Ländervergleichsspiele

Sportkegler holen den Wanderpokal

Bei den Ländervergleichsspielen in der Seniorenklasse holten die Bremer Sportkeglerinnen und Sportkegler eine Gold- und eine Silbermedaille.
13.10.2019, 15:48
Lesedauer: 2 Min
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Von Susanne Spalteholz-Nürge

Bremen. Bei den Ländervergleichsspielen in der Seniorenklasse avancierten die Bremer Sportkeglerinnen und Sportkegler zu Medaillensammlern. Alles in allem können die aus dem kleinsten Bohle spielenden Bundesland angetretenen Bremer höchst zufrieden sein mit einer Gold- und einer Silbermedaille. Aus Platz- und Zeitmangel gab es zwei Spielorte. Die Damen A- und Damen B/C-Mannschaften hatten in Cuxhaven ihren Austragungsort, während die Senioren A und B/C (ab 60 J.) in Bremerhaven um die Medaillen kämpften.

Die Damen A-Mannschaft in der Besetzung: Ute Wachtendorf, Ute Fromm, Anja Reinicke (alle Bremen) und Marina Clauß (Bremerhaven) erkämpfte am ersten Tag mit den Ergebnissen: 901 (Wachtendorf), 855 (Clauß), 885 (Fromm) und 891 (Reinicke) einen vorläufigen dritten Platz mit dem Gesamtergebnis von 3523 hinter Niedersachsen (3582) und Schleswig Holstein (3562) und nur einem Holz vor der Mannschaft aus Hamburg.

Tags darauf startete erneut Ute Wachtendorf mit hervorragenden 915 Holz. Danach folgte Marina Clauß mit 849 Holz, die leider keinen Zugang zu den lang und kraftvoll zu spielenden Bahnen fand. Eine Ersatzspielerin war nicht mitgereist, sodass sie die Kegelbahn nicht verlassen konnte, sonst wäre der Wettkampf für die Mannschaft beendet gewesen.

Gut, dass sie nicht aufgegeben hat, denn als dritte Spielerin erzielte Ute Fromm gute 884 Holz, sodass vor der zum Schluss startenden Anja Reinicke theoretisch noch alles von Platz zwei bis Rang fünf drin war. Reinicke kegelte wie aus einem Guss und holte nervenstark Holz für Holz auf. Angefeuert durch viele Bremer Fans und die anderen Mannschaften, machte sie das schier Unmögliche wahr: Mit 912 Holz und einer ganz wichtigen „Acht“ im letzten Wurf gewann die Bremer Landesauswahl mit einem Holz Vorsprung vor Schleswig-Holstein die Silbermedaille hinter dem souveränen Team aus Niedersachsen.

Das B/C- Team (Damen Ü60 und Ü70) lag nach dem ersten Tag noch hoffnungsvoll mit 3479 Holz auf dem dritten Platz nach den guten Leistungen von Karin Thoden (867), Bärbel Stehmeier (861), Renate Binder (871) und Birgit Eckinger (880). Am zweiten Tag zeigte Binder Nerven und wurde gegen Monika Sengstake ausgewechselt (gemeinsam 826). Die weiteren Ergebnisse: Stehmeier (851), Thoden (873) und Eckinger 876. Am Ende wurde es der 5. Platz mit 6908.

In Bremerhaven lief es bei den Herren B/C wesentlich besser. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung hatten sie bereits am ersten Tag die Nase vorn und bestätigten diese tolle Form auch weiterhin. Die einzelnen Ergebnisse: Ralph Thomas Bräuer (890/893), Ralph Sickfeld 905/867 (beide Bremen), Klaus Wendelken 890/885 und Uwe Trenke 891/880 (beide Bremerhaven). Die „old boys“ aus Bremen siegten souverän mit 7101 Holz vor Mecklenburg-Vorpommern (7072) und Niedersachsen (7049) und freuten sich sehr über den Wanderpokal.

Die Herren A-Mannschaft musste ersatzgeschwächt antreten. Sie kegelten in der Besetzung: Stefan Clauß (888/867), Holger Lilkendey 863/862, Holger Mangels 877/861 und Holger Haase 890/917, der als einziger das Niveau der Topspieler erreichte. Mit der Gesamtleistung von 7025 reichte es nur zum 8. Platz. Sieger wurde Niedersachsen mit 7350 vor Schleswig-Holstein (7334) und Berlin (7255).

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