Jubel bei Findorffs Korbballerinnen Titel Nummer 15

Ihren insgesamt 15. Titel feierten die Korbballerinnen der SG Findorff am vergangenen Wochenende mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Auch der zweite Bremer Teilnehmer durfte zufrieden sein. Mit Platz sechs kehrte der TV Bremen-Walle 1875 aus Bergrheinfeld zurück.
10.05.2013, 05:00
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Von Christine Leska-ottensmann

Ihren insgesamt 15. Titel feierten die Korbballerinnen der SG Findorff am vergangenen Wochenende mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Auch der zweite Bremer Teilnehmer durfte zufrieden sein. Mit Platz sechs kehrte der TV Bremen-Walle 1875 aus Bergrheinfeld zurück.

Findorff. "Hinsetzen, hinsetzen!", schallte es auf dem Rasthof in Kirchheim. Die Korbballfrauen der SG Findorff, die gerade mit der Goldmedaille von den Deutschen Meisterschaften in Bergrheinfeld auf dem Heimweg waren und in Kirchheim eine kleine Pause einlegen wollten, kamen der Aufforderung natürlich gerne nach. Für den neuen Titelträger stimmten die A- und C-Juniorinnen des TuS Sudweyhe lautstark die Humba an. Gemeinsam feierten die Mannschaften noch ein bisschen, ehe es weiter in Richtung Heimat ging.

"Das war noch einmal ein sehr schönes Erlebnis. Vorher hatten wir ja schon in der Halle bei der Siegerehrung mit allen DM-Teilnehmern gefeiert. Auch auf unserer Busfahrt ging es feucht-fröhlich zu", verriet Findorffs Trainerin Silke Candler. Es war der insgesamt 15. Titelgewinn für die Bremerinnen, zum siebten Mal nacheinander standen sie im Finale. "Zur Routine wird das aber nicht. Viele finden es normal, dass wir ins Endspiel kommen und siegen. Wir sehen es aber nicht als selbstverständlich an, schließlich gab es in unserer Mannschaft in den letzten Jahren eine deutliche Verjüngung. Hinter dem Titelgewinn steckt viel Arbeit", betonte Candler.

Eine Medaille sollte es schon sein, aber die war nach dem ersten Turniertag nicht ganz so sicher. Denn dem 5:3-Auftaktsieg gegen den TuS Eisbergen folgte ein 7:8 gegen den SV Schraudenbach. "Das war der richtige Weckruf für uns", wusste die Trainerin. Im Halbfinale wartete der amtierende Deutsche Meister TuS Helpup. "Für die Niederlage aus dem Vorjahr wollten wir uns revanchieren. Wichtig war, dass wir uns im Vorfeld der DM das Video mit der damaligen Finalpleite angeschaut haben. Da haben wir festgestellt, dass wir Helpup schlagen können, wenn wir unsere Chancen nutzen", analysierte Candler. So war es dann auch: Lange Zeit stand es 1:0, ehe der Gegner am Ende aufmachte und den Findorffern mit einem Konter das 2:0 gelang (Endstand: 2:1).

Das Finale gegen den TuS Eisbergen war bis zum 3:3 ausgeglichen, ehe Sonja Oelfke und Nadja Neunaber per Doppelschlag (39./40.) für die Entscheidung sorgten (Endstand: 6:4). Mit insgesamt acht Treffern sicherte sich Neunaber auch die Korbjägerkanone. "Es macht mich stolz, dass die Mädels viele Trainingsinhalte umgesetzt haben. Das war eine ganz tolle Mannschaftsleistung", schwärmte Candler, die gleich im ersten Jahr als Trainerin den DM-Titel feiern konnte. Das Findorffer Gespann Anke Kamp/Berit Walter wurde als beste Schiedsrichter ausgezeichnet.

Zufriedene Gesichter gab es auch bei den Korbballerinnen des TV Bremen-Walle 1875. Zwar landeten sie nur auf Rang sechs, dennoch zog Trainer Sascha Rosenke ein positives Fazit. "Für viele von uns war es die erste DM-Teilnahme. Klar waren wir nervös. Aber wir haben es als Belohnung für unsere gute Saison angesehen", erklärte der Coach. "Als Dritter der Bundesliga Nord ist man klarer Außenseiter. Und da unsere erfahrene Korbfrau Bettina Staack verletzungsbedingt fehlte, sind wir ohne Erwartungen angetreten und wollten lediglich versuchen, uns gut zu verkaufen", betonte er. Nach der 3:14-Pleite gegen den SV Schraudenbach steigerten sich die Wallerinnen enorm und boten dem bis dato amtierenden Deutschen Meister TuS Helpup einen heißen Kampf. "Da sind alle meine Mädels über sich hinausgewachsen. Das war eine exorbitant gute Leistung und das beste Spiel dieses Teams, seit ich hier Trainer bin. Ich bin vor Stolz fast geplatzt", schwärmte Rosenke. Erst mit dem Schlusspfiff kassierten die Wallerinnen den Treffer zum 5:7. Bei der abschließenden 2:7-Niederlage gegen den TSV Heiligenrode hielten sie das Spiel 30 Minuten lang offen (2:2), ehe die Kräfte nachließen. "Uns hat es bei der DM sehr gut gefallen. Wir würden nächstes Jahr gerne wiederkommen", sagt Rosenke schmunzelnd.

SG Findorff: Nadja Neunaber (8), Melanie Niestedt (3), Laura Nolte (3), Franziska Habel (1), Kristin Grotenrath (1), Nicola Richter (1), Sonja Oelfke, Svenja Löhmann (1), Stella Parusel (1), Katrin Drewel (n.e.).

TV Bremen-Walle 1875: Heike Bockholt, Gabi Schnibbe, Mirjana Uhde, Marina Löchel, Janina Rüthemann, Gesa Kügler, Nicole Czernek, Anja Sundermeyer, Janina Kettler, Manuela Freytag.

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