A-Jugend-Handball SG HC Bremen/Hastedt entgeht Nordgruppe

Der Tabellensechste der vergangenen Spielzeit entgeht erneut der heißen Nordgruppe, in der Größen wie die Füchse Berlin, SC Magdeburg, THW Kiel, SG Flensburg-Handewitt oder auch die TSV Hannover-Burgdorf an den Start gehen.
26.06.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Olaf Kowalzik

Ralf Frickes Mundwinkel gingen bei der Bekanntgabe der Staffeleinteilung der A-Jugend-Bundesliga leicht nach oben. Etliche Szenarien hatte der Handball-Manager der SG HC Bremen/Hastedt bei der geografischen Neueinteilung der vier Bundesliga-Staffeln durchgespielt – und einige der möglichen Konstellationen versprachen seinem Team zwar namhafte Gegner, wären aber auch sportlich äußerst schwierig geworden. Nun steht fest: Der Tabellensechste der vergangenen Spielzeit entgeht erneut der heißen Nordgruppe, in der Größen wie die Füchse Berlin, SC Magdeburg, THW Kiel, SG Flensburg-Handewitt oder auch die TSV Hannover-Burgdorf an den Start gehen.

Die Bremer richten sich in ihrem fünften Bundesligajahr wieder nach Westen aus. Am 12. September starten sie nicht nur mit einem Heimspiel gegen den VfL Gummersbach in die Saison, sondern beschließen die Serie am 9. April des kommenden Jahres gegen die JSG NSM-Nettelstedt ebenfalls in eigener Halle. Also gleich dreifaches Glück bei der Spielplangestaltung gehabt? „Das Heimspiel gegen Gummersbach entsprach direkt meinem Wunsch“, sagt Ralf Fricke, „auch dass wir zuletzt zu Hause antreten dürfen, ist natürlich schön.“

Christian Maaßen, der Trainer, traut dem Braten allerdings nicht so ganz. „Klar, auf den ersten Blick wirkt die West-Staffel leichter als der Norden mit seinen großen Traditionsvereinen“, sagt er. Er habe jedoch wieder die ersten fünf Teams seiner Staffel (Minden, Lemgo, Essen, Dormagen, Bergischer HC) bekommen – plus Gummersbach und Nettelstedt. „Da wir gegen die Top Vier der vergangenen Saison so gut wie keine Chance hatten, dürfen wir uns vor allem gegen die Neuen kaum Punktverluste erlauben“, sagt Maaßen. Er erwartet einen heißen Kampf unter den ersten acht Mannschaften.

Dazukommen dann noch Teams wie ART Düsseldorf, MSG Melsungen/Körle/Guxhagen, TuS Ferndorf und HVE Villigst-Ergste als teilweise unbekannte Größen. Die Hälfte der Liga muss die SG HC Bremen/Hastedt dabei hinter sich lassen, um sich den sechsten Rang und damit auch den direkten Klassenerhalt zu sichern. „Leicht wird das auch nicht“, stellt Ralf Fricke klar.

Passend dazu erhöhen sich gegenüber der vergangenen Saison auch die Fahrkilometer um rund 500 auf 2684 Kilometer die einfache Tour. Nicht zuletzt deshalb, weil der lokale Konkurrent HSG Schwanewede/Neuenkirchen den Matchball in der Aufstiegsrunde verpasst hat und nun in der Oberliga-Vorrunde an den Start gehen muss. „Für den Bremer Sport ist das natürlich sehr schade“, urteilt Fricke, der sich in den Derbys auch über eine proppenvolle Halle gefreut hätte.

Zum Ausgleich hat sich „Schwäne“-Allrounder Gabriel Schupp der SG HC Bremen/Hastedt angeschlossen – mit Kreisläufer Morten Prigge (Hollenstedt), Linksaußen Klaus Fuhrmann (Scheeßel) und Linkshänder Leon Linngroen (Wilhelmshaven) allesamt Spieler des jüngeren Jahrgangs. Dazu rücken mit Talenten wie Nils Goepel oder auch Ole Fietze ausschließlich Eigengewächse nach, die den derzeitigen Kader auf 20 Spieler schrauben. Etwa 18 sollen es dann in der Saison sein.

Lediglich Schlussmann Florian Bartsch, Lasse Till, Niklas Bachmann, Tom Wiedenmann, Luke Pehling und Max Laube sind aus dem alten Jahrgang geblieben. Linkshänder Niklas Bachmann hat hierbei seine schwere Schulterverletzung nach einer knapp halbjährigen Spielpause völlig auskuriert und ist wieder fit. Tom Wiedenmann, der wegen einer Patellasehnenverletzung fehlt, muss dagegen im Rückraum noch einige Zeit pausieren.

Simon Seebeck, mit 150 Toren einer der Topwerfer des Teams, hat sich dagegen direkt nach der Abschlussfahrt der Mannschaft nach Mallorca für einen Wechsel zum THW Kiel entschieden. „Diese Art des Abschieds ist alles andere als glücklich verlaufen“, findet Ralf Fricke. Aber: Dafür blüht nun Nils Goepel im Rückraum deutlich auf.

Er zählt wie der Großteil des Teams zum jüngeren Jahrgang. Trainer Christian Maaßen sieht im 98er-Jahrgang ein großes Potenzial – dafür braucht seine sehr junge Mannschaft nun aber auch mehr Zeit, um sich an die gestiegenen Anforderungen zu gewöhnen. Daher hat die SG HC Bremen/Hastedt seit dem 5. Mai auch schon rund 30 Trainingseinheiten hinter sich gebracht. Vier Wochen bleiben dem Team nun noch bis zu den Sommerferien, danach wird drei Wochen mit gebremster Intensität trainiert, bevor die letzte Phase der Saisonvorbereitung steigt.

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