Zehn-Kilometer-Lauf in Bremen Sieger Jan Oude-Aost kennt sich in der Stadt aus

Bremen. Wenn Jan Oude-Aost von 'gefühlter Heimat' spricht, dann meint er damit Bremen: Bis vor ein paar Jahren lief er für die LG Bremen Nord und Werder. Nun studiert er in Aachen Medizin - am Sonntag gewann er den Zehn- Kilometer-Lauf in einer Zeit von 33:51 Minuten.
19.09.2010, 19:41
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Bremen. Wenn Jan Oude-Aost von 'gefühlter Heimat' spricht, dann kann er damit nur Bremen meinen: Bis vor ein paar Jahren absolvierte er hier seine Ausbildung und lief für die LG Bremen Nord und Werder Bremen. Nun studiert er in Aachen Medizin, kehrt aber manchmal an die alte Wirkungsstätte zurück.

Selten ist er dabei so erfolgreich wie am Sonntag, als er den Zehn- Kilometer-Lauf in einer Zeit von 33:51 Minuten gewann. Nur rund zwei Kilometer war der ehemalige Bremer mit der Konkurrenz gelaufen. Dann zog Jan Oude-Aost an und distanzierte die anderen Teilnehmer, sie liefen am Ende rund eine halbe Minute nach ihm ins Ziel.

'Zwei Pfützen' hatte Oude-Aost zu passieren auf der Strecke. Ansonsten empfand er den Parcours über Schlachte und Weserstadion als sehr gelungen. 'Nur auf dem Osterdeich war es ziemlich windig.' Was Ingo Müller mit dem Hinweis kommentierte, dass 'Jan in Aachen eben nichts mehr gewohnt ist'. Der schnellste Bremer vom Marathon-Club hatte zuletzt wenig trainieren können und war mit deshalb dem vierten Platz auch zufrieden.

Zudem verdiente sich Müller ganz nebenbei den Fairnesspreis der Veranstaltung. Als Christian Eichinger (SV Lemwerder) direkt vor ihm die Rückkehr zur Obernstraße verpasste und in Richtung Brill weiterlief, hatte sich Ingo Müller den dritten Platz erobert. Als fairer Sportsmann wollte er auf diese Weise allerdings nicht aufs Treppchen gelangen. Also ließ er den Konkurrenten noch vor dem Ziel wieder vorbeiziehen. 'Ich möchte Ingo danken. Er hat mich vorgelassen, als ich mich verlaufen hatte', sagte Eichinger bei der Siegerehrung. Sein Radbegleiter hatte den Drittplazierten irgendwann verlassen, und einen Streckenposten gab es an der Abzweigung nicht.

Das kam ähnlich schlecht an wie die offenbar noch nicht optimierte Beschilderung der neuen Strecke. 'Ich wollte eigentlich meine Zeit verbessern", meinte Nicole Krinke, Siegerin der weiblichen Konkurrenz von der LG Nienburg nach 38:36 Minuten im Ziel. Daraus wurde ihrer Ansicht nach nichts, weil die 'Kilometerangaben auf den Schildern überhaupt nicht stimmten'.

Bereits 2008 hatte Nicole Krinke die zehn Kilometer gewonnen, die damalige Strecke - durch den Bürgerpark und Findorff - fand sie 'klarer und schneller'. Andererseits: 'Im Ziel ist es schon toll', sagte sie und traf damit die Meinung der anderen Teilnehmer. Einhellig lobten sie den Einlauf entlang am Rathaus und direkt auf den Bremer Dom zu. Zur Siegerehrung erschien Nicole Krinke dann aber doch nicht mehr.

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