Tischtennis

Falck holt Schwung für Olympia

Mit großen Erwartungen war Werders Spitzenspieler Mattias Falck nicht in die Tischtennis-EM gestartet. Er hatte wegen einer Verletzung kaum trainiert. Doch dann hätte er im Halbfinale beinahe Timo Boll besiegt.
29.06.2021, 15:42
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Falck holt Schwung für Olympia
Von Olaf Dorow

Mattias Falck kann mit neuem Schwung in die direkte Vorbereitung auf Olympia einsteigen. Werders Topspieler in der Tischtennis-Bundesliga hatte zuletzt die schwedischen Meisterschaften aus Verletzungsgründen absagen müssen und war quasi gehandicapt in das EM-Turnier von Warschau gestartet. Doch Falck kam in das, was man auch im Sport neudeutsch gerne den "Flow" nennt, und holte mit Bronze die erste EM-Medaille seiner Karriere. Der Werderaner wurde erst im Halbfinale vom späteren Europameister Timo Boll gestoppt. Boll hatte die ersten beiden Sätze denkbar knapp sowie den dritten deutlich gewinnen können, ehe Falck die Sätze vier und fünf holte. Im sechsten Durchgang siegte Boll mit 11:7 und holte damit den zum Finaleinzug nötigen vierten Punkt.

Sein Spitzenspieler habe vor der EM kaum trainieren können und sei deshalb ohne allzu große Erwartungen in das Turnier gestartet, sagte Werder-Trainer Cristian Tamas. Deshalb freue ihn der Erfolg umso mehr. „Ich bin mit meiner Performance und dem Gewinn der Bronzemedaille glücklich", sagte Falck gegenüber werder.de. Er habe sich von Spiel zu Spiel steigern können. Um auch Großmeister Boll zu schlagen, hätte er einen der beiden knappen ersten Sätze gewinnen müssen.

Auf dem Weg zum Medaillengewinn hatte Mattias Falck in Warschau auch seinen Werder-Kollegen Hunor Szöc ausgeschaltet – und sah sich dabei mit ordentlicher Gegenwehr konfrontiert. Der Rumäne Szöcs, der in der abgelaufenen Bundesliga-Saison im Doppel oft deutlich besser zurechtkam als im Einzel, hatte dem Schweden Falck gleich die ersten beiden Sätze abgenommen. Erst dann kam der Weltranglisten-Achte gegen Nummer 132 der Welt ins Rollen und siegte schließlich mit 4:2. Cristian Tamas und Werder-Manager Sascha Greber gratulierten anschließend auch Hunor Szöcs zu einem geglückten EM-Auftritt. Der Werder-Profi hatte auf dem Weg in die K.-o.-Runde den in der Rangliste deutlich besser postierten Franzosen Emmanuel Lebessson bezwungen, ebenso den favorisierten Daniel Habesohn aus Österreich.

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