Fußball-Bremen-Liga

Torhüter sind Garanten für das Remis

Bremen. Im Spitzenspiel der Fußball-Bremen-Liga haben sich der Bremer SV und der SG Aumund-Vegesack leistungsgerecht 1:1 unentschieden getrennt. "Wir haben zwei überragende Keeper gesehen", so BSV-Co-Trainer Markus Hansen.
20.11.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Marc Gogol

Bremen. Das Verfolgerduell zwischen dem Bremer SV und der SG Aumund-Vegesack hielt, was der Tabellenstand der Konkurrenten versprach. Der Zweite und Dritte trennten sich letztlich leistungsgerecht 1:1 (0:1). Garanten für die Punkteteilung waren insbesondere in der Schlussphase die beiden Torhüter.

Jeweils in der Nachspielzeit vereitelten Benjamin Schimmel im BSV-Tor und Maik Meyer-Wersinger für die SAV das mögliche Siegtor. Schimmel parierte gegen den frei heran stürmenden Daniel Mulert, Wersinger gegen Storven Schlickers Schuss aus wenigen Metern Entfernung. "Wir haben zwei überragende Keeper gesehen, die hundertprozentige Torchancen vereitelt haben. Beide Mannschaften haben sich alles abverlangt und ihre Großchancen nicht genutzt. Das Kämpferische hat heute mehr dominiert als das Spielerische", fasste BSV-Co-Trainer Markus Hansen die Partie zusammen.

Sein Gegenüber Kristian Arambasic ärgerte sich zunächst noch, dass seiner Mannschaft der Siegtreffer trotz eines kleinen Chancenplus' im zweiten Durchgang nicht gelungen war. Denn auch Nils Husmann hatte zwei Riesenmöglichkeiten, einmal spitzelte er das Leder an Benjamin Schimmel und am Tor vorbei, beim zweiten Mal traf der Vegesacker nur den Außenpfosten. SAV-Torjäger Muhamed Hodzic hätte in den zweiten 45 Minuten noch das eine oder andere Mal treffen können. "So haben wir ein tolles Topspiel gesehen", sagte der SAV-Trainer schließlich, der mit einer sehr offensiv ausgerichteten Aufstellung angetreten war und von einem "unglaublichen Pressing" seines Teams sprach.

Gleich zum Auftakt waren zwei Klasseparaden der beiden Torsteher zu sehen: Schimmel entschärfte einen Volleyschuss der Vegesacker, Meyer-Wersinger lenkte einen Kopfball von Jan Friehe mit einem Reflex über die Latte. Beide Szenen ergaben sich nach Eckbällen. Nach genau einer halben Stunde fiel dann das Tor für die SAV. Nach einem Pass in die Spitze standen plötzlich zwei Nordbremer frei vor Torwart Benjamin Schimmel: Muhamed Hodzic spielte aber nicht ab, sondern umkurvte Schimmel und schob locker ein. Kurz vor der Halbzeitpause traf Mike Behrens mit einem direkten Freistoß dann den Pfosten des SAV-Tores, und im Nachschuss fand Torjäger Iman Bi-Ra in Maik Meyer-Wersinger, der wieder mit einem tollen Reflex reagierte, seinen Meister.

"Bei Ballbesitz nach dem Anstoß spielen wir den Ball in den Rücken", bemängelte Kristian Arambasic das Verhalten seiner Mannschaft direkt nach dem Wiederanpfiff des souverän leitenden Schiedsrichters Karsten Meyer (ATSV Sebaldsbrück). Der BSV brauchte keine 13 Sekunden, um daraus Profit zu schlagen. Der gerade eingewechselte Patrick Spitzer vollendete nach Pass von Iman Bi-Ria zum Ausgleich. "Realistisch gesehen war das ein gerechtes Unentschieden", urteilte Markus Hansen.

"Wir haben heute gezeigt, dass man uns nicht im Vorbeigehen schlägt und dass wir oben in der Liga mit Oberneuland und dem Bremer SV ein Wörtchen mitreden können", lautete das Fazit von Kristian Arambasic.

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