Serie Familiensache „Ich bin ein empathischer Mensch und lebe für das soziale Engagement“

Helga Tews spricht über die Faszination Badminton, ihre Beziehung zum SVGO Bremen und die Bedeutung des Ehrenamtes für kleinere Vereine.
06.05.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Markwort

Frau Tews, Seit Beginn der 1980er-Jahre sind Sie im Badminton aktiv. Wie kam es dazu und was macht die Faszination für Sie aus?

Helga Tews: Ich habe 1982 beim GTV Bremerhaven mit Badminton angefangen und später beim SC Sparta Bremerhaven gespielt. Der Sport gefällt mir, weil er den ganzen Körper fordert und weil Männer und Frauen jeden Alters gemeinsam in einer Mannschaft spielen können. Das gibt es nur in wenigen Sportarten und ist etwas ganz Besonderes.

Sie waren nicht nur als Spielerin aktiv, sondern auch als Funktionärin. Was hat Sie an dem Ehrenamt gereizt?

Ich bin ein empathischer Mensch und lebe für das soziale Engagement. Es gibt mir sehr viel, zu sehen, dass ich Menschen glücklich machen kann und sie es mir mit leuchtenden Augen danken. Das kann man mit Geld gar nicht aufwiegen, da geht mir einfach das Herz auf, und dieser Dank motiviert mich immer wieder aufs Neue.

Sie sind in Bremerhaven geboren und aufgewachsen – welche Bedeutung hat die SVGO für Sie?

Der Verein ist meine zweite Familie. Mein Mann, unsere Kinder und Enkelkinder sind hier groß geworden, und wir haben hier sehr viele Freunde. Auch deshalb engagiere ich mich hier gerne. Außerdem sind Menschen, die sich ehrenamtlich betätigen, besonders für kleinere Vereine sehr wichtig.

In welchen Funktionen waren Sie denn tätig?

Zunächst war ich knapp zehn Jahre Abteilungsleiterin in Bremerhaven und habe zahlreiche Turniere organisiert und veranstaltet. Bei der SVGO war ich später drei Jahre lang Abteilungsleiterin und habe 2011 mit meinen Ehemann Klaus schließlich die Oldie-Liga ins Leben gerufen, um auch den älteren Badmintonspielerinnen und -spielern, zu welchen wir ja auch inzwischen gehören, eine Zukunft zu bieten.

Was unterscheidet diese Liga von anderen Ligen?

In dieser Liga stehen Spaß und Geselligkeit an erster Stelle. Mein Ehemann und ich haben für diese Tätigkeit im Bremer Badminton 2014 vom Verband sogar die Ehrennadel in Silber verliehen bekommen. Für unsere ganze Familie gibt es eigentlich nur wenig Schöneres als das Vereinsleben. Das leben wir unseren Kindern und Enkelkindern vor, die ebenfalls Mitglied bei der SVGO sind – und die eines Tages vielleicht in unsere Fußstapfen treten werden. Das sollen sie aber selbst entscheiden, da machen wir keinen Druck.

Das Gespräch führte Christian Markwort.

Info

Zur Person

Helga Tews (69) ist gelernte Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA) und im Ruhestand. Zum Badminton kam sie 1982 in Bremerhaven, wo sie auch ihren Ehemann kennenlernte.

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