Bremer Klub muss Regionalliga verlassen Trauer beim FC Oberneuland nach dem Abstieg

Bremen. Als Schiedsrichter Frank Willenborg das Duell zwischen dem FC Oberneuland und dem Hamburger SV II am Sonnabend abpfiff, könnte er das letzte Regionalliga-Fußballspiel am Vinnenweg für mindestens ein Jahr beendet haben. Nach der 1:2 (1:1)-Niederlage ist der FCO sportlich abgestiegen. 'Ein trauriges Gefühl', meinte Mike Barten stellvertretend für den gesamten Verein.
22.05.2010, 19:54
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Bremen. Als Schiedsrichter Frank Willenborg das Duell zwischen dem FC Oberneuland und dem Hamburger SV II am Sonnabend abpfiff, könnte er das letzte Regionalliga-Fußballspiel am Vinnenweg für mindestens ein Jahr beendet haben. Nach der 1:2 (1:1)-Niederlage ist der FCO sportlich abgestiegen. 'Ein trauriges Gefühl', meinte Mike Barten stellvertretend für den gesamten Verein.

Der Trainer unterstrich nach den 90 Minuten gegen den Tabellenfünften allerdings auch, dass 'wir nicht in diesem Spiel abgestiegen sind.' Stimmt: Der FC Oberneuland präsentierte sich den Umständen entsprechend ordentlich in seinem letzten Heimspiel. Der Gegner war einfach besser.

Die Aussicht auf eine überlegene HSV-Reserve wurde bereits vor der Partie zementiert: Neben den wichtigen Defensivkräften Julian Matiasovits und Björn Dreyer (beide Gelbsperre) fehlten dem FCO in der Offensive Benedetto Muzzicato und Nils Laabs. Der Kapitän laboriert derzeit an einer Zehverletzung, und Laabs war während der Partie bereits unterwegs zur EM der Polizei-Nationalteams in Athen. 'Er ist ohne das Okay des Vereins gefahren, manchmal kommt eben alles zusammen', kommentierte Barten den Ausfall des Angreifers.

Fehler in der Defensive

Was seiner Mannschaft jedoch an Leistungsträgern fehlte, machte sie durch viel Einsatz wett. Gerade in der Anfangsphase schien der FCO deshalb allen negativen Vorzeichen zum Trotz auf einem guten Weg: Der Gegner deutete allenfalls an, was er spielerisch drauf hat, doch der Gastgeber investierte in dieses Spiel und verkörperte Siegeswillen. Zudem hatte Adil Boukantar eine tolle Kombination über Belleri und Karapetyan zur Führung genutzt (3.). Das gab den Bremern viel Sicherheit, und doch reichte die eigentlich gute Startphase nicht aus, um die Wettbewerbsnachteile wettzumachen. Nachdem sich der HSV gefangen hatte, und langsam den Faden des Spiel aufnahm, offenbarte der FCO immer wieder Fehler in der Defensive. Es ging so manchen Bremer einfach viel zu schnell, wenn der Gegner mal Fahrt aufnahm. Als sich Christoph Beck gegen Rafael Kazior nur noch mit einem Haltegriff zu helfen wusste, verwandelte der Gefoulte den fälligen Strafstoß zum Ausgleich (40.). Nach dem Wechsel besaßen die

Platzherren eine große Gelegenheiten, die sich androhende Pleite abzuwenden: Aus fünf Metern kam Adil Boukantar frei zum Schuss, traf jedoch nur die Unterkante der Latte (48.). Der Gegner hatte nach Lawarenz Pfostentreffer (53.) noch diverse Chancen besessen, ehe Hanno Behrens in der 86. Minute traf. Das war unglücklich für den FCO.

Schlimmer kam es nach der Partie, als der überraschende 3:1-Erfolg von Türkiyemspor in Wolfsburg bekannt wurde. Die Bremer müssen nun abwarten, was aus den Gerüchten um die Konkurrenz wird. Nach der Insolvenz von TeBe Berlin verfolgen die Bremer interessiert, ob Hansa Rostock tatsächlich seine 2. Mannschaft zurück zieht? Läuft alles für den FCO, ist das Team am Ende doch gerettet.

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