Bremer After-Work-Renntag Teure Panne am Wettschalter

Der After-Work-Renntag auf der Bremer Galopprennbahn hatte am Mittwoch eine Menge Überraschungen zu bieten – und ein Novum, das bei Aktiven und den 1300 Zuschauern für anhaltende Irritationen sorgte.
07.05.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus-Jürgen Pfeffer

Der After-Work-Renntag auf der Bremer Galopprennbahn hatte am Mittwoch eine Menge Überraschungen zu bieten – und ein Novum, das bei Aktiven und den 1300 Zuschauern für anhaltende Irritationen sorgte.

Gleich im zweiten Rennen gab es Probleme an der Startmaschine gegeben: Ein Pferd stand quer und ein Pferd war noch außerhalb der Box, also noch nicht in die Startbox eingerückt, als sich die 17 Boxen zum Start bereits öffneten. Später hieß es, der Starter habe mit Hupton einen Fehlstart signalisiert. Die Jockeys wollten aber nichts gehört haben. Sie ritten das 1400-Meterrennen auf ihren Pferden voll zu Ende. Novacovic war deutlicher „Sieger“ vor Auenstern und Dark Fighter. Doch das Rennen wurde annuliert, alle Wetteinsätze – es waren 11 000 Euro – mussten zurückgezahlt werden.

In der Folge bildeten sich lange Schlangen vor den Wettschaltern, da jeder Wetter seine Einsätze schnell wieder zurück haben wollte. „Das hat es in der Bremer Vahr in dieser Form noch nicht gegen“, sagte Heinz Hermann Bleckwenn aus Achim, der nach eigenen Angaben seit mehr als 50 Jahren die Rennen in Bremen besucht. Ärgerlich auch für den Bremer Rennverein und seinem französischen Partner PMU, die in Bremen und in den 11 000 Wettannahmen in Frankreich einen großen Batzen Umsatz weniger verzeichneten.

Doch es wurde auch noch geritten. Im zum Hauptrennen, dem Ausgleich III über 1600 Meter, ging Jockey Alexander Pietsch mit seinem Pferd Victorious seinen 14 Gegnern auf und davon. Der vierjährige Fuchshengst aus dem Quartier von Andreas Bolte schnappte sich in leichter Manier seinen fünften Saisonsieg. Zephhyros, der lange führende Naval und die Bremer Stute Simplon kamen auf den nächsten Plätzen ein. Und auch nach diesem Rennen gab es wieder Kritik in Richtung Starter. Trainerin Ira Ferentschak wollte gesehen haben, dass sich die Boxen am äußeren Flügel der Startbox zu spät geöffnet hatten. Doch dem wurde nicht weiter nachgegangen, doch wird man sicherlich demnächst ein waches Augenmerk auf eine exakt funktionierende Startmaschine werfen müssen.

Den Bremer Pavel Bradik, der im Umland einen kleinen, nicht unbedingt mit viel Turfglück gesegneten Rennstall betreibt, dürften die Diskussionen nicht interessiert haben. Für ihn war ein großer Tag, denn sein fünfjähriger Wallach Van Victory kam mit Jockey Eugen Frank im langen Ausgleich IV über 2100 Meter zum Überraschungssieg, den der Totalisator mit 283:10 honorierte. Die Zweierwette mit Abbanandi brachte 2092 und die Dreierwette Van Victory - Abbanandi - Pleasantpathfinder mit 29 230:10 die höchste Totalisatorquote des Tages.

Rennreiter Martin Seidl sprang im Auftaktrennen für den Kollegen Andre Best ein – der Ritt wurde zum Siegesritt, denn die Stute Pavana aus dem Trainingsstall von Frank Fuhrmann rannte vom Start weg ihren zwölf Gegnern regelrecht davon. Da hatten Song of Gold und Ocario als die nachfolgenden Konkurrenten nicht die Spur einer Siegchance.

In bestechend guter Form kamen die Pferde von Trainerin Yasmin Almenräder aus Mülheim/ Ruhr an den Start: Im Rennen der Dreijährigen siegte die Stute Silicon Valley mit Ian Ferguson für den Rennstall „Lustige Fünf“ klar.

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