44.), 0:4 Philipp (53.).

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