Tischtennis-Bundesliga

Werder müht sich zum 3:1-Erfolg über den Aufsteiger

Die Bremer müssen hart kämpfen, bis ihr zweiter Saisonerfolg perfekt ist. Vizeweltmeister Mattias Falck benötigt zweimal die Maximaldistanz von fünf Sätzen, um sich gegen die Bad Homburger Talente zu behaupten.
20.10.2020, 22:38
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Werder müht sich zum 3:1-Erfolg über den Aufsteiger
Von Jörg Niemeyer

Das Schlusslicht der Tischtennis-Bundesliga hatte beim letztjährigen Halbfinalisten um die deutsche Meisterschaft nichts zu verlieren – entsprechend mutig und angriffslustig trat der TTC OE Bad Homburg am Dienstag beim SV Werder auf. Und der favorisierte Gastgeber tat sich mächtig schwer gegen den Aufsteiger, ehe der 3:1-Erfolg nach gut dreistündiger Spielzeit feststand. „Meiner Mannschaft war die Verunsicherung nach dem schwachen Bundesliga-Start anzumerken“, sagte Trainer Cristian Tamas. Umso mehr freute er sich, dass sich vor allem Mattias Falck gleich zweimal in seine Partien zurückgekämpft hatte. Für die ambitionierten Gastgeber war es im fünften Spiel erst der zweite Erfolg, während die Bad Homburger weiterhin punktlos am Tabellenende stehen. „Wir sind froh, dass wir diese harte Woche mit drei Spielen innerhalb von sechs Tagen erfolgreich begonnen haben“, sagte Teammanager Sascha Greber, „am Freitag wollen wir unser Punktekonto ausgleichen.“

Die junge Garde der Bad Homburger deutete eindrucksvoll ihr Talent an: Der 20-jährige Rumäne Rares Sipos und der 19-jährige Russe Lev Katsman zwangen Werders Vizeweltmeister Mattias Falck jeweils in den fünften Satz. Und der in dieser Saison bislang noch nicht konstant spielende Schwede musste sehr hart kämpfen, um am Ende erneut zwei Punkte zu einem Erfolg seiner Mannschaft beizusteuern. Den dritten Punkt holte Kirill Gerassimenko, der im zweiten Einzel des Tages mit Lev Katsmann beim 3:1 weniger Mühe hatte als Falck und sich einmal mehr überzeugend durchsetzte.

Hunor Szöcs dagegen muss weiter auf seinen ersten Saisonsieg warten. Der Rumäne traf an Position zwei auf seinen ehemaligen Mannschaftskameraden in Bremen, den Brasilianer Gustavo Tsuboi. Der 35-jährige Routinier und Frontmann der Gäste gewann das weitgehend unspektakuläre Match, das aber von seiner Spannung lebte und ebenfalls über die Maximaldistanz von fünf Sätzen ging. Szöcs glich das 0:2 zwar nervenstark in zwei Satzverlängerungen aus, verlor dann aber doch glatt den entscheidenden Durchgang.

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den Werderanern jetzt nicht. Schon am Freitag treten sie um 19 Uhr beim TTC Grenzau an, der wegen Corona in der vergangenen Woche nicht in Bremen hatte auflaufen können. Alles andere als ein weiterer Erfolg des SV Werder beim Tabellenvorletzten käme einer Überraschung gleich. Am Sonntag spielt das Team dann bei den ebenfalls von Corona gebeutelten TTF Ochsenhausen – ein Team, das seine bisherigen beiden Saisonpartien gewann und zu den Mitfavoriten auf die Meisterschaft zählt.

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