Sportsenatorin unterstützt Vereine finanziell

Sportsenatorin verspricht Vereinen finanzielle Hilfe

Das ist in Zeiten der Corona-Krise für Bremens Sportvereine ein gutes Zeichen: Sie erhalten 2020 Übungsleiterzuschüsse in voller Höhe und brauchen für geschlossene Sportstätten keine Miete zu bezahlen.
31.03.2020, 19:32
Lesedauer: 2 Min
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Sportsenatorin verspricht Vereinen finanzielle Hilfe
Von Jörg Niemeyer
Sportsenatorin verspricht Vereinen finanzielle Hilfe

Sportsenatorin Anja Stahmann hatte am Dienstag gute Nachrichten für Bremens Sportvereine: Sie erhalten in Zeiten der Corona-Krise finanzielle Unterstützung.

Kuhaupt

Bremens Sportvereine können mit finanzieller Hilfe der Sportsenatorin rechnen. „Wir müssen die finanziellen Nöte der Vereine in dieser Zeit sehr ernst nehmen“, teilte Anja Stahmann (Grüne) am Dienstag in einer Pressemitteilung mit. Weiter hieß es: "Wir müssen den Vereinen jetzt dringend das Signal geben, dass wir sie mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie nicht allein lassen. Kein Verein soll durch Covid-19 in Existenznot kommen.“ Um die Corona-bedingten Ausfälle abzufedern, bereitet die Senatorin ein „Soforthilfeprogramm Sport“ als Schutzschirm für den organisierten Sport vor. Eine Entscheidungsvorlage für den Senat, die die Details regeln soll, werde derzeit in ihrem Ressort erarbeitet.

Zugesichert hat die Senatorin bereits, dass die Zuschüsse für Übungs- und Organisationsleiter der Vereine auf Basis des Jahres 2019 in voller Höhe auch im Jahr 2020 ausbezahlt werden. Angestrebt, aber noch nicht beschlossen, seien darüber hinaus Hilfen für freiberufliche Trainer und Übungsleiter, die mit dieser Tätigkeit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Stahmanns Sprecher Bernd Schneider sagte auf Nachfrage, dass es für diese Personengruppe „auf jeden Fall eine Lösung geben werde“. Derzeit prüfe der Senat, ob möglicherweise ein schon vorhandener Schutzschirm genutzt werden könne. Klarheit herrscht in einem anderen Bereich: Weil städtische Sportanlagen und Sporthallen derzeit per Allgemeinverfügung nicht genutzt werden dürfen, werde die Behörde den Vereinen für die Zeit ab 1. März auch die laufenden Gebühren oder Mietkosten nicht in Rechnung stellen, versprach die Sportsenatorin in ihrer Mitteilung.

Eine gute Nachricht gab es für die Vereine, die Sportstätten vermieten: „Umgekehrt sollen Einnahmeausfälle vermieden werden, die den Vereinen drohen würden, wenn Schulen und Kindergärten als Mieter für Hallenzeiten ausfallen würden.“ Das heißt: Das Geld an die Vereine fließt, obwohl Schulen und Kindergärten die Sportstätten derzeit gar nicht nutzen. Darüber war der Präsident des Landessportbundes (LSB) Bremen besonders froh. „Das war mein dringlichstes Anliegen“, sagte Andreas Vroom, „denn die Vereine, in denen fest eingeplante Mieteinnahmen wegfallen, geraten sofort in finanzielle Schieflage.“ Der LSB-Chef zeigte sich grundsätzlich zufrieden mit den Ankündigungen der Sportsenatorin. „Es ist schön und ganz wichtig, dass der Sport jetzt nicht im Regen stehen gelassen wird.“

Unterstützung erhalten auch Vereine, die ihren Darlehensverpflichtungen gegenüber ihren Banken nicht nachkommen können. Bernd Schneider bestätigte, dass in diesen Fällen die Bremer Aufbau-Bank die Zahlungen vorübergehend leisten werde. Das entlaste kurzfristig die Vereine, die das Geld später aber an die Aufbau-Bank zurückzahlen müssten. Für den Fall ihrer Zahlungsunfähigkeit würde das Sportressort die erforderlichen Bürgschaften übernehmen, teilte Anja Stahmann mit.

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