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Thailand-Abstecher gescheitert! Danny Radke knipst jetzt für den OSC

5000 Euro Schulden bei der Uni: FC Riensberg zieht um und kickt jetzt bei Eiche Horn. Futsal-Liga startet wieder. Frauen-Gipfel in Schwachhausen
29.10.2019, 18:01
Lesedauer: 3 Min
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Von Stefan Freye
Thailand-Abstecher gescheitert! Danny Radke knipst jetzt für den OSC

Danny Radke, hier noch im Trikot des Bremer SV, knipst nach einem erfolglosen Abstecher nach Thailand jetzt wieder für den OSC Bremerhaven.

Frank Thomas Koch

Langsam läuft es: Nach schwachem Beginn mit drei Punkten aus vier Spielen hat sich der OSC Bremerhaven an die Spitze der Landesliga gesetzt. „Nach dem mäßigen Start haben wir viele Gespräche geführt“, sagt Björn Böning, einst Trainer und nun Sportlicher Leiter der Olympischen. Dabei sei es ihm in erster Linie darum gegangen, den Spielern zu verdeutlichen: „Es geht nur über den Kampf, wir müssen einfach mehr tun.“ Aus dem Kreis vieler illustrer Namen ragen dabei zwei Rückkehrer heraus: Bernd Günther und Danny Radke. Letzterer hatte sich im Sommer eigentlich verabschiedet, um bei Nakhonpathom United in Thailand professionell Fußball zu spielen. Von langer Dauer war das Gastspiel in Asien allerdings nicht. „Der Vertrag wurde aufgelöst, und dann war Danny wieder da“, so Böning. Während der 26-Jährige nun für die Tore zuständig ist und bereits zehn Treffer erzielte, wirkt Bernd Günther dagegen im Hintergrund. „Er öffnet uns Türen“, sagt Böning über den einstigen Präsidenten und Mäzen des FC Bremerhaven. Dank Günther habe man Arbeitsplätze und Sponsoren bekommen können.

Nahezu alles wird teurer, auch die Miete von Fußballplätzen. Wobei: Dass der FC Riensberg derzeit eine ganze Menge Geld für seine Plätze an der Universität bezahlen muss, hat eigentlich nichts mit einer Preissteigerung zu tun. Vielmehr hatte die Uni noch einmal nachgerechnet im letzten Jahr und dabei festgestellt: Bislang war dem erst 2011 gegründeten Verein immer zu wenig in Rechnung gestellt worden. Tatsächlich schuldet der FC Riensberg der Hochschule rund 10 000 Euro im Jahr. Nachdem er im Sommer bereits die Hälfte bezahlt hatte, ließ der Verein sich etwas einfallen: Um wenigstens die Kosten für die Heimspiele seiner Mannschaften am Wochenende (rund 2000 Euro fürs zweite Halbjahr) zu sparen, suchte der FCR nach einer neuen Spielstätte. Dringend, wie Präsident Ingo Brüning bestätigt: „Sonst hätten wir den Laden dichtmachen müssen.“ Man war also ziemlich froh, dass die Riensberger Teams zukünftig beim TV Eiche Horn unterkommen und auf dessen Anlage an der Curiestraße um Punkte spielen. „Das war unsere Wunschoption, aber auch die einzige, die wir hatten“, so Brüning. Geplant ist der Umzug im Dezember, das Heimspiel der 1. Herren gegen den ATSV Sebaldsbrück II soll am 1. Dezember ausgetragen werden. Es wäre eine Premiere: Angesichts der finanziellen Belastung an der Uni trat der FC Riensberg in dieser Saison bislang nur zu Auswärtsspielen an. Kein Wunder, dass er lediglich den letzten Platz in der Kreisliga B belegt.

Der Frauen-Gipfel steht vor der Tür: An diesem Sonntag (12.30 Uhr) treffen sich die Teams des TuS Schwachhausen und des ATS Buntentor zum Spitzenspiel in der Bremer Verbandsliga. Möglicherweise fällt in diesem Duell bereits eine Vorentscheidung im Titelkampf. Ganz sicher dürfte die Meisterschaft zwischen diesen beiden Teams entschieden werden: Bislang dominieren Schwachhausen (sechs Siege) und Buntentor (fünf Siege) die Spielklasse nach Belieben. Übrigens vor den Konkurrenten Schwachhausen II, Buntentor II und Buntentor III. Erst auf den Plätzen sechs bis acht folgen im Blumenthaler SV, dem SV Weyhe und dem SC Borgfeld auch mal andere Vereine. Im Topspiel der Liga kommt es nun auch zum Duell der Kandidatinnen: Sowohl Kira Buller (TuS Schwachhausen) als auch Aline Stenzel (ATS Buntentor) sind am Start bei der Wahl zur Bremer Fußballerin des Jahres.

Bald geht es los: Anfang November startet die Futsal-Liga der D- und C-Junioren. Insgesamt 15 Mannschaften treten in den beiden Spielklassen an; TuRa Bremen (4), der Blumenthaler SV (3) und die SG Aumund-Vegesack (3) stellen den Großteil der Nachwuchs-Teams. Und wem das etwas einseitig verteilt vorkommt – da ist etwas dran. Derzeit bilden diese Spielklassen nämlich ausschließlich Mannschaften aus dem Kreis Nord und dem Bremer Westen. Sie befinden sich noch in einer Testphase und werden als Pilot-Ligen bezeichnet. Die Landesmeisterschaften trägt der BFV weiterhin in Turnierform aus. Sie finden im Februar statt. Die Futsal-Ligen laufen dagegen bis in den März hinein.

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