Tennisverband zieht Bilanz Gewinner der Krise

Der Tennisverband Niedersachen-Bremen zieht trotz Corona-Krise eine positive Bilanz. Der Lockdown hat laut Präsident Raik Packeiser für eine Trendumkehr gesorgt.
10.02.2021, 05:00
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Gewinner der Krise
Von Lisa Urlbauer

Der Tennisverband Niedersachsen-Bremen (TNB) zieht eine positive Bilanz nach dem Corona-Jahr 2020. Anders als in weiten Teilen Deutschlands sind Tennishallen und -plätze in Bremen und Niedersachsen trotz des Lockdown seit November geöffnet geblieben. Viele Vereine haben laut TNB-Präsident Raik Packeiser die Chance genutzt und neue Mitglieder angeworben – mit Erfolg. So verzeichne der Tennissport einen leichten Mitgliederzuwachs. Auch wenn die finalen Zahlen noch nicht vorlägen, berichteten viele Vereine über einen Zulauf, was erste Auswertungen bestätigten. Packeiser spricht in diesem Zusammenhang von einer „Trendumkehr“ der vergangenen Jahre. Im April 2020 hatte der Verband mehr als 130.000 Mitglieder und war damit der viertstärkste Sportfachverband in Niedersachsen und der drittgrößte in Bremen.

Trotz Pandemie war nach Aussagen des TNB der Spitzen- und Leistungssport auch 2020 eine tragende Säule des Verbands. Beim HTV Hannover konnten zwei nationale und zwei internationale Turniere durchgeführt werden. An allen Turnieren nahmen Kaderspieler und -spielerinnen teil. Vom 24. bis zum 29. Mai werde es erneut ein Jugendturnier der International Tennis Federation auf der Anlage in Hannover geben.

Um die ausgefallene Punktspielsaison zu kompensieren, wurde mit dem TNB-Vereinspokal kurzfristig ein neuer Mannschaftswettbewerb ins Leben gerufen. Im Gegensatz zum Punktspielbetrieb können die Mannschaften zu jeder Runde mit anderen Spielern antreten. Aufgrund der positiven Reaktionen werde der Vereinspokal ein fester Termin im Kalender des Verbands, erklärt der Präsident. „Damit kommt der TNB seinem strategischen Ziel nach, den Spielern ein breit gefächertes Angebot an Turnier- und Mannschaftswettbewerben zu bieten.“

Zukünftig wollen sich der Deutsche Tennis-Bund (DTB) und die Landesverbände enger verzahnen. Nach einer Satzungsänderung dürfen nun die Präsidentinnen und Präsidenten der Landesverbände auch im DTB-Präsidium sitzen. Im Zuge dessen wurde Packeiser, der seit 2018 an der Spitze des TNB steht, auf der Mitgliederversammlung der Dachorganisation zum Vizepräsidenten für Recht und Vermarktung gewählt.

„Wir können festhalten, dass Tennis als kontaktarmer Sport mit großem Abstand eine sehr stabile Entwicklung hat und bisher gut durch die Zeit gekommen ist“, resümiert Packeiser. Für das neue Jahr bleibt er zuversichtlich. „Ich hoffe, dass wir eine halbwegs normale Punktspielsaison haben werden.“

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