Landesliga-Handballer verlieren bei Achim/Baden II mit 20:42 SVGO wird förmlich überrollt

Oslebshausen. Das Gastspiel der Landesliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen bei der SG Achim-Baden II hatte etwas von Freimarktscharakter. Jeder durfte mal sein Glück an der Wurfbude versuchen und sein Pfund abfeuern – fatal war nur, dass es die des SVGO war, die alles abbekam.
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Von Olaf Kowalzik

Oslebshausen. Das Gastspiel der Landesliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen bei der SG Achim-Baden II hatte etwas von Freimarktscharakter. Jeder durfte mal sein Glück an der Wurfbude versuchen und sein Pfund abfeuern – fatal war nur, dass es die des SVGO war, die alles abbekam. Der kassierte beim Tabellenzweiten einen 20:42 (9:16)-Abschuss. Dabei waren die Gäste personell stark geschwächt mit nur zehn Spielern angetreten. Ihnen fehlten vor allem im Rückraum Björn Bischof (beruflich) und am Kreis Adrian Rüttjerott (Blinddarm-OP). „Die Niedersachsen waren ganz klar besser als wir. Gegen die hätten wir auch in Bestbesetzung nichts ausrichten können“, sagte SVGO-Trainer Holger Langer anerkennend. Er musste sich sogar selbst das Trikot anziehen und gut 30 Minuten auf der Platte stehen, um seinen Spielern Pausen zu verschaffen. „Dabei trainiere ich selbst gar nicht mehr mit“, betonte er.

Immerhin hatten die Gelb-Blauen Unterstützung durch den A-Jugend-Torhüter Fynn Bödeker und den Kreisläufer Jan Evrard aus der vierten Mannschaft bekommen. Auf weitere Spieler verzichtete Holger Langer. „Bevor die bei mir nicht mehr eingesetzt werden können, weil sie sich dann festspielen würden, nehme ich sie doch lieber gegen die Mannschaften, gegen die wir auch eine reelle Chance haben“, erklärte er.

Ohne ihre wichtigen Ausfälle, zu denen auch der mindestens noch bis Ende des Monats fehlende Rückraumspieler Steven Hinrichs zählt, mussten die Hausherren ständig zu ungewohnten Formationen greifen. Das galt für Malo Rosemeier im Abwehrzentrum ebenso wie für den äußerst druckvoll aufspielenden Mittelangreifer Nino Feldermann, der gegen die körperlich weitaus überlegeneren Niedersachsen kein Durchkommen fand. Am Kreis musste sich Jan Evrard als etatmäßiger Spieler der A-Klasse plötzlich mit drei Ligen höher spielenden „Schränken“ auseinandersetzen, Marcel Hägermann rückte derweil in die Fernwurfzone. Erschwerend hinzu kam der geschickte Schachzug des Gastgebers, Felix Fuchs auf Linksaußen mit einer offensiven Abwehr zu bekämpfen. Damit hatte die Oberliga-Reserve nicht nur den stärksten Bremer Werfer weitestgehend ausgebremst, sondern auch deren Spiel empfindlich gestört.

Beim 4:13-Rückstand sah es nach 22 Spielminuten überhaupt nicht gut für die Gelb-Blauen aus, sie rappelten sich aber noch einmal auf und gingen mit einem einigermaßen akzeptablen 9:16-Rückstand in die Halbzeitbesprechung. Im zweiten Durchgang brachen beim SV Grambke-Oslebshausen dann alle Dämme. Das galt vor allem nach dem 21:11 von Jan Evrard, ab dem die Niedersachsen dem Verbandsliga-Absteiger die Bälle nur noch so um die Ohren hauten. Bei den Gelb-Blauen konnte lediglich Pascal Hinrichs seine Leistung in Angriff und Abwehr einigermaßen abrufen. Am Sonntag steht er mit seinen Mitspielern gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter VfL Fredenbeck III vor der nächsten hohen Hürde (16 Uhr, Sperberstraße).

SV Grambke-Oslebshausen: Bödeker; Feldermann, P. Hinrichs (5), Fuchs (6/2), Rosemeier (1), Evrard (1), Langer (2), Hägermann (2/1), Hergert (2), Schmidt (1).

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