Der frühere GFL-Spieler soll den Regionalligaaufsteiger verstärken / Quarterback Jesse Abrams bekundet Interesse Sven Gurka im Visier der Firebirds

Bremen·Osterholz. Die kommende Saison in der Football-Regionalliga Nord nimmt konkrete Formen an. Am vergangenen Wochenende wurde im Rahmen einer Spielausschuss-Sitzung die Klasseneinteilung bekannt gegeben. Demnach startet die Liga mit sieben Teams, so dass Aufsteiger Bremen Firebirds doppelt so viele Partien bestreiten muss wie in der vergangenen Meistersaison in der Oberliga.
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Sven Gurka im Visier der Firebirds
Von Frank Büter

Bremen·Osterholz. Die kommende Saison in der Football-Regionalliga Nord nimmt konkrete Formen an. Am vergangenen Wochenende wurde im Rahmen einer Spielausschuss-Sitzung die Klasseneinteilung bekannt gegeben. Demnach startet die Liga mit sieben Teams, so dass Aufsteiger Bremen Firebirds doppelt so viele Partien bestreiten muss wie in der vergangenen Meistersaison in der Oberliga.

Um für die Anforderungen in der dritthöchsten Spielklasse gewappnet zu sein, bastelt der neue Headcoach Andre Blume derweil hinter den Kulissen weiter eifrig am Kader. Aktuell liegen den Clubverantwortlichen um Präsident Jürgen Balz bereits die Unterschriften von 28 Aktiven vor, weitere sollen möglichst bald folgen. Aus diesem Grund richten die Firebirds am kommenden Sonntag ab 14 Uhr auf dem Werner-Colell-Field an der Osterholzer Heerstraße ein offenes Training für alle interessierten Footballer aus, bei dem der Trainerstab auch sein Konzept für die nächste Serie vorstellen wird. Zudem stehen Präsident Balz, 'Vize' Ralf Gevers und Sportdirektor Ole Napowotzki als Ansprechpartner zur Verfügung.

Das Mannschaftstraining haben die Firebirds zu Monatsbeginn bereits aufgenommen, schließlich gilt es, das Team bis zum Frühjahr in allen Bereichen weiterzuentwickeln. 'Wir wollen in Offense und Defense ein neues System einführen - das braucht seine Zeit', sagt Blume auch mit Blick auf die Theorie-Einheiten, die von Ex-Nationalspieler 'Benno' Crljenkovic geleitet werden. Ziel ist es, insgesamt flexibler zu werden, 'wir wollen situationsabhängig reagieren können', so Blume, der auf eine Mischung aus Lauf- und Passspiel setzt.

Regelmäßiger Trainingsgast ist derzeit unter anderem US-Boy Jesse Abrams. Der 24-jährige Quarterback spielt seit zwölf Jahren Football, studiert im Moment in Bremen und hat zuletzt eine Saison pausiert. 'Jesse hat signalisiert, dass er für uns spielen möchte. Ich kann aber noch nicht einschätzen, ob er eine Verstärkung für uns ist', sagt Blume, dem für die Spielmacherposition mit Florian Treff, Michael Förster und Alexander Knasew aus der Jugend noch drei weitere Akteure zur Verfügung stehen.

Ganz bestimmt eine Verstärkung wäre indes Sven Gurka. 'Er ist ein Wunschkandidat von mir', sagt Blume über den D-Liner, der 2009 mit den Kiel Baltic Hurricanes im German-Bowl-Finale stand, im Sportjahr 2010 aber aus gesundheitlichen Gründen pausierte. Zuvor war Gurka für den damaligen Zweitligisten Weyhe Vikings aktiv. 'Ich hätte ihn gerne in unseren Reihen, aber da stehen noch weitere Gespräche an', erklärt Blume, der natürlich bestrebt ist, die Firebirds für die Regionalliga so stark wie möglich aufzustellen. Dort werden die Bremer auf Osnabrück Tigers, Hildesheim Invaders, Hamburg Huskies, Göttingen Generals, Lübeck Seals und Kiel Baltic Hurricanes II treffen. 'Die Tigers schätze ich am stärksten ein, alles andere muss man abwarten', sagt Andre Blume, der sein Team auf Platz vier, besser noch auf Rang drei führen möchte.

So weit der Blick voraus. Im Rückblick auf die Meistersaison in der Oberliga haben die Firebirds kürzlich noch ihre Spieler des Jahres ausgezeichnet. Zum besten Offense-Mann wurde der aus Weyhe gekommene Christian Förster gekürt. 'Er hat als Runningback traumhaft viele Yards gemacht und für Raumgewinne gesorgt', erläutert Jürgen Balz und ergänzt: 'Christian ist zudem ein absoluter Mannschaftsspieler mit einer tadellosen Trainingsbeteiligung.'

Bester Defense-Spieler war Benjamin Hübler, der sechs Interceptions gefangen hat - 'als Cornerback ist das eine reife Leistung', so Balz. Eine verlässliche und mannschaftsdienliche Größe war derweil Markus Weber als Line-Spieler des Jahres. Der Titel 'Rookie des Jahres' wurde Nachwuchsspieler Fabian Lutz verliehen: 'Ich habe es selten erlebt, dass ein junger Spieler so wissbegierig ist', sagt Balz über den talentierten Wide Receiver.

Eine herausragende Ehrung wurde schließlich noch einem Mann zuteil, der gar nicht mehr aktiv auf dem Feld steht. Mathias Kinscher, der allein im Herrenbereich über 100 Spiele für den Verein bestritten und seine Karriere vor zwei Jahren beendet hat, wurde als 'Firebird des Jahres' ausgezeichnet. Der frühere Offense-Line-Spieler ist stets da, wenn Hilfe benötigt wird und setzt sich für seinen Club tatkräftig ein. Zudem hat er die Vereinsstatistik aktualisiert und sämtliche Spielberichte der vergangenen 17 Jahre elektronisch erfasst - 'ein bemerkenswertes Engagement', sagt Balz über Kinscher, der als Footballer im nächsten Jahr womöglich sogar sein Comeback feiern wird. Die Firebirds sind nämlich bestrebt, eine neue zweite Mannschaft für den Spielbetrieb zu formieren. Details dazu sollen bei einer Sitzung am 12. Dezember um 11 Uhr besprochen werden. Aktuell haben indes schon 15 Leute Interesse bekundet - darunter eben auch Mathias Kinscher.

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