SV Grambke-Oslebshausen feiert 36:32-Auftaktsieg in der Handball-Landesliga

Stürmischer Start

Oslebshausen. Die Abwehrarbeit? Wird überbewertet! Sturmlauf ist die neue Devise des SV Grambke-Oslebshausen in der Handball-Landesliga der Männer. Gegen die HSG Delmenhorst II hat es geklappt: Die wurde von den Gelb-Blauen mit 36:32 (16:14) überrannt.
07.09.2017, 00:00
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Von Olaf Kowalzik
Stürmischer Start

Pascal Hinrichs war nicht nur von er Siebenmeterlinie erfolgreich. Insgesamt traf er beim Auftaktsieg des SV Grambke-Oslebshausen sechsmal.

OLAF KOWALZIK BREMEN +494216447123 und Olaf Kowalzik, Olaf Kowalzik

Oslebshausen. Die Abwehrarbeit? Wird überbewertet! Sturmlauf ist die neue Devise des SV Grambke-Oslebshausen in der Handball-Landesliga der Männer. Gegen die HSG Delmenhorst II hat es geklappt: Die wurde von den Gelb-Blauen mit 36:32 (16:14) überrannt. Den Anhang der Hausherren freute das nach zwei Abstiegen binnen zwei Jahren immens. Rund 90 Sekunden vor dem Abpfiff erhoben sich die 80 heimischen Zuschauer von ihren Sitzen und zollten ihrem Team tosenden Beifall. Wann hatte es das in der Abwärtsspirale das SVGO zuletzt gegeben?

Mit Willen und Euphorie

„Wir sind vom Standhandball weg und haben die Niedersachsen mit einem enormen kämpferischen Willen und einer großen Euphorie besiegt“, sagte der neue SVGO-Trainer Holger Langer begeistert. Kostprobe gefällig? Direkt nach dem Wiederanpfiff überraschten die Hausherren ihren Gegner mit einem derart schnellen Anwurf, dass denen das von Philip Schmidt abgefeuerte Leder schon nach fünf Sekunden zum 17:14 ins Netz pfiff. Von einem Spieler, der noch vor wenigen Monaten in der A-Klasse bei der TSV Farge-Rekum gespielt hatte.

Diese Unbekümmertheit ist der eindeutige Vorteil der jungen Wilden des SV Grambke-Oslebshausen. „Wenn wir ins Laufen kommen, dann sind wir nicht zu halten“, sagte Holger Langer. Das war nach dem zwischenzeitlichen 6:9-Rückstand der Fall, als Lars Mühlbauer zwischen die Pfosten rückte und den Kasten sofort dicht machte. Außerdem störte der vorgezogene Pascal Hinrichs immer wieder den gegnerischen Spielaufbau und schnappte sich das Leder einige Male zum Tempogegenstoß.

Dadurch waren die Gelb-Blauen beim 12:9 selbst am Drücker und bauten diesen Vorsprung bis zum 22:15 weiter aus. Es störte sie nicht, dass die Gäste mit 14 Spielern angereist waren, während sie nur zwei Akteure weniger auf die Beine stellen konnten. Einer davon war Holger Langer, der seine Spielberechtigung erst direkt vor dem Anpfiff erhalten hatte und sich daher noch schnell einen Dress inklusive Hose organisieren musste. Sein Notfalleinsatz wurde aber nicht benötigt, so dass er sich rein auf das Coachen an der Außenlinie konzentrieren konnte.

Vorsprung schrumpft zusammen

Mit einer Manndeckung gegen Pascal Hinrichs inklusive der offensiven Abwehr gegen die SVGO-Außen warf die HSG den Gastgeber fast wieder aus der Bahn. Zumindest war der Vorsprung beim 22:20 bereits gewaltig zusammengeschrumpft, beim 25:24 wurde die Luft sogar noch einen Tick dünner. Mehr ließen die Gelb-Blauen nicht zu: Sie setzten sich auf 30:26 ab und spielten nur beim 32:30 noch kurzzeitig etwas Ergebnis-Jojo. Den Sieg ließen sie sich aber nicht mehr entreißen. Stark spielten dabei vor allem die beiden Außenstürmer Igor Hergert und Felix Fuchs, die eine hohe Trefferquote aufwiesen.

Als es eng wurde, waren aber auch Nino Feldermann und der Routinier Marcel Hägermann zur Stelle, der von seiner angestammten Rechtsaußenposition in den linken Rückraum gewechselt ist. Sein Treffer sorgte zusammen mit dem von Felix Fuchs zum 34:30 für die Vorentscheidung.

SV Grambke-Oslebshausen: Entelmann, Mühlbauer; Langer (n.e.), P. Hinrichs (6/1), Bischof (2), Schmidt (7), Kraft, Rüttjerott (1), Hägermann (4), Feldermann (2), Hergert (8/3), Fuchs (6).

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