Leichtathletik-Landesmeisterschaften

Staffel sprintet in eine neue Liga

Die 4x100-Meter-Frauen-Staffel der SG Marßel hat bei den Leichtathletik-Landesmeisterschaften in Hannover einen großartigen fünften Platz erobert.
17.09.2020, 06:35
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann
Staffel sprintet in eine neue Liga

Zeigen mit Startnummern ihre Laufzeit an: Johanna Christen (von links), Charlotte Hesse, Rebecca Christen und Bente Hoffmann.

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“Die vier wollten allen zeigen, dass sie eine noch bessere Zeit laufen können”, teilte SGM-Coach Gerold Wieting mit. Im vergangenen Jahr war noch eine Zeit von 52,94 Sekunden für Marßel herausgekommen. Beim jüngsten eigenen Sportfest erreichte die Staffel mit Ersatzläuferin Amelie Cselenyi bereits starke handgestoppte 52,3 Sekunden. „Und jetzt mit Johanna Christen liefen sie bei Topwetter mit 51,65 Sekunden tatsächlich in die nächste Liga“, jubelte Gerold Christen.

Seine Tochter Johanna Christen sei gut aus den Blöcken gekommen. Nach einem tollen Wechsel hätte Charlotte Hesse das hohe Tempo noch ausbauen können. „Auch ihr gelang ein nahezu perfekter Wechsel mit Rebecca Christen, die in der Kurve mächtig Gas gab”, ließ Gerold Christen wissen. In der Zielkurve hätte schon Bente Hoffmann gewartet, die nach einem dritten perfekten Wechsel der Staffel mit einem starken Finish ins Ziel gelaufen sei. “Das war wieder eine tolle Teamarbeit mit viel Fleiß und perfekten Wechseln. Mit einem kompletten Team ist der verdiente Vereinsrekord herausgesprungen”, so Christen. Im Einzel sammelte Marßels Annika Sajnog ihre ersten Erfahrungen bei Landesmeisterschaften in der weiblichen Jugend U14. Mit der Zeit von 14,08 Sekunden blieb sie wieder unter der Qualifikations-Norm und war damit zufrieden, auch wenn sie den Einzug in den Finallauf verpasste. Ihre Klubkollegin Clara Ruppelt überquerte im Hochsprung sicher die 1,48 Meter. „Die Höhe von 1,53 Metern wäre ihre Einstellung der persönlichen Bestleistung gewesen“, sagte Gerold Christen. Aber auch wenn ihr dies nicht glückte, sei sie mit Platz elf in der W14-Klasse einverstanden gewesen.

Für Rebecca Christen ging es drei Stunden nach der 4x100-Meter-Staffel im Weitsprung weiter. Schwierige Winde ließen einige Athleten im Vorkampf scheitern. Christen sicherte sich mit 5,07 und 5,27 Metern ab und stieß erstmalig ins Finale der besten acht vor. Hier verbesserte sie sich auf 5,34 Meter und vollbrachte damit nicht nur ihren zweitbesten Wettkampf, sondern freute sich zudem über Position fünf bei den Frauen. „Rebecca hatte damit auch ihr Ziel erreicht“, erklärte Gerold Christen. Es triumphierte Wiebke Oelgardt vom SV Werder Bremen mit 5,81 Metern.

Inga Reschke von der LG Bremen-Nord beanspruchte mit einer Weite von 38,96 Metern den dritten Platz bei den Frauen im Diskuswerfen. “Da meine Kapselprellung am Zeigefinger noch immer Schmerzen verursacht, musste ich auch in Hannover wieder über den Mittelfinger werfen“, berichtete Reschke. In den letzten Trainingseinheiten hätte dies auch ganz gut geklappt. „Deshalb war ich guter Dinge, dass ich auch über den Mittelfinger Richtung 40 Meter werfen kann“, so die LGBN-Athletin.

Knapp 40 Meter hätten in Hannover für den zweiten Platz gelangt. Doch der Diskus hätte bei den meisten Würfen geflattert“, teilte Inga Reschke mit. Grundsätzlich sei sie aber zufrieden damit gewesen, trotz der Verletzung noch die Bronzemedaille ergattert zu haben. „Es war aber auch schade, dass ich verletzt war, weil für den Titel in diesem Jahr bereits 40,72 Meter gereicht hätten“, bedauerte Reschke. Jene 40,72 Meter warf Mira Waterhölter von der LG Nordheide. Die 588 gemeldeten Aktiven aus 127 Vereinen mussten mit den Corona-Beschränkungen leben und auf die Unterstützung von Zuschauern verzichten.

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