Senat will Lockerungen beschließen Hoffnung für Hallensport und Fitnessstudios in Bremen

Der Bremer Senat könnte an diesem Dienstag weitere Lockerungen beschließen. Auch der Wettkampfbetrieb soll bald wieder möglich werden.
19.05.2020, 05:00
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Hoffnung für Hallensport und Fitnessstudios in Bremen
Von Mathias Sonnenberg

Diesen Dienstag haben sich vermutlich viele Bremer Sportvereine und Fitnessstudio-Gänger ganz dick im Kalender markiert. Denn wenn der Bremer Senat all das absegnet, was die Bremer Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne) in einer Vorlage für die Sitzung zusammengefasst hat, dürfte das Aufatmen bei Bremer Sportlern und Sportlerinnen riesig sein. Der Weg in die Normalität ist zwar weiter kein leichter, aber in all den Diskussionen um Lockerungen wird er immer sichtbarer. Jetzt sind es der Hallensport und damit auch die Fitnessstudios, die in absehbarer Zeit wieder geöffnet werden sollen.

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„Konzept weiterer Perspektiven für den Sportbetrieb aus der Corona-Krise“ wird die Vorlage überschrieben. Darin heißt es, dass sich die Sportministerkonferenz am 6. Mai nicht zum Sporttreiben in geschlossenen Räumen geäußert hatte. Vielmehr sollten die Länder in eigener Verantwortung über weitere Lockerungen auf Grundlage von gemeinsamen Hygiene- und Abstandskonzepten entscheiden. Dabei gehe es um den Sportbetrieb in allen öffentlichen und privaten Indoor-Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen, sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wiederaufnahme von Wettkampf- und Leistungssport.

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Die Umsetzung der Vorlage ist für den 20. oder 25. Mai terminiert. Wörtlich heißt es: „Das Sporttreiben wird grundsätzlich auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen zugelassen.“ Dabei seien die Hygiene- und Distanzregeln einzuhalten, das Umkleiden und Duschen habe zu Hause zu erfolgen. Bei Ausübung des Sports sei ein Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten.

„Unter dieser Maßgabe ist auch die Ausübung von Sport in Gruppen zulässig, soweit pro Person eine ­Fläche von mindestens zehn Quadratmetern (Freiluftsportanlagen) beziehungsweise 20 Quadratmetern (geschlossene Sportanlagen) zur Verfügung gestellt wird.“ Heißt also: Auch in Sporthallen ist Training wieder möglich, auch wenn daran bei der vorgegebenen Fläche nur wenige Sportler gleichzeitig teilnehmen können. Unter Punkt zwei heißt es beim Abschnitt „Umsetzung der Vorlage“: „Öffnung von Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen, sofern sie die oben genannten Voraussetzungen erfüllen.“ Auch dort sind 20 Quadratmeter Fläche pro Sportler entscheidend.

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Perspektivisch hält das Sportressort unter Senatorin Stahmann sogar einen Wettkampfbetrieb wieder für möglich, wenn die Rahmenbedingungen eingehalten würden. In der ­Vorlage steht, dass „die Wiederaufnahme des Wettkampfbetriebs grundsätzlich in den Sportarten zuerst denkbar ist, bei denen die Einhaltung coronabedingt erlassener ­Hygiene- und Abstandsregeln gesichert erfolgen kann„. Und weiter: “Das bedeutet, dass ein Wettkampfbetrieb in Kontakt- und Mannschaftssportarten erst als letzter Schritt wieder zulässig sein wird.“ Das heißt für die nächste Zukunft: Tennis, Tischtennis, Golf oder auch Wassersport können womöglich schon bald wieder auf Wettkampfbetrieb schalten, während Fußball, Handball oder auch Hockey zunächst nicht auf Punktspiele hoffen dürfen.

Grundsätzlich legt Senatorin Stahmann laut Vorlage weiter sehr viel Wert darauf, dass im Prozess der Wiederzulassung des Sports die Ziele des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung unverändert im Mittelpunkt stehen müssten. „Klar ist dabei, dass die Rückkehr zur Normalität noch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen und in vielen kleinen Schritten erfolgen wird.“ Aber sie habe mit dem Landessportbund Bremen ein Konzept abgestimmt, damit der schrittweise Wiedereinstieg in den Sportbetrieb unter Beachtung der Hygienestandards wieder möglich gemacht werde. An diesem Dienstag soll die nächste Stufe genommen werden.

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