Amateur-Fußball SV Hemelingen freut sich auf die Bremen-Liga

Nach 25 Jahren haben es die Fußballer des SV Hemelingen geschafft, wieder in die höchste Bremer Spielklasse zurückzukehren.
01.05.2019, 20:48
Lesedauer: 3 Min
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Von Stefan Freye

Einen malerischen Eindruck hinterlässt die Bezirkssportanlage Hemelingen schon seit einigen Jahren nicht mehr. Was sich nach dem Landesligaspiel der SV Hemelingen und dem FC Huchting auf dem Hauptplatz abspielte, bot dagegen den Anlass zu einem fast schon epochalem Gemälde. Denn mit dem 4:1 (2:1)-Heimerfolg machte die SVH den Aufstieg in die Bremen-Liga perfekt – und kehrt damit nach 25 Jahren in die höchste Bremer Spielklasse zurück. Entsprechend groß war die Freude, auch bei Feyhat Tuncel. „Wir haben uns den Aufstieg über die Saison erarbeitet“, meinte der gemeinsam mit Bruder Günter Tuncel verantwortliche Trainer. Er hatte einen „verdienten Sieg“ gegen den FCH gesehen. Dabei stellte der kommende Bremen-Ligist auch unter Beweis, dass er mit Rückschlägen umgehen kann. Die mit gestandenen Kickern wie Femi Lepe, Daniel und Martin Janke oder Adrian Grüner gespickte Elf war nämlich erst mal in Rückstand geraten. Bis auf einen ausgesprochen nachlässigen Umgang mit den eigenen Torchancen gestaltete der Spitzenreiter seine anschließende Aufholjagd aber ziemlich souverän. Nun will die SVH die verbleibenden vier Saisonspiele natürlich nutzen, um den Acht-Punkte-Vorsprung vor Union 60 zu verteidigen und als Meister in die Bremen-Liga aufzusteigen.

Er bleibt, wahrscheinlich. Gerade erst hat Trainer Turan Büyükata dem KSV Vatan Sport die Zusage für eine weitere Saison gegeben. Dabei spielte es keine Rolle, ob dem Schlusslicht der Bremen-Liga noch der Klassenerhalt gelingt oder das Team im nächsten Jahr in der Landesliga antreten muss. „Aber eigentlich ist die Landesliga keine Option für mich“, sagt Büyükata. Es ist also ein bisschen kompliziert. Der 34-jährige Übungsleiter hat nämlich Ambitionen, die sich mit der sechsten Liga nicht vereinbaren lassen. Das ist alles mit Vatan besprochen. „Wenn ein verlockendes Angebot kommt, kann ich sofort gehen“, sagt Büyükata. Fest steht nur, dass der Trainer in den kommenden Wochen seine Ausbildung zur A-Lizenz abschließen und die Aufgabe als U 17-Coach des TuS Komet Arsten im Sommer beenden wird. Er möchte sich nämlich auf eine Aufgabe konzentrieren – auf welcher Bank auch immer das sein wird.

Er ist noch immer ein Teil der Mannschaft und besitzt seinen Platz in der Kabine des FC Oberneuland. Doch wenn die Kollegen dann raus auf den Platz gehen, nimmt

Simon Cakir auf der Tribüne Platz – quasi als passives Mitglied. Denn der 27-Jährige hat seine Karriere einstweilen an den Nagel gehängt. „Mein Fokus liegt nun auf meinem Beruf als Transportunternehmer“, sagt der Stürmer. Leicht hat er es sich nicht gemacht. Aber die wöchentlichen Trainingseinheiten und seine Selbstständigkeit waren für Cakir einfach nicht mehr zu vereinbaren. Im Moment zieht es ihn auch nicht mehr auf den Platz zurück. Aber das kann sich natürlich ändern. „Wenn die Beine wieder jucken“, kann sich Cakir eine Rückkehr durchaus vorstellen – vielleicht schon in diesem Sommer.

Der 5. ÖVB-Junior-Cup endete mit einem Erfolg des FC Union 60. Die E-Junioren um Trainer Kristian Arambasic (eigentlich bekannt als Coach der FCO-Herren) setzten sich im Finale klar mit 3:0 über die Mannschaft des ESC Geestemünde durch – und das war schon eine kleine Überraschung. Schließlich hatte sich der aktuelle Tabellenführer der A1-Staffel in der Gruppenphase nur knapp mit 2:1 gegen diesen Gegner behauptet. Im Endspiel des großen Nachwuchsturniers dominierte der spätere Turniersieger das Geschehen allerdings nach Belieben und setzte sich dank der Treffer

von Jan Barfuß (2) und Onur

Celik durch. Ins Finale war Union nach einem 3:0 über den TuS Komet Arsten gelangt, der ESC hatte 4:1 gegen den TV Eiche Horn gewonnen. Zu den weiteren Teilnehmern der Endrunde auf der Sportanlage des FC Huchting zählten Tuspo Surheide II, der SC Vahr-Blockdiek, der Habenhauser FV, der SC Borgfeld und die SG Marßel.

Der Bremen-Liga-Titel ist so gut wie weg. Für das letzte Heimspiel gegen den SV Werder III am 10. Mai hat sich der FC Oberneuland trotzdem etwas Besonderes für die Fans ausgedacht: Studierende und Auszubildende erhalten freien Eintritt, es wird eine Mitmach-Aktion in der Halbzeit sowie 50 Liter Freibier geben. Das Saisonfinale gibt damit einen Vorgeschmack auf die kommenden Jahre: Der Verein möchte in der Zukunft schließlich durch öffentlichkeitswirksame Maßnahmen verstärkt auf sich aufmerksam machen.

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