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Sommerspiele, aber anders

Das Ferienprogramm des Kreissportbundes gehört seit Jahrzehnten zum Sommer in Bremen dazu. In diesem Jahr wird das Angebot allerdings in verkleinertem Umfang angeboten.
03.07.2020, 07:01
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Sommerspiele, aber anders
Von Rebecca Sawicki

Bremen. Minigolf, Hüpfburgen, Ponyreiten, Balancetraining auf der Slack-Line, lachende Kinder und das Gefühl von Urlaub – das alles gehört traditionell zum Bergfest am Werdersee. Die Veranstaltung ist das alljährliche Highlight des Ferienprogramms des Kreissportbundes Bremen-Stadt. In diesem Jahr fällt das Fest allerdings aus – wie so vieles 2020. „Es wird keine Großveranstaltungen geben“, sagt Sabine Lohbeck, die Organisatorin. Die Sommerspiele bestünden in den nahenden Ferien ausschließlich aus dem Angebot der Vereine, „so richtige Höhepunkte wie in den vergangenen Jahren haben wir diesmal nicht“. Das bedeutet, dass neben dem Bergfest auch die Eröffnungsfeier, die Piratenfahrten und Ausflüge ausfallen.

Vielmehr beschränke sich das diesjährige Programm auf das Schnupperangebot der Bremer Sportclubs: „Wir haben wie gewohnt bereits im Januar die Anfragen an die Vereine gestellt“, erzählt Sabine Lohbeck. Mit Ausbruch der Pandemie und der Verschärfung der Kontaktbeschränkungen seien diese zwar zwischenzeitlich verunsichert gewesen, „wir ­haben ihnen dann aber noch mal gesagt, dass die Spiele ohnehin nur im Rahmen der gän­gigen Allgemeinverfügung abgehalten werden können“.

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Ferienprogramm-Erprobte dürften feststellen, dass auch das Kursangebot der Vereine insgesamt abgespeckt ist. Schließlich mussten auch sie sich an die neuen Bedingungen anpassen. Besonders die Sportarten, die zum Bereich Kontaktsport gehören, können noch immer nicht ausgeführt werden, die Abstandsregelungen gelten weiterhin: Sommerspaß im Corona-Modus.

Einschreiben müssen sich die Interessierten für die meisten Sportarten nach Angaben Sabine Lohbecks allerdings nicht. „Ich weiß aber, dass man sich zum Beispiel beim Tennisclub Rot-Weiß anmelden muss, weil sie dort nur beschränkte Kapazitäten haben“, sagt sie. Um ein Hygienekonzept mussten sich der Kreissportbund und die Lohbecks nicht kümmern. „Das ist Sache der Vereine“, wie Ehemann Heiko Lohbeck erklärt. Wie auch beim Sportprogramm für die Mitglieder müssten diese gewährleisten, dass die Regelungen auch von den Gästen eingehalten werden. Für den Tennisclub Rot-Weiß zum Beispiel bedeuten die Vorgaben seit dem 25. April: Spielbetrieb und Vereinsleben unter eingeschränkten Bedingungen. Die Spieler müssen zwei Meter Abstand halten, Umkleiden und Duschen bleiben geschlossen und der Tennisplatz darf erst betreten werden, nachdem die vorherigen Sportler ihn verlassen haben, heißt es auf der Webseite des Clubs.

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Seit mehr als 20 Jahren organisieren die Lohbecks die Ferienspiele für die Bremer Sportjugend. Die Planung bedeutet von Januar bis Juli vor allem Aufwand, und das neben ihren normalen Jobs. Denn die Arbeit beim Kreissportbund ist ehrenamtlich. Stressiger als in anderen Jahren sei die Planung der Corona-Spiele nicht gewesen, eher habe Sabine Lohbeck mehr Zeit gehabt: „Ich musste diesmal zum Beispiel kein Programmheft gestalten. Nur die Auflistung für die Homepage.“ Ebenjene Liste soll in den kommenden Tagen online gestellt werden. Zu finden ist sie dann unter http://spro.ksb-bremen-stadt.de/.

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