Tischtennis Werder-Sieg im Pokerspiel

Der SV Werder hat sein vorletztes Heimspiel dieser Tischtennis-Saison gegen den ASV Grünwettersbach mit 3:1 gewonnen. Mann des Abends war der Schwede Mattias Falck mit zwei Einzelsiegen.
19.02.2021, 22:06
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Werder-Sieg im Pokerspiel
Von Frank Büter

Bremen. Es war ein Tischtenniskrimi der besonderen Art. Ein Pokerspiel mit nicht alltäglichen, aber laut Reglement erlaubten Tricks. Der ASV Grünwettersbach hatte mit allen Mitteln versucht, den Auswärtssieg beim SV Werder zu erzwingen und den vierten Tabellenplatz in der Bundesliga zu untermauern. Genutzt hat es nichts: Die Bremer gewannen mit 3:1, Mann des Abends war Mattias Falck mit zwei Einzelerfolgen.

Die Gäste warteten in diesem für sie so wichtigen Spiel personell mit gleich mehreren Überraschungen auf. So wurde Deni Kozul (Bilanz 3:9) an Position eins aufgeboten, während der im Sommer zum Rekordmeister nach Düsseldorf wechselnde deutsche Nationalspieler Dang Qiu (15:6) zunächst nicht für einen Einzeleinsatz vorgesehen war. Und an Zwei bot Grünwettersbach den Dänen Tobias Rasmussen auf, der mit einer Bilanz von 2:6 nun auch nicht gerade als Punktgarant bezeichnet werden kann. Es gab aber einen guten Grund für diese Nominierung, immerhin hatte Rasmussen die beiden letzten Ligavergleiche gegen Bremens Topspieler Mattias Falck für sich entschieden. Und auch an diesem Abend begann Rasmussen vielversprechend und gewann den ersten Satz nach Abwehr eines Satzballes mit 12:10. Falck zeigte sich davon in der Folge aber unbeeindruckt und riss das Geschehen im dritten Satz komplett an sich. Aus einem 3:6 machte der Schwede ein 11:6 und holte bis zur 6:0-Führung im vierten Durchgang satzübergreifend 14 Zähler in Folge. Der Drops war gelutscht, Werder führte 1:0.

Nachdem Hunor Szöcs im Anschluss gegen Kozul etwas enttäuschend 1:3 verloren hatte und damit auch nach neun Einzeleinsätzen weiter sieglos ist, sorgte der Gast in der Pause nach diesen beiden ersten Spielen für eine Überraschung: Der ASV wechselte an Position eins für Kozul den zuvor nur für das eventuelle Doppel vorgesehenen Dang Qiu ein. Die Topspieler beider Teams trafen somit nun doch noch aufeinander. Und da sich Kirill Gerassimenko zuvor gegen den starken Routinier Wang Xi im Duell der Dreier in einer herausragenden Form präsentiert und gewonnen hatte, ging Werder mit einer 2:1-Führung in dieses Match. Ein Vorlage, die Falck zu nutzen wusste: Der Weltranglistenneunte ging sozusagen „all in“ und gewann diese Begegnung in fünf Sätzen.

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