Tischtennis-Bundesliga Werder steht ständig vor neuen Herausforderungen

Für die Bremer läuft im bisherigen Saisonverlauf nichts nach Plan: Zwei Niederlagen in den ersten beiden Spielen, Auflagen wegen Corona und nun auch noch Spielverlegungen halten die Verantwortlichen auf Trab.
30.09.2020, 05:09
Lesedauer: 2 Min
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Werder steht ständig vor neuen Herausforderungen
Von Jörg Niemeyer

Die Saison 2020/21 ist noch jung, aber schon jetzt lässt sich festhalten: Sie wird in nachhaltiger Erinnerung bleiben. „Das haben wir uns anders vorgestellt“, sagt Sascha Greber. Der Teamchef des Tischtennis-Bundesligisten SV Werder reagiert mit dieser Aussage auf den verpatzten Start seines Teams, das als Halbfinalist der Vorsaison zum Auftakt nun zwei Niederlagen kassiert hat. Doch auch im Umfeld des Spielbetriebs bleibt den Werderanern derzeit nichts erspart: Die Corona-Pandemie zwingt die Verantwortlichen nicht nur zum Erstellen eines umfangreichen Hygienekonzepts, sondern indirekt jetzt auch zu diversen Spielverlegungen.

Die coronabedingten Auflagen stellen alle Vereinen vor Herausforderungen. Jüngstes Beispiel: Weil der Tischtennis-Weltverband ITTF seinen Spielbetrieb wieder hochfahren möchte, müssen sich die nationalen Verbände mit ihren höchsten Ligen fügen. „Völlig verständlich“, sagt Sascha Greber, „die ITTF hat seit März kein Turnier mehr durchführen können.“ Kein Turnier, kein Spiel: So etwas erfreut keinen Sponsoren. Fast jeder Verein, egal in welcher Sportart und Spielklasse, kennt dieses Problem. Geldgeber erbringen eine Leistung und wünschen eine Gegenleistung.

Die ITTF plant ab 13. November im chinesischen Macau eine dreiteilige Turnierserie mit den weltbesten Spielern: erst World Cup, dann Finale der World Tour und schließlich noch ein Prämienturnier. Für diese Turnierserie begibt sich der Tross in eine „Blase“, das heißt: Die Profis bleiben während dieser Zeit abgeschirmt unter sich und müssen vor Beginn der ersten Veranstaltung in Quarantäne.

Weil der Weltranglisten-Neunte Mattias Falck für Werder aufschlägt, muss der Bundesligist ab Ende Oktober für etwa dreieinhalb bis vier Wochen auf den Schweden verzichten – und deshalb gleich mehrere Spiele verlegen. Das Heimspiel gegen den TTC Grenzau findet nun schon am 15. Oktober, das gegen Aufsteiger Bad Homburg am 20. Oktober statt. „Das hat zur Folge, dass wir zwischen dem 2. und 20. Oktober inklusive Pokalpartie am 4. Oktober fünf Heimspiele am Stück und im gesamten Monat mindestens sechs, eventuell sogar sieben Auftritte haben“, sagt Greber. Auch die Begegnung in Grünwettersbach (22. November) wird verlegt, erst danach steht Mattias Falck wieder zur Verfügung. „Das Programm ist der helle Wahnsinn“, sagt Greber, „da darf nicht viel schiefgehen.“

An diesem Freitag empfängt Werder um 19 Uhr den TSV Bad Königshofen mit dem Ex-Bremer Bastian Steger. Da soll die Mannschaft zeigen, dass sie es sportlich besser kann als beim 0:3 in Bergneustadt und jüngst beim 2:3 in Fulda. „Die Wende muss her“, sagt Greber. Ihm macht die Niederlage in Fulda noch schwer zu schaffen, als zunächst Mattias Falck eine Partie unnötig abgab und am Ende dann auch noch das Doppel Marcelo Aguirre/Hunor Szöcs seine erste Liga-Niederlage überhaupt erlitt.

Doch nicht nur Werders Team steht am Freitag auf dem Prüfstand, sondern auch das Hygienekonzept des Klubs. Und mit ihm letztlich die Zuschauer, die weder auf eine Tageskasse treffen noch als Greencard-Inhaber des Vereins wie gewohnt kostenlos gegen Vorzeigen der Karte in die Halle kommen. Die zur Verfügung stehenden gut 70 Sitzplätze in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle werden ausschließlich nach Bestellung per Mail und anschließender Abholung vergeben. Die Mail-Adresse lautet: bestellung@magic-tischtennis.de. Nur auf diesem Weg kann Werder die personalisierte Ausgabe der Karten gewährleisten. Das gleiche Prozedere gilt natürlich für das Achtelfinal-Pokalspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen den TTC Bergneustadt und alle weiteren Heimpartien.

Wenigstens einen kleinen Vorteil hat die Terminfülle im Oktober aber auch: Trainer Cristian Tamas kann ausnahmsweise mal für einen längeren Zeitraum mit seinen Schützlingen zusammen arbeiten.

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